Nochmals: Videoüberwachung beim Pinkeln

27/12/2008

Vor über einem Jahr hatte ich über eine homophobe Überwachungsmaßnahme der Polizei in New Brighton, UK, berichtet:

Videoüberwachung beim Pinkeln

Nunmehr hat die dortige Polizei eingeräumt, Fehler gemacht zu haben und gelobt Besserung:

Police admit: We were wrong to spy on gays at urinals


Poppadoms

25/12/2008

Anstelle einer Weihnachtsgeschichte: Gay Banker über englische Trinkgewohnheiten, die Bankenkrise, über die Sicht nicht schwuler Männer auf schwule Männer, …

Beers with some straight guys


“The arsehole Bishop of Rochester”

22/12/2008

What did the aide say about the Bishop …?

Die Entschuldigung war unnötig!


Anit-schwule Gewalt in Großbritannien

22/12/2008

Während in Deutschland eine unsägliche Diskussion darüber geführt wird, ob und in welchem Umfang es schwulenfeindliche Gewalt gibt und ob es opportun sei, homophobe Gewalt als solche zu bezeichnen und zu erfassen, legte die für England und Wales zuständige Strafverfolgungsbehörde ‘Crown Prosecution Service’  ihren ersten Jahresbericht über ihre Tätigkeit im Bereich der Verfolgung von Hassverbrechen vor. Ausführlich geht sie darin auch auf homophobic and transphobic hate crimes ein. In britischem Understatement lässt sie durchblicken, dass sie ihre Arbeit für erfolgreich hält. Ihre wesentlichen Mitteilungen:

Den Rest des Beitrags lesen »


Hopeless mess

22/12/2008

Gebete erhört

20/12/2008

Im Juli hatte ich mich zu einem nicht näher bestimmten Glauben bekannt:

Ich bin bekehrt! Ja, wirklich! Ab sofort glaube ich! Woran? Ist doch egal, an Gott oder sonst irgendeinen Quatsch.

Anlass war das Schicksal der Miss Lillian Ladele (LL). LL ist so eine Art Standesbeamtin (Registrar of Birth, Deaths and Marriages) im Londoner Stadtbezirk Islington (London Borough of Islington). Sie war oft krank und wohl auch recht arbeitsscheu. Als das Parlament in Westminster eine der verschiedengeschlechtlichen Ehe weitgehend angenäherte Verpartnerungsmöglichkeit für verschiedengeschlechtliche Paare geschaffen hat (Civil Partnership), sah LL zusätzliche Arbeit auf sich zukommen, denn die Bezirksvertretung für Islington hatte den Standesbeamten auch die Beurkundungs- und Verwaltungsaufgaben in Zusammenhang mit den Civil Partnerships übertragen. Das passte der LL überhaupt nicht. Ein vernünftiger Grund, sich dieser lästigen Aufgabe zu entledigen, fiel ihr nicht ein, und ständig neue Krankschreibungen waren auf Dauer auch keine Lösung. Also entsann sie sich, dass sie von einem gewissen ‘Gott’ gehört hatte, der etwas gegen Schwulen-Ehen haben soll und teilte ihren entzückten Kollegen mit: “Hallo, ich glaube an Gott. Deshalb mache ich das nicht mit diesen Civil Partnerships. Ihr müsst meine Arbeit mit erledigen”.

Als ihr Arbeitgeber sie daraufhin entließ, zog LL vor das zuständige Arbeitsgericht und bekam recht. Nicht sie habe Schwule diskriminiert, sondern sie sei vielmehr von ihrem Arbeitgeber und ihren Arbeitskollegen diskriminiert und gemobbt worden. Es sei unverständlich, dass der Borough of Islington gegen LL und nicht gegen die (schwulen) Arbeitskollegen von LL vorgegangen sei.

Ich habe daraufhin angefangen zu beten, dass die britische Justiz doch noch zur Vernunft kommt. Und tatsächlich, es hat gewirkt.

Das zuständige Appelationsgericht (Employment Appeal Tribunal - EAT) hält das erstinstanzliche Urteil für konfus (vgl Tz 48 und 69 des EAT-Urteils), zerreißt es förmlich in der Luft und erkennt zu recht für Recht:

Den Rest des Beitrags lesen »


“The knife went into his back up to the hilt. The knife had an eight-inch blade. You did this simply because he was gay.”

17/12/2008

Der Richter im Londoner Strafgericht Old Bailey hatte keinen Zweifel am Tathergang und an den Motiven des Täters:

Judge David Paget said: “You murdered him in a particularly savage way, stabbing him in the back with a carving knife with such force that it completely severed the eighth rib and punctured his right lung.

“The knife went into his back up to the hilt. The knife had an eight-inch blade. You did this simply because he was gay.

“I am satisfied that you took that knife and went into those public lavatories looking for someone you thought was gay to stab.”

He added: “You clearly have an unhealthy interest in knives and very clearly have a hatred of homosexuals.

“You will have to be regarded, therefore, as posing a significant risk of serious harm to members of the public, in particular gay men, in the future,”

Und er ließ auch keinen Zweifel daran, wie er sich die weitere Zukunft des Täters vorstellt:  Mindestens 30 Jahre hinter Gittern!

Den Rest des Beitrags lesen »


Familienzerstörende Schwule

14/12/2008

Vor kurzem hat ein britischer Polizist seinen Job verloren, weil er dienstliche Einrichtungen und das dienstliche Kommunikationssystem während seiner Arbeitszeit benutzte, um gegen schwule Kollegen zu hetzen. Zunächst wurde er verwarnt und mit einer Disziplinarstrafe in Höhe von rund einem halben Monatsgehalt belegt. Es half alles nichts, seine homophoben Ausfälle hörten nicht auf. Schließlich sah sein Arbeitgeber keine andere Möglichkeit mehr, den innerdienstlichen Frieden zu erhalten, als diesen Polizisten aus dem Dienst zu entfernen. Vgl hierzu auf GayWest:

Warum kultureller Pluralismus bei der britischen Polizei nicht erwünscht ist

Jetzt fängt der Polizist an zu flennen. Erst gibt er sich verständnisvoll gegenüber schwulen Menschen, denen er selbstverständlich nie etwas tun würde,

I don’t have any worries with what people do in their private lives – if they are gay, that’s fine. I haven’t gone after anyone maliciously.

um dann schwule Menschen für sein persönliches Unglück veranwortlich zu machen:

A Christian policeman who was sacked [...] said that the decision to dismiss him is “destroying” him and his family.

Nur um es klarzustellen:

Den Rest des Beitrags lesen »


Vernünftige Katholiken

13/12/2008

Ach, ich freue mich immer wieder zu lesen, dass es römische Katholiken gibt, die nicht nach der Pfeife ihrer (erz-)bischöflichen Vorturner tanzen. So jetzt in Schottland:

The leader of Scotland’s Roman Catholics has resigned as chairman of an adoption agency because it plans to comply with the law.

Cardinal Keith O’Brien stood down as president of St Andrew’s Children’s Society after it said it will comply with the Sexual Orientation Regulations.

Den Rest des Beitrags lesen »


Saeed’s Geschichte

13/12/2008

At 2 am on Saturday 15th November, Saeed attempted suicide by swallowing many pills. He was taken to the emergency room at the hospital. He was in critical condition and in a coma. Due to his comatose state the doctor did not wash out his stomach. They could not give him a vomit-inducing agent because of the potential danger.

Den Rest des Beitrags lesen »


Außenansicht: Angela, die Pastorentochter

12/12/2008

Die spinnen, die Briten

11/12/2008

Naja, sie spinnen nicht mehr als andere auch. Und ich adressiere hier an die Regierung ihrer Majestät und weiß mich in der Bewertung von Whitehall mit vielen Untertanen der zweiten Elisabeth einig.

Darum geht’s:

Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wird zur Zeit die Klage zweier Männer aus Österreich verhandelt. Die beiden Männer wollen erreichen, dass ihr Heimatland verpflichtet wird, endlich ein Rechtsinstitut für ihre Partnerschaft zu schaffen, das einer verschiedengeschlechtlichen Ehe möglichst gleichkommt. Und was macht die britische Regierung?

Den Rest des Beitrags lesen »


Muslimische Großmutter vertreibt Weihnachtsmann

06/12/2008

So geschehen bei Selfridges in London:

It was a case of heave-ho rather then ho, ho, ho last week, when retail giant Selfridges fired their resident Santa Claus – for asking visitors to sit on his knee.

Gay Andrew Mondia, 33, was sacked just three days into his jolly job, after a Muslim grandmother complained that his behaviour was unacceptable.

Den Rest des Beitrags lesen »


Maßt Euch nicht an, anzunehmen, dass jeder heterosexuell ist

01/12/2008

Die römisch-katholische Bischofskonferenz von England und Wales hat ihren Priestern und Pfarrgemeinden ein Faltblatt zugesandt mit dem Titel:

What is life like if you or someone in your family is gay or lesbian in their sexual orientation? …and what can your parish family do to make a difference?

Darin wird für römisch-katholische Verhältnisse unter der Rubrik ‘Aufgaben für die Pfarrgemeinden’ wahrhaft Fortschrittliches verkündet:

Den Rest des Beitrags lesen »


Mit Gewalt gegen Hassmusik?

21/11/2008

Am Sonntag will der schwulenfeindliche Hasssänger Bounty Killer in London auftreten. In mehreren Städten des Vereinigten Königreichs hat der Sänger gewaltverherrlichender Lieder Auftrittsverbot. Nicht so in London. Es ist schier unglaublich, welche Haltung die Behörden dort einnehmen. Peter Tatchell berichtet aus London:

The concert of the Jamaican “kill faggots” singer Bounty Killer will go ahead this Sunday in London with the official sanction of the Home Secretary and the Acting Commissioner of the Metropolitan Police.

The police say that unless there are threats of riots they will not cancel the concert.

Den Rest des Beitrags lesen »


Liverpool: Pink Pound und Homophobie

13/11/2008

Gewalt gegen Schwule? Gibt’s nicht! Bei uns doch nicht!

11/11/2008

Angestoßen durch den CDU-Politiker Sascha Steuer scheint in der Stadt Berlin nun doch eine Debatte über die zunehmende, beziehungsweise zunehmend sichtbarer werdende Gewalt gegen schwule Menschen in Gang zu kommen.

Dabei herrscht große Unklarheit über das quantitative und qualitative Ausmaß dieser Gewalt. Das Einfachste wäre, die Polizei würde durch Befragungen der Opfer versuchen festzustellen, ob deren sexuelle Orientierung mit der Tat in Zusammenhang steht.

Jedoch, die dortige rot-grüne Regierung will dass nicht:

Den Rest des Beitrags lesen »


Einen guten Arzt zu finden …

07/11/2008

… ist nicht einfach.

Manchmal helfen die Behörden zumindest nicht an den Falschen zu geraten.

Den Rest des Beitrags lesen »


Homophobes Mobbing kann jeden treffen,…

06/11/2008

… auch nicht schwule Menschen. Ein Fall aus England:

Stephen English, who is heterosexual, says he was called a “faggot” and “Mr Franglais” by fellow members of staff at the blind and awning firm where he worked.

Den Rest des Beitrags lesen »


Little Britain’s Homos

02/11/2008

Eine Forscherin der London School of Economics beschuldigt in einer wissenschaftlichen Abhandlung die Macher der BBC-Serie “Little Britain”, mit ihrer Sendung Rassismus, Sexismus und Homophobie zu fördern.

Sie kritisiert, dass die beiden schwulen Figuren sehr tuntig dargestellt werden – und damit genauso wie in der “alten” Comedy vergangener Zeiten, in der Schwule bloße Lachnummer waren. Dieser Humor beruhe nach wie vor auf der Angst der Mainstream-Bevölkerung vor Schwulen. “Schwul zu sein in ‚Little Britain’ ist gleichbedeutend mit lächerlich sein”, argumentiert Finding. (Quelle: Queer.de)

Recht hat sie!

Den Rest des Beitrags lesen »


Die Guten und die Bösen

23/10/2008

Skandal in Cardiff, aufgedeckt von WalesOnline:

ONE of Wales’ most popular family swimming pools is being targeted by gay men cruising for sex, we can reveal today.

Wales on Sunday has discovered that the £32m Cardiff International Pool, which opened in Cardiff Bay earlier this year, is just one of many family hotspots named on an online “community” website where homosexuals meet up for no-strings-attached sex.

Die guten Schwulen:

Den Rest des Beitrags lesen »