Weißt Du, was Du tust?

01/01/2009

Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück.

Neue Chancen, neues Risiko!

Ich hoffe, Ihr wisst, was Ihr tut. Wenn nicht, hat dieser nette Kerl

ein paar Info’s für Euch. Einfach an der richtigen Stelle anklicken!


Von Unterschichtenschwulen, AIDS und Sex im Intermediärbereich

31/12/2008

Die Forschungsgruppe Public Health bei dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) hat ihren Gesamtbericht zur im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführten 8. Wiederholungsbefragung “Schwule Männer und AIDS” veröffentlicht.

Bereits vor über einem Jahr hat das WZB einen Kurzbericht über die Befragung vorgelegt, den ich mit kritischen Anmerkungen zur Kenntnis genommen habe. Nach Studium des Gesamtberichts verstärken sich meine Bedenken ob dieses Forschungsansatzes und seiner Umsetzung1.

Der Gesamtbericht trägt den vollmundigen Titel “Wie leben schwule Männer heute?”. Eine Antwort finde ich mitnichten in diesem Bericht. Es geht im Großen und Ganzen um Sex und STIs. Schwules Leben außerhalb von Betten, Darkrooms, Saunen und Arztpraxen wird nur ansatzweise beleuchtet.

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„Komm lass Dich umarmen!”

21/12/2008

Lesetipp:

“Verbrüderung der Sterblichen” auf Termabox.


Das heterokopulative Syndrom: Ein einziger Penis-Vagina-Kontakt genügt!

14/12/2008

Vor kurzem erzählten mir ein paar Freunde (alle schwul, keine Frage), dass sie alle schon Sex mit Frauen hatten. Früher, irgendwann einmal, versteht sich.

Ich mache mir Sorgen. Jungs, lasst die Finger (und Schwänze) davon, das ist gefährlich!

Einer meiner Leser, diese Sorgen ahnend, machte mich auf eine Veröffentlichung im International Journal of Epidemiology (Oxford University) aufmerksam. In einem Ausatz mit dem Titel “Heterocopulative Syndrome: Clinico-Pathologic Correlation of 260 Cases” heißt da zum Beispiel:

The hazards of heterosexual behaviour have been well documented. They include, but are not limited to, unplanned pregnancies, penile and cervical cancer, vaginitis, a host of sexually transmitted diseases (some of them incurable or deadly), a disproportionate propensity to engage in child molestation, global overpopulation, socially oppressive gender roles, and more. A recurring pattern of these health disorders resulting from the union of the penis and vagina has been named heterocopulative syndrome. These people could pose a serious public health threat if such practices continue unchecked and may be especially dangerous if employed as food handlers.

Und weiter:

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Prävention durch Stigmatisierung

14/12/2008

Machmal, so scheint es, wird in der Diskussion über HIV und AIDS die Stigmatisierung von HIVpostiven Menschen als geeignetes Mittel der Prävention gesehen.

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Schwarzer Humor?

05/12/2008

Nein, es ist kein Humor, weder schwarzer noch weißer, sondern eine mehrfache Verumglimpfung und Entgleisung, die sich Exit da geleistet hat. Blogger Takatukaland schreibt sehr zu recht:

Mir fällt es sehr schwer das noch als eine unüberlegte, unreflektierte oder dumme Handlung abzutun.

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Attraktivität & Safer Sex

05/12/2008

Kanadische Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang zwischen der körperlichen Attraktivität eines Mannes und dessen Safer-Sex-Verhalten herausgefunden haben:

Gay men who are not considered sexually desirable are more likely to engage in risky sexual behavior, Canadians researchers have found.

Adam Isaiah Green interviewed dozens of gay men in Toronto to determine what qualities made some men more sexually desirable than others, and what the consequences of being undesirable might be on mental and physical health.

“I found that young, white, middle-class men are considered much more sexually desirable than men who are racial minorities, over 40 and poor,” Green said in a statement.

It also highlighted cases whereby undesirable gay men will forgo safe-sex discussion and, in some cases, condom use, in the context of sex with a more attractive partner.

Üblicherweise würde ich nun ein paar Bemerkungen zum Studiendesign machen (”dozens of gay men”), aber geschenkt. Denn: Im wesentlichen entsprechen die in Toronto verkündeten Erkenntnisse meinen Beobachtungen. Ob die Kategorisierung “young, white, middle-class” hier ebenso gültig ist, mag dahingestellt bleiben.

Tatsächlich habe ich den Eindruck (virtuell und im wirklichen Leben), dass Männer, die ich für sexuell unattraktiv halte, eher (!) zu ‘unsafem Sex’ (ich lasse den Begriff jetzt einmal so unbestimmt stehen) bereit sind und sich eher in möglicherweise gefährliche Situationen (abseits von STIs) bringen, als Männer, die ich attraktiv finde.

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Bundeswertpapiere als Anlageempfehlung für HIVpositive Menschen!?

03/12/2008

NWZ Online brachte vorgestern ein zum Welt AIDS Tag wohl unvermeidliches Interview mit der Frau Bundesgesundheitsministerin (vermutlich von dpa übernommen).

Auf die Frage:

Verbände weisen auf einen höheren Versorgungsbedarf der älteren HIV-Infizierten hin. Wie kann der Staat hier stärker helfen?

fand es die Redaktion von NWZ Online angemessen,  durch eine Werbeeinblendung auf die staatlichen Angebote zur Selbstveranwortung und Selbstvorsorge HIVpositiver Menschen hinzuweisen:

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Mein Leben mit HIV

23/11/2008

HIV begleitet mich nun schon seit mehr als zwanzig Jahren. Angefangen hat alles, als ich etwa ab der Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts der Enge der elterlichen Wohnung immer häufiger entfloh und meine ‘Beutezüge’ weit über meine Heimatstadt ausdehnte. HIV war damals kein Begriff. Wenn, dann sprachen die Leute von AIDS oder, drastisch, von der Schwulenseuche. Viel wusste ich nicht darüber, ich kannte auch keinen an AIDS erkrankten Menschen. Außerdem war ich der Meinung, dass mich das alles ohnehin nicht betraf, weil … Tja, keine Ahnung - ich habe es einfach verdrängt. Ich wollte die geilen sexuellen Aspekte meines Schwulseins, die ich gerade entdeckte, nicht durch AIDS, durch Krankheit und Tod eintrüben lassen. Und doch, die ein oder andere Schreckensmeldung und das ein oder andere Bild AIDS-kranker Menschen, hatten Spuren hinterlassen. Eher im Unterbewusstsein; da war manchmal ein ungutes Gefühl: Du kennst den doch gar nicht, wer weiß ob der nicht vielleicht, … nein besser nicht. 1980iger Jahre:

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“Männer steckten Opfer absichtlich mit Aids an”

17/11/2008

Stop! Nicht aufregen, noch nicht! Den Posttitel habe ich eins zu eins übernommen aus der Überschrift eines Artikels auf Welt Online. Mir ist durchaus klar, dass man sich nicht mit AIDS anstecken kann. Anscheinend fehlen aber so manchem Journalisten und Redakteur diese Grundkenntnisse, denn auch Die Zeit und Der Tagespiegel hatten zeitweise ähnliche Überschriften gebildet. Zwischenzeitlich ist dort ‘AIDS’ durch ‘HIV’ ersetzt worden.

Es geht um den folgenden Fall:

Ein Gericht im niederländischen Groningen hat zwei HIV-positive Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie mindestens 14 Schwule Männer [geändert, TGD] vergewaltigt und dann ihr Blut mit einer Spritze den Opfern injiziert haben.

Der 49-jährige Peter M. wurde wegen Vergewaltigung zu neun Jahren, sein Komplize Hans J. zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der 49-jährige Wim M., der beschuldigt wurde, die Kontakte zwischen den Tätern und den Opfern per Internet hergestellt zu haben und in dessen Haus die Taten begangen wurden, erhielt keine Haftstrafe [Queer.de irrt. Der Mann wurde zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt, aber auf freien Fuß gesetzt, weil die Dauer der Untersuchungshaft bereits die Dauer der angeordneten Gefängnisstrafe überschreitet, TGD]. Die Staatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, das Urteil anfechten zu wollen. Sie hält es für zu milde.

Der Fall hatte im vergangenen Jahr für Bestürzung in den Niederlanden gesorgt (queer.de berichtete). Die Verurteilten sollen die Opfer zu einer Sexparty eingeladen, dann mit der Partydroge “Liquid Ecstasy” betäubt und anschließend ihre Taten begangen haben.

Es verwundert nicht, dass die Welt Online schon im Mai 2007, als die jetzt verhandelten Vorgänge bekannt wurden, desorientiert war und blutrünstig schrieb:

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Von Virenzählern und Dildos

05/11/2008

Ondamaris berichtet in einem Post von einer in Bochum geplanten Studie, die Licht ins Dunkel des Rektums bringen soll. Es geht um die HIV-Infektiosität bei Analverkehr. Mit dieser Studie soll das Statement, mit dem die Eidgenössische Kommission für Aidsfragen (EKAF) erklärte, HIVpositive Menschen  mit einer Virenlast unter der Nachweisgrenze seien unter bestimmten Voraussetzungen nicht infektiös, widerlegt werden. Im Internet ist über diese Studie nichts Näheres zu erfahren. Allerdings haben an der Studienkonzeption Beteiligte in den Kommentaren auf ondamaris in auffallend volkstümlicher Sprache für Unklarheit gesorgt.

Die Studienteilnehmer, so ist den Erläuterungen zu entnehmen, sollen sich in einer Vorstudie Dildos in den Popo schieben:

Das Kompetenznetz hat das Votum der Ethik-Komission für die Stimulation mit einem künstliche Penis (Dildo) bekommen.

Außerdem - nur zur Klarstellung - sollen sich die Studienteilnehmer/innen selbst stimulieren - es steh also nicht der behandelnde Arzt im weißen Kittel hinter einem und knall den Dildo rein, bis die Hütte brennt.

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HIV Stigma

03/11/2008

Ein Projekt aus Kanada: Den Rest des Beitrags lesen »


eCard danach

24/10/2008

Die pressetext Nachrichtenagentur berichtet über ein Projekt in den USA:

Einen neuen [seit 2004!, TGD] Online-Service für Menschen, bei denen nach einer Sexbeziehung eine sexuell übertragbare Erkrankung (STD) diagnostiziert wurde, bietet die Nonprofit Organisation inSPOT http://www.inspot.org. Der ehemalige Partner erhält eine anonyme elektronische Postkarte in der zu lesen ist, dass er möglicherweise an einer solchen Erkrankung leidet. Das soll den Betreffenden dazu animieren, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

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Der Kölner Safe Environment Ansatz, oder: Dürfen hinter dem Vorhang das Handtuch und die Hemmungen fallen?

13/10/2008

Mal wird sie lang diskutiert, mal wird sie breit diskutiert, die Frage was Safer Sex ist, wer dafür verantwortlich ist, dass Sex safe ist und ob es Sex, der nicht safe ist, überhaupt geben darf.

In Hamburg rufen die Schwusos nach dem Staat, in Paris schreiten Bürgenwehren zum Kampf gegen gummiloses Ficken und im vergangenen Jahr forderte ein CDU-Bundestagsabgeordneter, HIVpostive Menschen beim Sex strikt von HIVnegativen Menschen zu trennen. Allen gemein ist die Forderung nach einem Verbot von Sex ohne Kondom. Für die Öffentlichkeit, die vornehmlich nur noch auf schrille Töne und grelles Forte reagiert, wird ein Anprangern sogenannter Bareback-Partys zelebriert. Detailinformationen und differenzierte Präventionsbotschaften sind für die Schaumschläger von geringem Interesse, denn sie wollen keine informierte und kritisch fragende Öffentlichkeit, die nur ihre Fernziele gefährden würde.

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„Ich hab HIV, willst du auch?“

26/09/2008

… so übertitelte der Kölner Stadt-Anzeiger gestern einen seiner Artikel in der Druck- und Onlineausgabe. Gut gemeint, das unterstelle ich dem Stadt-Anzeiger ohne weiteres, ist gleichwohl noch lange nicht gut gemacht.

HIV und AIDS können offenbar nicht ohne die Klärung der Schuldfrage erörtert werden. Und so erfahren wir:

Benjamin (31) wurde im Alter von 22 Jahren vergewaltigt und mit HIV angesteckt.

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Wunder Penis

23/09/2008

Nicht Wunderpenis oder Peniswunder, sondern wunder, schmerzhafter Penis, darum geht’s. Heute lernen wir wieder etwas:


Kondomisiertes Gemüse oder nackte Männerärsche?

17/08/2008

Seit Jahren schon nervt mich die Gemüsekampagne der Bundeszentrale für Gemüseaufklärung

und ich habe immer wieder gefragt, wer sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht hat. 

Der Kölner Stadt-Anzeiger weiß es: 

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Der Abhängigkeitsbericht der Deutschen AIDS-Hilfe

17/08/2008

Die Deutsche AIDS-Hilfe e. V. (DAH) ist in den vergangenen Monaten von verschiedenen Bloggern und in Veröffentlichungen regionaler AIDS-Hilfen kritisiert worden. Im Wesentlichen wird ihr vorgehalten, sie habe auf die EKAF-Veröffentlichung (Ansteckungsrisiko unter HAART) vom Januar diesen Jahres nicht rechtzeitig und nicht angemessen reagiert und es wurde der Vorwurf erhoben, die DAH vertrete die Interessen HIVpostiver Menschen nicht in ausreichendem Maße. 

Die DAH schreibt von sich selbst: 

Die DAH soll für ihre Zielgruppen und Mitglieder zur einflussreichsten und wichtigsten Interessenvertretung werden. Innerhalb der Sozial- und Gesundheitsverbände beansprucht die DAH die Kompetenz, für ihre Zielgruppen zu sprechen und zu handeln. Darüber hinaus wird die DAH auch international Verantwortung übernehmen. 

Dieser Monopolanspruch liest sich wie eine Drohung.

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Manifest der Menschen mit HIV und AIDS zum Welt-AIDS-Kongress 2008 in Mexico City

04/08/2008

Schwule Altkleidersammlung

04/08/2008

Hinter dem vielleicht etwas ungewöhnlich anmutenden Titel dieses Posts verbirgt sich folgendes Anliegen:

Ich habe hin und wieder alte Sachen abzugeben, die aber nicht alt im Sinne von unbrauchbar sind, sondern die mir einfach nicht mehr gefallen. Ich habe zum Beispiel in den letzten Monaten ein paar Kilos abgenommen und nun passen mir Anzüge und andere Kleidung nicht mehr. Die Sachen sind tadellos in Ordnung und ich würde sie ohne weiteres noch tragen, wenn sie denn nur passen würden.

Gerade bin ich dabei, meine CD- und Büchersammlung zu verkleinern, und könnte mir vorstellen, dass das ein oder andere für den ein oder anderen von Interesse ist.

Einiges könnte ich bei ebay anbieten (was sich nicht wirklich lohnt), die Kleidung könnte ich in den nächsten Altkleidercontainer von Caritas oder DRK werfen. Allerdings bin ich über diese Lösungen nicht wirklich glücklich.

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HIV/AIDS: Ungeteste Risikostifter!? - Ein Urteil aus der Schweiz.

31/07/2008

Ondamaris hat auf seinem Blog eine Diskussion über ein Urteil des höchsten Gerichts der Schweiz vom 13.06.2008 ‘angezettelt‘:

Das Bundesgericht der Schweiz (das höchste Schweizer Gericht) hat am 13. Juni ein bemerkenswertes Urteil gesprochen: ein Mann soll seine Partnerin fahrlässig mit HIV angesteckt haben. Der Mann wusste nicht von seiner HIV-Infektion - es habe aber konkrete Anzeichen für die eigene Infektion gegeben, so das Bundesgericht, deswegen ‘fahrlässiges Verhalten’.

In einer Bewertung des Urteils hatte ich mich dort wie folgt geäußert:

Vorbehaltlich des genauen Urteilsstudiums ändert sich für HIVpositive Menschen, die um ihren Serostatus wissen, nichts. Wohl aber für alle anderen:

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