Ignace Michiels spielt Charles Marie WIDOR’s (1844-1937) Finale aus der Symphonie Nummer 6 für Orgel, op 42.
Klais Orgel von 1937 in der Kathedrale von Brügge.
Ignace Michiels spielt Charles Marie WIDOR’s (1844-1937) Finale aus der Symphonie Nummer 6 für Orgel, op 42.
Klais Orgel von 1937 in der Kathedrale von Brügge.
Aus dem Finale der Symphonie No 9 ‘Gothique’ von Charles-Marie WIDOR über das Thema ‘Puer natus est’.
Marie-Andrée Morisset-Balier an der Aristide Cavaillé-Coll-Orgel in St.Ouen, Rouen.
Stefano Barberino spielt das Finale aus der Symphonie Nummer 4 von Charles-Marie WIDOR auf der Forbenius Orgel von 1927 in der Kathedrale von Aarhus.
Die schönste Vertonung des Kyrie, die ich kenne:
Chor der Kathedrale Saint-Louis de Versailles, Leitung: Amaury Sartorius. Große Orgel Jean-Pierre Millioud. Chororgel: Daniel Martin.
Fast jeden Tag führt die Suchbegriffkombination “Widor schwul” oder “Widor homosexuell” Besucher auf diesen Blog. Auch die bei google eingegebene Frage “War Charles-Marie WIDOR schwul?” führt immer wieder Menschen hierher. Die Antwort auf diese Frage kennt google nicht.
Ian Tracey an der Großen Orgel von Henry Willis & Sons der Liverpool Cathedral.
Wir hören ‘ Tu es Petra’ aus den Esquisses byzantines von Henri Mulet.
Zur 100 Jahr Feier des Berliner Doms hat im Jahr 2005 ein Orgelkonzert mit Lichtinstallation stattgefunden. Als Zugabe wurde damals von Thierry Mechler der Finalsatz aus der Orgelsymphonie Nummer 5 (Toccata. Allegro) von Charles-Marie WIDOR gespielt.
Kaufen kann man sie allerdings nicht, wohl aber anhören.
Die Orgel wurde 1904 erbaut von Harris/Los Angeles Art Organ Company für die Kansas City Convention Hall, wo sie jedoch nie aufgestellt werden sollte. Statt dessen wurde sie in St. Louis auf der Louisiana Purchase Exposition als Ausstellungsstück präsentiert. Bereits damals war sie mit 140 Registern und 10.000 Pfeifen die größte Orgel der Welt.
Wer kennt nicht den berühmten Glockenschlag aus dem St Stephen’s Tower in Westminster, die Westminster Chimes? Diese aus vier Tönen bestehende Melodie geht der Legende nach auf vier Töne aus dem 5. und 6. Takt der Arie “I know that my redeemer liveth” aus dem Messiah von Georg Friedirch Händel zurück. Auch Louis Vierne, seinerzeit Organist an der Großen Cavaillé-Coll-Orgel von Notre Dame/Paris kannte die Chimes und schrieb eines seiner berühmtesten Werke über diese Tonfolge (hier vorzüglich von Philippe Delacour an der Stahlhut-Orgel von Sankt Martin/Düdelingen gespielt) . Aber kannte Vierne die Westminster Chimes wirklich?
Der Glockenschlag variiert wie folgt:
Nach dem ersten Viertel erklingt die Tonfolge 1.
Nach dem zweiten Viertel die Tonfolgen 2 und 3.
Nach dem dritten Viertel die Tonfolgen 4, 5 und 1.
Nach dem vierten Viertel die Tonfolgen 2, 3, 4 und 5.
Die Glocken des St Stephen’s Tower sind übrigens in E-Dur gestimmt.
Wer nun bei Vierne genau zuhört, wird merken, dass Vierne in der zweiten Sequenz die Tonfolge verwechselt hat. Es heißt, dass Vierne’s Freund Henry Willis, ein Londoner Orgelbauer, der Vierne dieses Thema im Rahmen eines Improvisationskonzerts aufgegeben hat, so aufgeregt war, dass er Vierne die Tonfolge auf der Orgel falsch vorgespielt hat (nach verschiedenen Quellen soll er es Vierne vorgesummt haben). Vierne selber hatte zum Zeitpunkt dieser Improvisation den Glockenschlag noch nicht live gehört und hat den ‘Fehler’ in seine spätere Komposition (in D-Dur, 9/8-Takt [sic!]) übernommen.
Eine der besten Orgeln, wenn nicht sogar die beste Orgel auf unserem Planeten: Die Große Orgel von Aristide Cavaillé-Coll in der Pariser Kirche Saint Sulpice. Die Orgel geht auf ein Instrument aus dem Jahr 1781 von Francois-Henri Cliqout zurück. Unter Verwendung eines großen Teils des alten Pfeifenwerks baute Cavaillé-Coll im Jahre 1862 sein größtes Opus: Eine Orgel mit 100 Registern auf fünf Werken. 1934 machte die Kirchengemeine Widor zwei weitere Register (eingebaut von Mutin) zum Geschenk. Seitdem ist diese Orgel nahezu unverändert ‘im Dienst’.
Die Kirche hat eine bemerkenswerte Organistentradition. Charles-Marie Widor war 64 Jahre lang Organist an der großen Cavaillé-Coll-Orgel, ohne jemals offiziell ernannt worden zu sein, Marcel Dupré folgte ihm für 38 Jahre und der gegenwärtige Organist, Daniel Roth, ist seit nunmehr 23 Jahren im Amt.
Daniel Roth, titulaire du Grand-Orgue, erklärt ’seine’ Orgel:
Hier sehen und hören wir einen Organisten auf seiner Orgel spielen:
„Als Theologe kann ich gut und gerne auf jedwede Musik in der Liturgie verzichten, da diese die Worte nur verzerren und entstellen. Demnach haben auch Kirchenmusiker in der Kirche der heutigen Zeit keine Daseinsberechtigung mehr und somit sind auch alle Musikinstrumente in der Kirche überflüssig und daher entbehrlich.”[1]
Der Mann irrt. Er verkennt die fatale vernebelnde Wirkung von Glockengeläut, Orgelmusik und Weihrauch. Würden die Menschen auf die Worte hören, die in den Kirchen gesprochen werden, wären die Kirchen schon längst leer. Die Menschen müssen in einen spirituellen (Rausch-)Zustand versetzt werden, damit sie die Worte nicht richtig deuten. Und dabei spielen die Organisten eine wichtige Rolle.
Hierzulande gibt es in fast jeder katholischen oder evangelischen Kirche (noch) eine Pfeifenorgel. Mal in guter, mal in schlechter Qualität ausgeführt. Mal gut erhalten, mal ziemlich heruntergekommen. Bedient werdend die Instrumente durch Organisten oder Organistinnen. Auch diese mal von guter, mal von schlechter Qualität, und manchmal so unfähig, dass dem Zuhörer klar wird, was der Ausdruck ‘die Orgel schlagen’ bedeutet.
dass ich nicht eher mein dich nannte,
du höchstes Gut, du wahre Ruh;
es ist mir leid, ich bin betrübt,
dass ich so spät geliebt.

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Die Propsteigemeinde Sankt Urbanus ist die mitgliederstärkste römisch-katholische Kirchengemeinde in Deutschland. Mit rund 41000 Pfarrangehörigen ist sie zahlenmäßig größer als zum Beispiel das Bistum Görlitz oder das Erzbistum Vaduz.
Der Buerer Siegelstreit ließ im vergangenen Jahr die alten Wunden der vor mehr als achtzig Jahren nach Gelsenkirchen eingemeindeten Bueraner wieder aufbrechen.Â
In der Hauptkirche Sankt Urbanus steht eine der klangschönsten Orgeln, die ich kenne. Gustav K Ommer schreibt über diese Orgel:
So eigenwillig wie schlicht das strenge quadratische Gehäuse wirkt, läßt es die Größe und Vielseitigkeit der Orgel kaum vermuten. Der klaren, ja kühlen Gliederung steht jedoch ein sehr differenziertes, mit vielen Farbnuancen und Klangfacetten ausgestattetes Werk gegenüber.
Jedes Jahr am letzten Montag im November findet in Bern der Zibelemärit (Zwiebelmarkt) statt. In der Heiliggeistkirche hat der Organist Jürg Brunner vor ein paar Jahren die wunderbare Tradition der “Zibele-Sounds” begründet. Dahinter verbirgt sich eine Konzertreihe, die jedes Jahr den Zibelemärit mit einem Orgelkonzert bereichert. Die Programmgestaltung ist ebenso außergewöhnlich wie (für Orgelmusiker) exotisch. In diesem Jahr (26. November) standen unter anderem auf dem Programm:
Triumphmarsch aus Aida (Verdi)
Eine kleine Nachtmusik (Mozart)
Der Schwan (Saint-Saëns)
The James Bond Theme (Norman) Den Rest des Beitrags lesen »