Surrexit a Mortuis

26/06/2009

Charles-Marie WIDOR: Surrexit a Mortuis


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Die Orgel muss sprechen wie ein Philosoph

25/06/2009

Hin und wieder werde ich gefragt, wie sich meine Begeisterung für die Orgelmusik und das Orgelspielen mit meiner, vorsichtig formuliert, fragenden Einstellung gegenüber allem Christlichen verträgt, stehen doch die meisten Pfeifenorgeln in christlichen Kirchen und werden meistens im Rahmen von christlichen Kultveranstaltungen eingesetzt. Den Rest des Beitrags lesen »


Der private Händel

14/04/2009

Ich wundere mich manchmal sehr über die Biografen großer Musiker. Nun, da sich Georg Friedrich Händels Todestag zum 250. mal jährt, rückt er ins Zentrum des Interesses. Deutschlandradio liefert einen Überblick über aktuelle Händelbiografien. Darin heißt es:

Weil die Quellenlage, nicht was die öffentliche Figur angeht, wohl aber das Persönliche, womöglich Intime, so überraschend dünn ist, fühlten sich Händelbiografen immer schon zum freimütigen Auspinseln jener Leerstellen eingeladen, an denen man dann den wahren, den eigentlichen Mann Händel zu erkennen meint.

“Dass Händels Privatleben geheimnisvoll, hinter einer Mauer des Schweigens versteckt ist, zeigt, wie schwierig, bedroht, einsam und leidvoll er es empfand”,

so wieder Messmer, der auch weiß, warum das so war: Der Meister war schwul.

Geheimnisvoll? Mauer des Schweigens? Versteckt? Den Rest des Beitrags lesen »


Le monde dans l’attente du Sauveur

10/04/2009

Marcel Dupré (1886-1971), Symphonie-Passion op. 23 n.1 (1924).

1. Satz

Daniel Roth, organiste titulaire du Grand Orgue Cavaillé-Coll d’Eglise de Saint-Sulpice à Paris aux Grande Orgue Aristide Cavaillé-Coll d’Eglise Saint-Sulpice à Paris:

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“Semitransparente Outfits, die man eher auf einer Schwulen-Parade oder einer halbseidenen Strandbar vermuten würde”

20/02/2009

Cameron Carpenter, nach Charles-Marie WIDOR’s Terminologie ist er der Wildling eines Organisten, in einem Kommentar wurde es schon erwähnt, macht in diesem Jahr eine Europa-Tournee, naja, eher ein Tourneechen, um ein wenig für sein Debüt-Album zu werben.

Auf der Homepage von Cameron Carpenter werden die Termine zum Teil widersprüchlich angegeben. Hier das, was mir halbwegs gesichert erscheint:

26.06.2009 (20 Uhr): Cathédrale de Lausanne, Lausanne, Schweiz

28.06.2009: St. Johann, Saarbrücken, Deutschland

07.2009: Mönchengladbach, Deutschland

12.07.2009 (16.30 Uhr): Wallfahrtsbasilika, Kevelaer, Deutschland

14.07.2009: Sankt Vinzenz, Menden, Deutschland

16.07.2009: Notre-Dame des Neiges Alpe d’Huez, Frankreich

Die Orgelwelt ist natürlich bereits in heller Aufregung und die kirchliche wird es bald sein, wenn den Kirchenoberen klar wird, wen sie da in ihren Kirchen hören werden. Den Rest des Beitrags lesen »


Charles-Marie WIDOR – Finale aus der Symphonie No 8

05/02/2009

George Cunningham ist in einer historischen Aufnahme an der Orgel des Londoner AllyPally zu hören.


Charles-Marie WIDOR – Symphonie No 6 (g-moll), 1. Satz (Allegro)

04/02/2009

Daniel Roth an der Cavaillé-Coll-Orgel von Saint Sulpice, Paris.

Genial!


Vater Abrahams Geniestreich

17/01/2009

Nein, es gibt nicht nur Charles-Marie WIDOR.

Hören wir doch einmal, wie Raúl Prieto Ramíres in kaum zu überbietender Brillianz an der Orgel der Mataró Basílica (Barcelona) den Schlußsatz aus Alexandre GUILMANT’s Sonate  nº1 pour grand orgue Op.42 (1874) spielt:

Und was es mit Vater Abraham auf sich hat, steht dort: Den Rest des Beitrags lesen »


Charles-Marie WIDOR – Symphonie No 6, Finale

31/12/2008

Ignace Michiels spielt Charles Marie WIDOR’s (1844-1937) Finale aus der Symphonie Nummer 6 für Orgel, op 42.

Klais Orgel von 1937 in der Kathedrale von Brügge.


Charles-Marie WIDOR: Symphonie No 9 ‘Gothique’

25/12/2008

Aus dem Finale der Symphonie No 9 ‘Gothique’ von Charles-Marie WIDOR über das Thema ‘Puer natus est’.

Marie-Andrée Morisset-Balier an der Aristide Cavaillé-Coll-Orgel in St.Ouen, Rouen.


Charles-Marie WIDOR – Finale Symphonie No 4

20/12/2008

Stefano Barberino spielt das Finale aus der Symphonie Nummer 4 von Charles-Marie WIDOR auf der Forbenius Orgel von 1927 in der Kathedrale von Aarhus.


Charles-Marie WIDOR: Fis-moll-Messe für 2 Chöre und 2 Orgeln

29/11/2008

Die schönste Vertonung des Kyrie, die ich kenne:

Chor der Kathedrale Saint-Louis de Versailles, Leitung: Amaury Sartorius. Große Orgel Jean-Pierre Millioud. Chororgel: Daniel Martin. Den Rest des Beitrags lesen »


War Charles-Marie WIDOR schwul?

27/11/2008

Fast jeden Tag führt die Suchbegriffkombination “Widor schwul” oder “Widor homosexuell” Besucher auf diesen Blog. Auch die bei google eingegebene Frage “War Charles-Marie WIDOR schwul?” führt immer wieder Menschen hierher. Die Antwort auf diese Frage kennt google nicht. Den Rest des Beitrags lesen »


Tu es Petra

23/10/2008

Ian Tracey an der Großen Orgel von Henry Willis & Sons der Liverpool Cathedral.

Wir hören ‘ Tu es Petra’ aus den Esquisses byzantines von Henri Mulet. Den Rest des Beitrags lesen »


Lichtinstallation in der evangelischen Oberpfarrkirche Berlin zu WIDOR’s Toccata (Allegro)

19/10/2008

Zur 100 Jahr Feier des Berliner Doms hat im Jahr 2005 ein Orgelkonzert mit Lichtinstallation stattgefunden. Als Zugabe wurde damals von Thierry Mechler der Finalsatz aus der Orgelsymphonie Nummer 5 (Toccata. Allegro) von Charles-Marie WIDOR gespielt.

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Die größte Orgel der Welt … befindet sich in einem Kaufhaus!

18/10/2008

Kaufen kann man sie allerdings nicht, wohl aber anhören.

Die Orgel wurde 1904 erbaut von Harris/Los Angeles Art Organ Company für die Kansas City Convention Hall, wo sie jedoch nie aufgestellt werden sollte. Statt dessen wurde sie in St. Louis auf der Louisiana Purchase Exposition als Ausstellungsstück präsentiert. Bereits damals war sie mit 140 Registern und 10.000 Pfeifen die größte Orgel der Welt. Den Rest des Beitrags lesen »


Fis E D A

03/08/2008

Wer kennt nicht den berühmten Glockenschlag aus dem St Stephen’s Tower in Westminster, die Westminster Chimes? Diese aus vier Tönen bestehende Melodie geht der Legende nach auf vier Töne aus dem 5. und 6. Takt der Arie “I know that my redeemer liveth” aus dem Messiah von Georg Friedirch Händel zurück. Auch Louis Vierne, seinerzeit Organist an der Großen Cavaillé-Coll-Orgel von Notre Dame/Paris kannte die Chimes und schrieb eines seiner berühmtesten Werke  über diese Tonfolge (hier vorzüglich von Philippe Delacour an der Stahlhut-Orgel von Sankt Martin/Düdelingen gespielt) . Aber kannte Vierne die Westminster Chimes wirklich?

Der Glockenschlag variiert wie folgt:

  1. E, D, C, G
  2. C, E, D, G
  3. C, D, E, C
  4. E, C, D, G
  5. G, D, E, C

Nach dem ersten Viertel erklingt die Tonfolge 1.

Nach dem zweiten Viertel die Tonfolgen 2 und 3.

Nach dem dritten Viertel die Tonfolgen 4, 5 und 1.

Nach dem vierten Viertel die Tonfolgen 2, 3, 4 und 5.

Die Glocken des St Stephen’s Tower sind übrigens in E-Dur gestimmt.

Wer nun bei Vierne genau zuhört, wird merken, dass Vierne in der zweiten Sequenz die Tonfolge verwechselt hat. Es heißt, dass Vierne’s Freund Henry Willis, ein Londoner Orgelbauer, der Vierne dieses Thema im Rahmen eines Improvisationskonzerts aufgegeben hat, so aufgeregt war, dass er Vierne die Tonfolge auf der Orgel falsch vorgespielt hat (nach verschiedenen Quellen soll er es Vierne vorgesummt haben). Vierne selber hatte zum Zeitpunkt dieser Improvisation den Glockenschlag noch nicht live gehört und hat den ‘Fehler’ in seine spätere Komposition (in D-Dur, 9/8-Takt [sic!]) übernommen.


Le Grand Orgue Aristide Cavaillé-Coll de Saint-Sulpice de Paris

30/06/2008

Eine der besten Orgeln, wenn nicht sogar die beste Orgel auf unserem Planeten: Die Große Orgel von Aristide Cavaillé-Coll in der Pariser Kirche Saint Sulpice. Die Orgel geht auf ein Instrument aus dem Jahr 1781 von Francois-Henri Cliqout zurück. Unter Verwendung eines großen Teils des alten Pfeifenwerks baute Cavaillé-Coll im Jahre 1862 sein größtes Opus: Eine Orgel mit 100 Registern auf fünf Werken. 1934 machte die Kirchengemeine Widor zwei weitere Register (eingebaut von Mutin) zum Geschenk. Seitdem ist diese Orgel nahezu unverändert ‘im Dienst’.

Die Kirche hat eine bemerkenswerte Organistentradition. Charles-Marie Widor war 64 Jahre lang Organist an der großen Cavaillé-Coll-Orgel, ohne jemals offiziell ernannt worden zu sein, Marcel Dupré folgte ihm für 38 Jahre und der gegenwärtige Organist, Daniel Roth, ist seit nunmehr 23 Jahren im Amt.

Daniel Roth,  titulaire du Grand-Orgue, erklärt ’seine’ Orgel: Den Rest des Beitrags lesen »


Eine Nacht mit der Königin

08/06/2008

Eine Orgel kann man spielen … oder vergewaltigen

13/05/2008

Hier sehen und hören wir einen Organisten auf seiner Orgel spielen: Den Rest des Beitrags lesen »


Die Macht des Organisten

07/04/2008

„Als Theologe kann ich gut und gerne auf jedwede Musik in der Liturgie verzichten, da diese die Worte nur verzerren und entstellen. Demnach haben auch Kirchenmusiker in der Kirche der heutigen Zeit keine Daseinsberechtigung mehr und somit sind auch alle Musikinstrumente in der Kirche überflüssig und daher entbehrlich.”[1]

Der Mann irrt. Er verkennt die fatale vernebelnde Wirkung von Glockengeläut, Orgelmusik und Weihrauch. Würden die Menschen auf die Worte hören, die in den Kirchen gesprochen werden, wären die Kirchen schon längst leer. Die Menschen müssen in einen spirituellen (Rausch-)Zustand versetzt werden, damit sie die Worte nicht richtig deuten. Und dabei spielen die Organisten eine wichtige Rolle.

Hierzulande gibt es in fast jeder katholischen oder evangelischen Kirche (noch) eine Pfeifenorgel. Mal in guter, mal in schlechter Qualität ausgeführt. Mal gut erhalten, mal ziemlich heruntergekommen. Bedient werdend die Instrumente durch Organisten oder Organistinnen. Auch diese mal von guter, mal von schlechter Qualität, und manchmal so unfähig, dass dem Zuhörer klar wird, was der Ausdruck ‘die Orgel schlagen’ bedeutet. Den Rest des Beitrags lesen »


Ach, dass ich dich so spät erkannte, du hochgelobte Schönheit du,

27/03/2008

dass ich nicht eher mein dich nannte,

du höchstes Gut, du wahre Ruh;

es ist mir leid, ich bin betrübt,

dass ich so spät geliebt. Den Rest des Beitrags lesen »


Die große Orgel von Franz Breil aus Dorsten in der Sankt Urbanus Propsteikirche zu Gelsenkirchen-Buer

19/01/2008

breil

 

 

Die Propsteigemeinde Sankt Urbanus ist die mitgliederstärkste römisch-katholische Kirchengemeinde in Deutschland. Mit rund 41000 Pfarrangehörigen ist sie zahlenmäßig größer als zum Beispiel das Bistum Görlitz oder das Erzbistum Vaduz.

Der Buerer Siegelstreit ließ im vergangenen Jahr die alten Wunden der vor mehr als achtzig Jahren nach Gelsenkirchen eingemeindeten Bueraner wieder aufbrechen. 

In der Hauptkirche Sankt Urbanus steht eine der klangschönsten Orgeln, die ich kenne. Gustav K Ommer schreibt über diese Orgel:

So eigenwillig wie schlicht das strenge quadratische Gehäuse wirkt, läßt es die Größe und Vielseitigkeit der Orgel kaum vermuten. Der klaren, ja kühlen Gliederung steht jedoch ein sehr differenziertes, mit vielen Farbnuancen und Klangfacetten ausgestattetes Werk gegenüber. Den Rest des Beitrags lesen »


James Bond auf dem Zibelemärit

28/11/2007

Jedes Jahr am letzten Montag im November findet in Bern der Zibelemärit (Zwiebelmarkt) statt. In der Heiliggeistkirche hat der Organist Jürg Brunner vor ein paar Jahren die wunderbare Tradition der “Zibele-Sounds” begründet. Dahinter verbirgt sich eine Konzertreihe, die jedes Jahr den Zibelemärit mit einem Orgelkonzert bereichert. Die Programmgestaltung ist ebenso außergewöhnlich wie (für Orgelmusiker) exotisch. In diesem Jahr (26. November) standen unter anderem auf dem Programm:

Triumphmarsch aus Aida (Verdi)
Eine kleine Nachtmusik (Mozart)
Der Schwan (Saint-Saëns)
The James Bond Theme (Norman) Den Rest des Beitrags lesen »