Wo bleibt das Geld?

01/01/2009

In den USA gibt es verschiedene, meist evangelikale Vereine, die vorgeben, sich um ‘die Familie’ zu sorgen. Die American Family Association, AFA, zu Beispiel, oder das Family Council of Arkansas.

Kevin Kaatz hat sich auf seinem Blog mit der Frage auseinandergesetzt, wer eigentlich von dieser non-profit Organisation ‘Arkansas Family Council’ profitiert:

Sue, Baby, Sue!


Lucky Boy

29/12/2008

Das Leben ist nicht einfach für Oren Adar, Mickey Ray Smith und ihren Sohn J. C.

Der Arbeitgeber von Mickey Smith wollte für J. C. keinen Versicherungsschutz bezahlen, weil Mickey auf der Geburtsurkunde nicht als Elternteil eingetragen ist.

Als die Drei zusammen eine Flugreise unternehmen wollten, wurden Oren und Mickey einer Kindesentführung verdächtigt. Denn man sieht den Dreien nicht sofort an, eine Familie zu sein. J. C., 3 Jahre alt, hat eine schwarze Hautfarbe, seine beiden Väter Oren und Mickey haben eine weiße Hautfarbe.

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Ratzinger stellt sich gegen die Schöpfung

27/12/2008

Kurz vor Weihnachten, ich erwähnte es bereits, hat der Ex-Hitlerjunge Ratzinger, gegenwärtig als Führer der römischen Katholiken angestellt, einmal mehr deutlich gemacht, wie er sich die Zukunft der Menschheit vorstellt.

Verbal wunderschön verpackt, wie wir es von Ratzinger kennen, inhaltlich aber ganz die alte Nazi-Schule, lässt er wissen

„Sie hat eine Verantwortung für die Schöpfung und sie muss diese Verantwortung auch öffentlich zur Geltung bringen. Und dabei darf sie nicht nur die Umwelt, das Wasser und die Luft, als gemeinsames Gut aller schützen. Die Kirche muss auch den Menschen schützen vor der Selbstzerstörung. Es ist eine im rechten Sinne verstandene Ökologie des Menschen notwenig.“

und meint damit nichts anderes, als dass die Menschheit zu säubern sei von schwulen Menschen, aber auch von anderen, die dem überkommenen Weltbild Ratzingers nicht entsprechen.

Zur Erläuterung fügt die Kirchenpresse hinzu:

Es sei keine altmodische Metaphysik, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau spreche und davon, dass diese Ordnung respektiert werden müsse. Nicht auf die Stimme Gottes hören, die sich in der Sprache der Schöpfung zeige, würde zur Selbstzerstörung des Menschen führen und damit zur Zerstörung von dem Werk, das Gott selber gemacht hat.

Gehen wir im Folgenden einmal von der, zugegeben recht abwegigen Annahme (!!) aus, dass es diesen Schöpfer ‘Gott’ und die von Ratzinger beschworene Schöpfung gäbe. Passen homosexuelle Menschen in diese Schöpfung? Passt Ratzinger in diese Schöpfung?

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Nochmals: Videoüberwachung beim Pinkeln

27/12/2008

Vor über einem Jahr hatte ich über eine homophobe Überwachungsmaßnahme der Polizei in New Brighton, UK, berichtet:

Videoüberwachung beim Pinkeln

Nunmehr hat die dortige Polizei eingeräumt, Fehler gemacht zu haben und gelobt Besserung:

Police admit: We were wrong to spy on gays at urinals


Please Protect Us!

26/12/2008

Päpstlicher Weihnachtsarschtritt für schwule Katholiken

23/12/2008

Alle Jahre wieder erhalten pünktlich zum Fest der Liebe die schwulen Katholiken (gemeint sind die römisch-katholischen) ihre besonderen Weihnachtsgrüße vom Papst:

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Der homosexuelle Betrüger

23/12/2008

Ursula Sinemus, Jahrgang 1940, pensionierte Lehrerin, hat ein Buch geschrieben. Einen Liebesroman. Hauptfigur ist  Johannes, ein 70jähriger Mann. Das ist nichts besonderes, niemand kennt Ursula Sinemus und so würde sich wohl auch niemand für das Buch interessieren. Das erkannte auch Frau Sinemus:

Ihm eine junge Geliebte anzudichten, das war mir zu öde, zu gewöhnlich.

Also machte sie das, was auch RTL in seiner Bauern-Show und Rowling mit ihren Potter-Geschichten machten: Ein Schwuler musste her.

Heliane bereitet den 70. Geburtstag ihres Mannes Johannes vor. Dabei entdeckt sie beim Aufräumen einen Brief, der sich in einer Schreibtisch-Schublade verklemmt hatte, und fällt aus allen Wolken: Ihr Mann betrügt sie. Heliane ist natürlich schockiert, aber das ganze Ausmaß der Katastrophe wird ihr erst beim zweiten Hinschauen klar:

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Diesmal ‘liegt’ er richtig, der Elmar Kraushaar

23/12/2008

in seiner Wahrheit Nr 17 über den homosexuellen Mann in

Der homosexuelle Mann …


Anit-schwule Gewalt in Großbritannien

22/12/2008

Während in Deutschland eine unsägliche Diskussion darüber geführt wird, ob und in welchem Umfang es schwulenfeindliche Gewalt gibt und ob es opportun sei, homophobe Gewalt als solche zu bezeichnen und zu erfassen, legte die für England und Wales zuständige Strafverfolgungsbehörde ‘Crown Prosecution Service’  ihren ersten Jahresbericht über ihre Tätigkeit im Bereich der Verfolgung von Hassverbrechen vor. Ausführlich geht sie darin auch auf homophobic and transphobic hate crimes ein. In britischem Understatement lässt sie durchblicken, dass sie ihre Arbeit für erfolgreich hält. Ihre wesentlichen Mitteilungen:

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We can

21/12/2008

Von “Troy” cartoonist Michael Derry via Good As You


Gebete erhört

20/12/2008

Im Juli hatte ich mich zu einem nicht näher bestimmten Glauben bekannt:

Ich bin bekehrt! Ja, wirklich! Ab sofort glaube ich! Woran? Ist doch egal, an Gott oder sonst irgendeinen Quatsch.

Anlass war das Schicksal der Miss Lillian Ladele (LL). LL ist so eine Art Standesbeamtin (Registrar of Birth, Deaths and Marriages) im Londoner Stadtbezirk Islington (London Borough of Islington). Sie war oft krank und wohl auch recht arbeitsscheu. Als das Parlament in Westminster eine der verschiedengeschlechtlichen Ehe weitgehend angenäherte Verpartnerungsmöglichkeit für verschiedengeschlechtliche Paare geschaffen hat (Civil Partnership), sah LL zusätzliche Arbeit auf sich zukommen, denn die Bezirksvertretung für Islington hatte den Standesbeamten auch die Beurkundungs- und Verwaltungsaufgaben in Zusammenhang mit den Civil Partnerships übertragen. Das passte der LL überhaupt nicht. Ein vernünftiger Grund, sich dieser lästigen Aufgabe zu entledigen, fiel ihr nicht ein, und ständig neue Krankschreibungen waren auf Dauer auch keine Lösung. Also entsann sie sich, dass sie von einem gewissen ‘Gott’ gehört hatte, der etwas gegen Schwulen-Ehen haben soll und teilte ihren entzückten Kollegen mit: “Hallo, ich glaube an Gott. Deshalb mache ich das nicht mit diesen Civil Partnerships. Ihr müsst meine Arbeit mit erledigen”.

Als ihr Arbeitgeber sie daraufhin entließ, zog LL vor das zuständige Arbeitsgericht und bekam recht. Nicht sie habe Schwule diskriminiert, sondern sie sei vielmehr von ihrem Arbeitgeber und ihren Arbeitskollegen diskriminiert und gemobbt worden. Es sei unverständlich, dass der Borough of Islington gegen LL und nicht gegen die (schwulen) Arbeitskollegen von LL vorgegangen sei.

Ich habe daraufhin angefangen zu beten, dass die britische Justiz doch noch zur Vernunft kommt. Und tatsächlich, es hat gewirkt.

Das zuständige Appelationsgericht (Employment Appeal Tribunal - EAT) hält das erstinstanzliche Urteil für konfus (vgl Tz 48 und 69 des EAT-Urteils), zerreißt es förmlich in der Luft und erkennt zu recht für Recht:

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Sex unter der Bettdecke

19/12/2008

Sex unter der Bettdecke finde ich doof. Kuscheln gerne, besonders im Winter. Aber Sex, nee, da sieht man nix und verheddert sich ständig in der Decke, kann sich alles mögliche stoßen und verletzten. Ein neuseeländischer Fernsehzuschauer  ist der gleichen Ansicht:

Ein Fersehsender zeigt zwei Jungs

The episode was transmitted back in April, showing the men kissing and undressing, then getting into bed together. A later scene shows one of them disappearing under the covers, until there’s a ‘thud’ and he reappears with a bloodied nose.

und der Zuschauer, vermutlich einer dieser hilflosen Menschen, die immer gegen ihren Willen gezwungen werden, Männern beim Knutschen zuzuschauen, beschwerte sich sofort bei der zuständigen ‘Fernsehaufsicht’:

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Hey Kölle - do bes e Jeföhl

19/12/2008

Auf der offiziellen Tourismuswebsite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gibt es jetzt spezielle Hinweise für schwule Deutschlandbesucher. Auf das die schwulen Jungs und Männer zahl und insbesondere reich nach Deutschland strömen:

Germany’s gay & lesbian culture is legendary and needs to be experienced first hand to be believed. On the next few pages we would like to give you a taste of Germany: a Germany whose many faces will surprise you; one that combines traditions with the modern, art with culture, partying, gastronomy and shopping in a whole new way.

Es gibt also doch noch ein anderes Deutschland…

The people of Cologne love their city - and you can sense this. Nowhere else are people’s ties to their city as celebrated as they are here. No other metropolis has so many songs written about it, and so many musicians, who sing their anthems with a typical local flavor: “Hey Kölle - do bes e Jeföhl” (”Hey Cologne - you are a feeling”). Cologne also has its own beer - Kölsch a light, top-fermenting beer. The beer-brewing tradition in Cologne dates back to the year 873. Today the “Kölsch-Konvention” manages which beer may be named Kölsch.

Above all Cologne has its own right wing party, called ‘pro Köln’, hat man vergessen zu erwähnen. Das ist aber vielleicht ganz gut so, denn sonst würde womöglich ein ganz spezielles schwules Publikum nach Köln gelockt.

Und weiter:

Cologne is not the German gay and lesbian capital for nothing. Every tenth inhabitant of Cologne claims to be attracted to members of their own sex. The locals are down to earth, sometimes slightly off-hand, communicative, optimistic and tolerant. Cologne’s cosmopolitan attitude allows for an easygoing life in the cathedral city. Women, walking hand in hand or male couples kissing in the street don’t cause a stir.

Gemeint ist offenbar: Mann bekommt gegebenenfalls ein paar auf die Schnauze und das regt niemanden auf.

Es gibt genug Menschen, die alles daran setzen, dass mit dem “easygoing life”, falls es das überhaupt in Köln gibt, bald Schluss ist. Zum Beispiel dieser wahnwitzigen Günter Wallraff:

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Nur ein alter Homosexueller

18/12/2008

Ich habe von diesem - unten zu schildernden - Verbrechen bis heute nichts gehört oder gelesen. Eine gut recherchierende ’schwule Presse’ gibt es in Deutschland nicht und für die überregionalen Mainstream-Medien war der Fall nicht interessant. Die Staatsanwältin erklärt warum:

Ich glaube, aus zwei Gründen. Einmal waren Polizei, Staatsanwaltschaft und Verteidigung still. So hat man es auch vor Gericht leichter, weil niemand etwas aus Zeitungen weiß und nachbetet. Und der zweite Grund ist der, dass das Opfer nicht jung und sexy war, nicht mal prominent, sondern ein alter Homosexueller. Da ist die Aufmerksamkeit nicht so groß, was auch wieder traurig ist.

Die Ortspresse schnüffelte ein wenig im Umfeld und in der Vergangenheit des Opfers,

Einmal, das war im Bierzelt beim Sommerfest im Ort, habe sich Jan S. auch an seinen Nachbarn heranmachen wollen, habe sich hautnah an den ehemaligen Lehrer hingesetzt, habe dessen Knie gestreichelt und ihm ins Ohr gehaucht: „Du hast so schöne Ohren.“ Der heute 67-Jährige blieb gelassen und sagte damals in sehr freundlichem Ton: „Bitte lasse zwischen Deinem und meinem Oberschenkel künftig immer zehn Zentimeter Luftraum. Und mein Ohrläppchen gehört ausschließlich dem weiblichen Geschlecht und da wiederum nur meiner Frau. – Von da an“, so sagt der ehemalige Lehrer vor Gericht, „war die Sache bereinigt und Jan hat nie mehr einen weiteren Versuch unternommen.“

ohne genügend Stoff für einen Skandal zu finden. ‘Der alte Homosexuelle’ war wohl zu anständig. Vielleicht passt es den Medien aber auch nicht, dass nicht ‘der alte Homosexuelle’ als schwer gestörte Lebensform dargestellt werden kann, sondern vielmehr die heterosexuellen Täter in diesem grausamen Verbrechen so gar nicht in das schöne schwäbisch-hessische Familienweltbild passen. Szenen, in denen der spätere Mörder von seiner Großmutter sexuell mißbraucht wurde und seinerseits seine Mutter und Mittäterin vergewaltigte, mag man, die in diesem Post verlinkten Presseartikel belegen es, der hochanständigen Welt nur andeutungsweise und sehr versteckt zumuten.

Jeder kann sich wohl die wochenlange mediale Schlammschlacht ausmalen, die sich abgespielt hätte, wenn das Opfer heterosexuell und die Täter homosexuell gewesen wären.

Ein Lob dem Gericht, das, soweit ersichtlich, es gar nicht erst, wie sonst durchaus nicht unüblich, erwogen hat, strafmildernd zu berücksichtigen, dass das Opfer, weil homosexuell, an seinem Schicksal selbst schuld gewesen sei:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann und seine 49-jährige Mutter den 64 Jahre alten Rentner im April 2008 in Großerlach aus Geldgier zu Tode gequält haben. Sie hatten bei dem Opfer Wertgegenstände und 90 000 Euro Bargeld vermutet. Um den Mann zum Öffnen seiner Tresore zu bewegen, hatten sie ihn über mehrere Stunden schwer misshandelt.

So täuschte der 27-Jährige seinem Opfer, mit dem er eine homosexuelle Beziehung hatte, Zärtlichkeiten vor und schlug ihm dann mehrfach mit einer leeren Weinflasche auf den Kopf. Anschließend schoss er ihm, den Ausführungen des Richters zufolge, fünfmal mit einer Schreckschusspistole ins Gesicht. Dabei wurde das Trommelfell des 64-Jährigen beschädigt. Später übergoss der Mann den Rentner mit Reinigungsmittel und wollte ihn anzünden oder ihm einen Stromschlag versetzen.

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Tierehe

18/12/2008

In den Scheinargumenten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe findet man hin und wieder den Ansatz, dass die Erlaubnis zu gleichgeschlechtlichen Eheschließungen über kurz oder lang die Forderung, auch Ehen zwischen Menschen und Tieren zuzulassen, nach sich ziehen werde. In den Abwehrgefechten zum Beispiel der Evangelikalen und der Mormonen werden auch schon mal Gleichsetzungen zwischen gleichgeschlechtlichen Ehen und Mensch-Tier-Ehen vorgenommen.

Während mir bisher noch kein schwuler Mensch gesagt hat, er wolle seinen Hund oder ein anderes Tier heiraten, hat in Florida ein verschiedengeschlechtliches, ordnungsmäßig verheiratetes Menschenpaar, welches damit das von evangelikaler Seite herumgereichte Idealbild einer Ehe erfüllt, erprobt, wie es ihre ‘Adoptivhunde’ auch in sexueller Hinsicht in das Eheleben einbeziehen kann:

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Diskriminierung: Gegenmaßnahme Schwangerschaft!

17/12/2008

Zunächst war ich etwas erstaunt, als ich auf canada.com las:

Gay teenagers at higher risk for pregnancy: Study

Aha, eine Studie. Wie schön!

The University of British Columbia study looked at adolescent health surveys of 1992, 1998, and 2003, which were random studies of about 70,000 students in Grades 7 through 12 in public schools across the province of B.C.

Bitte kurz innehalten:

70000 Schüler, verteilt auf drei Jahre (1992, 1998 und 2003) macht je Jahr 23333 Befragte, davon geschätzt die Hälfte männlichen Geschlechts, macht 11666, davon sind vielleicht 5 % schwul (oder auch nicht), macht 583. 

So, was hat lead author Elizabeth Saewyc denn nun herausgefunden?

Among boys, the numbers were also higher that same year for gay teenagers, with 9.6 of gay males and 11.6 per cent of bisexual teen boys reporting involvement with a pregnancy, compared with 1.5 per cent of heterosexual young men [Die vH-Sätze beziehen sich offenbar auf das Jahr 2003, TGD].

In absoluten Zahlen:  Im Jahr 2003 haben von den männlichen Studienteilnehmern 56 schwule Jungs Mädels geschwängert und mindestens 167 hetero- und bisexuelle Jungs haben das Gleiche gemacht. Ich frage mich, wer hat das alles so genau nachgehalten und aufgezeichnet?

Die Mär von den schwulen Männern, die nicht zur Arterhaltung beitragen, ist jedenfalls widerlegt.

Nun dachte ich immer, schwule Jungs lassen die Finger von Frauen (jeden Alters), aber Elizabeth Saewyc meldet aus Vancouver:

It is a common misconception that gay boys don’t have sex with girls.

Ok, da habe ich vorschnell von mir auf andere geschlossen.

“We assume that sexual attraction, sexual behaviour and sexual identity are going to be 100 per cent consistent for people. And that’s not the case. Especially not for teenagers,” she said from Vancouver.

Nun gut (oder auch nicht), wenn das aber so ist, woher weiß Lizbeth dann, wie viele “gay males” und “bisexual teen boys” an ihrer Studie teilgenommen haben?

“So they may know who they’re attracted to. They may identify. But they’re not necessarily only going to be having sex with their same gender.”

Aha, und warum hat ein schwuler Junge, der sich zu Jungs und Männern sexuell hingezogen wird, Sex mit Frauen?

Gay and lesbian teens may have sex with members of the opposite sex for a variety of reasons. Some do it to hide, to deflect the abuse that they see inflicted on gay, lesbian and bisexual teens. They call it “camouflage.”

The report suggests that for youth, the stigma of being gay may lead to engaging in heterosexual dating and sex as a form of “camouflage” to avoid being identified as homosexual.

“Those who experience harassment and discrimination may choose pregnancy involvement as a way to deny their orientation, to prevent further enacted stigma,” the report suggests.

Eine interessante Theorie. Die Evangelikalen und Rechtskonservativen werden die Sache natürlich umdrehen und behaupten, die schwulen Jungs seien schuld daran, dass so viele minderjährige  Frauen schwanger werden. Nicht die Diskriminierung schwuler Menschen führe zu unüberlegtem Sexualverhalten, sondern das unüberlegte Sexualverhalten sei zu geißeln und die für die Zeit nach dem Ableben angedrohten Höllenqualen seien den schwulen Menschen möglichst schon zu Lebzeiten zu bereiten. Das widerum sei keine Diskriminierung, sondern Gottes Wille.

Allerdings können tatsächliche oder befürchtete Diskriminierungserfahrungen nicht der alleinige Grund für die heterosexuellen Eskapaden der schwulen Jungs sein, denn

Only 18.4 per cent of gay teenage boys who were involved in getting a woman pregnant said they had experienced discrimination, while 60.4 per cent of those who were not involved in pregnancy said they had not been discriminated against.

Aber auch hierfür hat Lizzy eine Erklärung:

“For some, it may be that they’ve been told that this is abnormal and wrong and they may think: ‘Well, if I just have sex with enough opposite-gender people that will cure me,”‘ Saewyc said.

For some, it’s curiosity - ‘Well, how do I know I’m really gay until I’ve tried and decided no, I really don’t like that?”‘

Und dann noch:

Other explanations for the higher rates of pregnancy may be the higher number of gay and lesbian youth who live on the streets. The study finds that street youth - those who have run away from home, for example - are at higher risk for teen pregnancy, in part because survival sex or sexual exploitation can increase the frequency of sex and make it difficult to negotiate contraception and safer sexual practices.

Schön, dass die Jungs trotzdem artig zur Schule gehen, sich an Studien beteiligen, über ihr Sexualleben Auskunft geben und offenbar Buch über nachweislich reproduktive Sexakte führen.

Elizabeth Saewyc macht zusammen mit ihrem Team zu Recht darauf aufmerksam, dass schwule Jungs nach wie vor auch und gerade in ihrer jeweiligen Altergruppe erhebliche Probleme haben. Verbale und pysische Gewalt sind nicht selten. Ich habe keine Zweifel daran, das manch ein schwuler Junge meint, er könne durch Heterosex diese Diskriminierungen abwenden. Anzutreffen ist dieses Tarnverhalten auch bei erwachsenen Menschen. Dass es dabei zu ungewollten und gewollten Schwangerschaften kommt, zeigt den Erfolg der kirchlich verwirrten Gesellschaft, zeigt den Mißerfolg der aufgeklärten Gesellschaft.

Zweifel habe ich allerdings an dem Zahlenwerk der Studie.

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Quellen:

Discrimination and Abuse Linked to Higher Rates of Pregnancy Among LGB Teens: UBC Study

Gay teenagers at higher risk for pregnancy: Study

Gay, lesbian, bisexual teens at higher pregnancy risk than straight peers


“The knife went into his back up to the hilt. The knife had an eight-inch blade. You did this simply because he was gay.”

17/12/2008

Der Richter im Londoner Strafgericht Old Bailey hatte keinen Zweifel am Tathergang und an den Motiven des Täters:

Judge David Paget said: “You murdered him in a particularly savage way, stabbing him in the back with a carving knife with such force that it completely severed the eighth rib and punctured his right lung.

“The knife went into his back up to the hilt. The knife had an eight-inch blade. You did this simply because he was gay.

“I am satisfied that you took that knife and went into those public lavatories looking for someone you thought was gay to stab.”

He added: “You clearly have an unhealthy interest in knives and very clearly have a hatred of homosexuals.

“You will have to be regarded, therefore, as posing a significant risk of serious harm to members of the public, in particular gay men, in the future,”

Und er ließ auch keinen Zweifel daran, wie er sich die weitere Zukunft des Täters vorstellt:  Mindestens 30 Jahre hinter Gittern!

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Gegenanzeige

16/12/2008

Vor wenigen Tagen habe ich über eine ganzseitige Zeitungsanzeige berichtet, die Mormonen, Evangelikale & Co in der New York Times haben erscheinen lassen. Wayne Besen (Truth wins out) rückt nun mit einer ebenso großen Zeitungsanzeige in der Salt Lake Tribune (Utah) die Dinge zurecht:

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Ungarisches Verfassungsgericht erklärt Lebenspartnerschaftsgesetz für ungültig

16/12/2008

Das ungarische Parlament hatte im vergangenen Jahr ein Lebenspartnerschaftsgesetz beschlossen, das für gleichgeschlechtliche wie verschiedengeschlechtliche Paare gelten sollte. Damit sollte für Lebenspartnerschaften eine ähnlicher Rechtszustand wie für verheiratete verschiedengeschlechtliche Paare geschaffen werden. Ausgenommen wurde das Recht auf einen gemeinsamen Partnerschaftsnamen und das Adoptionsrecht.

Nun hat das ungarische Verfassungsgericht dieses Gesetz für verfassungswidrig erklärt. Mit einer interessanten Begründung:

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Die Schwulen sind an der Krise der Automobilindustrie schuld

15/12/2008

Schwule Menschen sind nach Auffassung so mancher Kleingeister an allem schuld. In dem merkwürdigen Online-Blättchen ‘Right Michigan’ meint Louis Aguilar:

Big 3 Could save over $125 Million by Eliminating Same-Sex Benefits

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Protest und Boykott wegen Harvey-Milk-Film

15/12/2008

milkIn den USA sieht sich die Kinokette Cinemark Legacy mit Protesten und Boykotten konfrontiert, nachdem sie den Film ‘Milk’ ins Programm genommen hat. In diesem Film geht es um den ersten offen schwulen Stadtrat in San Francisco, der nach nur wenigen Monaten Amtszeit ermordet wurde.

Dies wäre Grund genug für eine großangelegte Boykottaktion der Evangelikalen und der sonstigen üblichen Verdächtigen. Doch der Wind weht aus einer anderen Richtung:

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