Der Chef der britschen konservativen Partei (Conservative and Unionist Party), David Cameron, hat sich entschuldigt für die, zum Glück überwundene, schwulenfeindliche Gesetzgebung in Großbritannien:
Apologising for Section 28, a Conservative law introduced in the late 1980s which effectively prevented teaching about gay issues, he said: “Yes we may have sometimes been slow and yes we may have made mistakes, including Section 28, but the change has happened.”
Damit nicht genug, als Wiedergutmachung soll’s bald einen schwulen Premierminister geben: Den Rest des Beitrags lesen »
61 vH der Befragten brachten in einer aktuellen Umfrage ihre Unterstützung für das Recht schwuler Menschen auf eine vollständig gleichberechtigte Ehe zum Ausdruck.
In Deutschland? Ach, woher denn. In Deutschland setzt doch die römisch-katholische Kirche unter Pastoralassistenz der CDU/CSU/LSU alles daran, um die Menschen nicht zur Vernunft kommenzulassen.
Nein, in einem Land, in dem die Kirche mit ihrem Genöhle nicht viel zu melden hat und in dem selbst die konservative Partei der Auffassung ist, dass schwule Menschen nicht nur notgedrungen zu respektieren, aber ansonsten zu deklassieren seinen, sondern vielmehr, von Fragen der Adoption abgesehen, die aber mehr innerparteiliche Auseinandersetzungen als Anfeindungen gegen schwule Menschen hervorruft, unterschiedslos Teil der Gesellschaft sein sollen, ist dieses Umfrageergebnis zustande gekommen: Den Rest des Beitrags lesen »
The London Borough of Southwark (sprich: ˈsʌðək), das ist der von knapp 300000 Menschen bewohnte, unmittelbar südlich der Themse liegende Teil Londons mit County Hall, London Eye, Southwark Cathedral, Globel Theatre, Tate Modern, Oxo Tower, Old Salt Quay, Guy’s Hopital und London Brigde Station, hat einen neuen Bürgermeister.
Councillor Jeff Hook, whose full title will be The Worshipful The Mayor of Southwark, will take on the role for the 2009-10 period with his civil partner as his official consort.
Er ist nicht der erste schwule Bezirks-Bürgermeister in London. Islington und Richmond hatten auch schon einen schwulen Mann als Mayor und einer der Vertreter des Mayor of London ist ebenfalls schwul. Für Londoner Verhältnisse ist die Wahl in Southwark also kaum noch bemerkenswert.
Ich werde wohl nie verstehen, warum manche Menschen sich so sehr für die gleichgeschlechtlichen Aktivitäten ihrer Mitmenschen interessieren, dass sie ihnen so gar nachschnüffeln und ihnen mit der Videokamera im Wald und auf Toiletten auflauern:
A self-styled ‘protector of morals’ who filmed gay men having sex in a woodland was spared jail yesterday.
Colin Haw, 47, led a group of men who dressed in balaclavas and combat kit to patrol a wood near Sleaford in Lincolnshire.
They would film men meeting and post the footage on a local website, often accompanied with music such as YMCA by the Village People and the nursery rhyme Teddy Bear’s Picnic. Den Rest des Beitrags lesen »
In Großbritannien gibt es mal wieder durch die Rechtspresse geschürte Aufregung.
Die größte englische Adoptionsvermittlungsagentur, The British Association for Adoption and Fostering (BAAF), hat in einer ihrer Broschüren geschrieben, schwule Menschen, die Kinder adoptieren wollen, sollten sich nicht zu große Sorgen wegen der zurückgebliebenen Homophoben machen:
Children need good parents much more than retarded homophobes need an excuse to whinge, so don’t let your worries about society’s reaction hinder your desire and ability to give a child a loving caring home. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Regierung ihrer Majestät in London beabsichtigt, die Unterrichtsinhalte an britischen Schulen neu festzulegen. Verbindlich vorgeschrieben wird Sexualkundeunterricht:
A Government review of personal, health, social and economic education, which covers lessons about sex and relationships, ruled that sex education should be a compulsory subject in both primary and secondary schools.
Unverständlicherweise wird für die (Privat-)Schulen religiöser Sekten eine Ausstiegsklausel vorgesehen:
However, faith schools are being told they can include in the lessons a rejoinder making it clear in the case of Roman Catholics, for example, that their religion is against the use of contraception.
Das evangelikale Nachrichtenportal idea bejubelt einen Schwulenheilerkongress in London:
„Wir wollen die Botschaft verbreiten, dass Veränderung möglich ist“, erklärte Nicolosi vor der Londoner Konferenz. Homosexualität sei nicht biologisch vorbestimmt. Schon über 30 Jahre lang versuchten Forscher vergebens, ein „schwules Gen“ zu finden. Es sei tragisch, dass man Menschen, die unter ihrer Homosexualität leiden, einzureden versuche, dass sie keine andere Wahl hätten. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen stärker unter Depressionen, Ängsten und gescheiterten Beziehungen litten als Heterosexuelle.
Der von idea verehrte us-amerikaner Nicolosi ist ein Scharlatan erster Güte:
A GAY couple were left terrified after a man smashed their door down as they slept and shouted homophobic abuse.
Nathan Dally, 22, yelled: “I’m going to kill you, you faggots”, as he kicked in married couple Daniel Smith and Gary Samuel’s door, Cardiff Crown Court heard yesterday.
Swalec regional sales manager Dally, who pleaded guilty to affray, then climbed the stairs of their Rhondda council house, in Ty’n y Bryn, and tried to break into the couple’s bedroom at about 11.15pm as his friends waited outside.
The couple were so scared they called 999 and quickly moved their wardrobe to block their bedroom door.
Die Gegner des Gesetzesvorhabens, die, was folgerichtig wäre, keineswegs für die Aufhebung des Schutzes religiöser Menschen sind, bieten mittlerweile alles auf, um gegen den Schutz schwuler Menschen vor Verbalattacken Stimmung zu machen. Und das beste Mittel, ein homophobes Vorhaben zu fördern, oder ein schwulenfreundliches zu stoppen, ist, schwule oder angeblich schwule Menschen vor den Karren der Homophoben zu spannen.
Nachdem die Damen und Herren Katholiken römischer Fasson in den letzten Wochen in Mißkredit geraten sind, weil ihr Chef der ungläubigen Welt nachhaltig klar gemacht hat, was glauben bedeutet, möchten die islamischen Oberhäuptlinge natürlich nicht nachstehen.
Yet a week ago, the Daily Mail exposed fundamentalist Choudary’s student days when he was pictured swigging beer, cavorting with women and puffing on a cannabis joint – offences for which he would be lashed and stoned under his version of Sharia law.
vor die Presse geschwungen und daran erinnert, dass im Islam schwule Männer genau wie im römischen Katholizismus gehasst werden. Choudary will aber seinen göttlichen Auftrag zum Hass auch fühlbar werden lassen:
All homosexuals should face stoning to death, a Muslim preacher of hate declared yesterday. Den Rest des Beitrags lesen »
Warum sind so viele Menschen dumm, ungebildet und nicht wissend? Weil sie dazu gemacht werden! Zum Beispiel durch christlich-evangelikale Kinderbücher, wie das Heftchen Birds and the Bees, das die Evangelikalen 10000fach in Raum Edinburgh/Fife verteilen lassen. Hier ein Auszug:
Allwyn Rondeau, der arme Kerl, der von den wobbelnden Busen seiner Arbeitskollegin bedroht wurde, ist von einem Arbeitsgericht eine Ausgleichzahlung von rund GBP 62000 zugesprochen worden:
Two American hate preachers have been banned from entering the UK where they planned to picket a play by a gay youth group, the Home Office said today.
Extremist Christian leaders Fred Phelps and daughter Shirley Phelps-Roper were to protest outside a performance of The Laramie Project, the story of an American man killed for being gay, being performed at a school arts centre in Basingstoke, Hampshire, tomorrow.
But Home Secretary Jacqui Smith has barred them and a UK Border Agency spokesman said: “The Home Secretary has excluded both Fred Phelps and his daughter Shirley Phelps-Roper from the UK.
In Großbritannien, ich erwähnte es, ist der Monat Februar der LGBT History Month. Die – ohnehin vorbildliche – Polizei in Kent beteiligt sich mit einer ganzen Reihe von Angeboten und Veranstaltungen daran. Unter anderem gibt es einen Schreibwettbewerb:
Competition
Using pictures or approximately 200 words, explain what the statement ‘All different, same respect’ means to you.
There are three categories in the competition:
11 to 14 year olds
15 to 17 year olds
18+
The best entry in each category will win a £25 book token and a Kent Police shield. All entries will receive a certificate.
Submit your entry by 27 February:
Winners will be contacted by mid March and there will be a presentation on Friday 27 March.
Da sollen sich also auch 11 bis 14 Jahre alte Jungs und Mädels mit Fragen des respektvollen Umgangs miteinander beschäftigen. Eine gute Sache, finde ich; sind doch gerade schwule Kinder und Jugendliche in hohem Maße Anfeindungen durch ihre Altergenossen ausgesetzt. Erwartungsgemäß sind die Damen und Herren Fundamentalchristen anderer Ansicht, denn Theologien/Ideologien und Respekt schließen einander aus. Und so hetzen sich Rechtspresse und Fundamentalisten gegenseitig auf.
Morgen ist es wieder so weit: Der Lesbian Gay Bisexual Trans History Month beginnt.
Nein, nicht in Deutschland – natürlich nicht…
Im Königreich der Briten und Nordiren ist es mittlerweile Tradition, sich jedes Jahr einen ganzen Monat lang (ok, es ist der kürzeste Monat, den das Jahr zu bieten hat, aber immerhin!) mit der Geschichte und den Geschichten der Menschen auseinanderzusetzen, deren Schicksal, ja deren Existenz lange Zeit verdrängt wurde.
Ein alleinerziehende heroinabhängige Frau (26) wird von der zuständigen Behörde der Stadt Edinburgh (Scotland) für unfähig befunden, ihre vier Jahre alte Tochter und ihren fünf Jahre alten Sohn zu erziehen und zu versorgen.
Die römisch-katholische Kirche hat eine Schwierigkeiten mit dieser Frau. Sie stört sich nicht an der Drogensucht dieser Frau und der Kirche kommt auf nicht in den Sinn, dass hier möglicherweise nicht ihr Familienbild (Vater + Mutter + viele Kinder) nicht idealiter verwirklicht wird.
Der schwer herzkranke Großvater (59) und die an Diabetes mellitus leidende Großmutter (46) wollen die Kinder adoptieren. Die Behörde in Edinburgh lehnt dies unter Hinweis auf das Alter und den Gesundheitszustand der Großeltern ab.
Auch mit den Großeltern hat die römisch-katholische Kirche keine Schwierigkeiten. Sie fragt auch nicht, ob die Beiden nicht bei der Erziehung und Betreuung ihrer nunmehr drogensüchtigen Tochter möglicherweise den Beweis dafür geliefert haben, dass sie zu einer erfolgreichen Kindererziehung nicht in der Lage sind.
Als die Behörde entscheided, dass zwei schwule Männer die geeignetesten Adoptiveltern für die beiden Kinder sind, bläht sich die römisch katholische Kirche auf und – man muss es vor dem Hintergrund des geschilderten Falles lesen – lässt verkünden: Den Rest des Beitrags lesen »
Prince Harry, a serving Army officer, apologised earlier this week after a Sunday tabloid revealed footage of him taken in 2006 while in training in which he questioned whether a fellow soldier was feeling “gay” or “a bit queer on the side” following an exhausting task.
Darauf empört sich Ben Summerskill, neuerdings von der Queen mit einer hübschen Anstecknadel versehen:
Ben Summerskill, chief executive of gay equality organisation Stonewall, has expressed upset at Prince Harry’s comments and drawn attention to the damaging effect that these derogatory comments can have in the long-run. Den Rest des Beitrags lesen »
In Deutschland erinnert sich heute niemand mehr an Ronald und Reginald Kray, die beiden schwulen Zwillinge aus dem Londoner East End. In England ist das anders. Bücher wurden über sie geschrieben, mit berühmten Stars besetzte Filme beschäftigen sich mit ihrem Leben. Mehrere Internetseiten und richtige Fanclubs wollen ihr Leben in das eine oder andere Licht gerückt sehen. Sie sind Kult. Allerdings nützt ihnen das nichts mehr; sie schauen sich die Radieschen schon seit ein paar Jahren von unten an.
Anstelle einer Weihnachtsgeschichte: Gay Banker über englische Trinkgewohnheiten, die Bankenkrise, über die Sicht nicht schwuler Männer auf schwule Männer, …
Ich bin bekehrt! Ja, wirklich! Ab sofort glaube ich! Woran? Ist doch egal, an Gott oder sonst irgendeinen Quatsch.
Anlass war das Schicksal der Miss Lillian Ladele (LL). LL ist so eine Art Standesbeamtin (Registrar of Birth, Deaths and Marriages) im Londoner Stadtbezirk Islington (London Borough of Islington). Sie war oft krank und wohl auch recht arbeitsscheu. Als das Parlament in Westminster eine der verschiedengeschlechtlichen Ehe weitgehend angenäherte Verpartnerungsmöglichkeit für verschiedengeschlechtliche Paare geschaffen hat (Civil Partnership), sah LL zusätzliche Arbeit auf sich zukommen, denn die Bezirksvertretung für Islington hatte den Standesbeamten auch die Beurkundungs- und Verwaltungsaufgaben in Zusammenhang mit den Civil Partnerships übertragen. Das passte der LL überhaupt nicht. Ein vernünftiger Grund, sich dieser lästigen Aufgabe zu entledigen, fiel ihr nicht ein, und ständig neue Krankschreibungen waren auf Dauer auch keine Lösung. Also entsann sie sich, dass sie von einem gewissen ‘Gott’ gehört hatte, der etwas gegen Schwulen-Ehen haben soll und teilte ihren entzückten Kollegen mit: “Hallo, ich glaube an Gott. Deshalb mache ich das nicht mit diesen Civil Partnerships. Ihr müsst meine Arbeit mit erledigen”.
Als ihr Arbeitgeber sie daraufhin entließ, zog LL vor das zuständige Arbeitsgericht und bekam recht. Nicht sie habe Schwule diskriminiert, sondern sie sei vielmehr von ihrem Arbeitgeber und ihren Arbeitskollegen diskriminiert und gemobbt worden. Es sei unverständlich, dass der Borough of Islington gegen LL und nicht gegen die (schwulen) Arbeitskollegen von LL vorgegangen sei.
Ich habe daraufhin angefangen zu beten, dass die britische Justiz doch noch zur Vernunft kommt. Und tatsächlich, es hat gewirkt.
Das zuständige Appelationsgericht (Employment Appeal Tribunal – EAT) hält das erstinstanzliche Urteil für konfus (vgl Tz 48 und 69 des EAT-Urteils), zerreißt es förmlich in der Luft und erkennt zu recht für Recht: Den Rest des Beitrags lesen »
Judge David Paget said: “You murdered him in a particularly savage way, stabbing him in the back with a carving knife with such force that it completely severed the eighth rib and punctured his right lung.
“The knife went into his back up to the hilt. The knife had an eight-inch blade. You did this simply because he was gay.
“I am satisfied that you took that knife and went into those public lavatories looking for someone you thought was gay to stab.”
He added: “You clearly have an unhealthy interest in knives and very clearly have a hatred of homosexuals.
“You will have to be regarded, therefore, as posing a significant risk of serious harm to members of the public, in particular gay men, in the future,”
Und er ließ auch keinen Zweifel daran, wie er sich die weitere Zukunft des Täters vorstellt: Mindestens 30 Jahre hinter Gittern! Den Rest des Beitrags lesen »
Vor kurzem hat ein britischer Polizist seinen Job verloren, weil er dienstliche Einrichtungen und das dienstliche Kommunikationssystem während seiner Arbeitszeit benutzte, um gegen schwule Kollegen zu hetzen. Zunächst wurde er verwarnt und mit einer Disziplinarstrafe in Höhe von rund einem halben Monatsgehalt belegt. Es half alles nichts, seine homophoben Ausfälle hörten nicht auf. Schließlich sah sein Arbeitgeber keine andere Möglichkeit mehr, den innerdienstlichen Frieden zu erhalten, als diesen Polizisten aus dem Dienst zu entfernen. Vgl hierzu auf GayWest:
Ach, ich freue mich immer wieder zu lesen, dass es römische Katholiken gibt, die nicht nach der Pfeife ihrer (erz-)bischöflichen Vorturner tanzen. So jetzt in Schottland:
The leader of Scotland’s Roman Catholics has resigned as chairman of an adoption agency because it plans to comply with the law.
Cardinal Keith O’Brien stood down as president of St Andrew’s Children’s Society after it said it will comply with the Sexual Orientation Regulations. Den Rest des Beitrags lesen »