Von Unterschichtenschwulen, AIDS und Sex im Intermediärbereich

31/12/2008

Die Forschungsgruppe Public Health bei dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) hat ihren Gesamtbericht zur im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführten 8. Wiederholungsbefragung “Schwule Männer und AIDS” veröffentlicht.

Bereits vor über einem Jahr hat das WZB einen Kurzbericht über die Befragung vorgelegt, den ich mit kritischen Anmerkungen zur Kenntnis genommen habe. Nach Studium des Gesamtberichts verstärken sich meine Bedenken ob dieses Forschungsansatzes und seiner Umsetzung1.

Der Gesamtbericht trägt den vollmundigen Titel “Wie leben schwule Männer heute?”. Eine Antwort finde ich mitnichten in diesem Bericht. Es geht im Großen und Ganzen um Sex und STIs. Schwules Leben außerhalb von Betten, Darkrooms, Saunen und Arztpraxen wird nur ansatzweise beleuchtet.

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“Wie bist Du eigentlich schwul geworden?”

30/12/2008

Vor Jahren hat mir mal eine Arbeitskollegin diese Frage gestellt. Die Frage war nicht böse gemeint, zeugte aber von Unwissenheit und den damals wie heute üblichen Fehlvorstellungen. Ich habe mich an diese Begebenheit erinnert, als ich mich mit den Kommentaren zu meinem Post Coming out nach 33 Jahren (verschiedengeschlechtlicher) Ehe beschäftige. René schreibt da zum Beispiel, „Ich halte es für bewundernswert, wenn jemand mit dem Bewusstsein aufwächst, sich nur für Jungs und Männer zu interessieren und dies dann als gegeben hinnimmt und nichts Schlechtes daran empfindet. Derjenige wird nie einen Hehl daraus machen und seine Homosexualität von Anfang an als selbstverständlich betrachten. Ein “Coming out” ist nicht notwendig.”

Aber wie war das denn nun mit dem kleinen Stefan?

Die größte ‘Schwierigkeit’ hatte ich damit, das für mich ganz Selbstverständliche und Natürliche zu kommunizieren. Ich hatte ja als kleiner Junge überhaupt keine Begriffe, um meine Empfindungen auszudrücken.

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Lucky Boy

29/12/2008

Das Leben ist nicht einfach für Oren Adar, Mickey Ray Smith und ihren Sohn J. C.

Der Arbeitgeber von Mickey Smith wollte für J. C. keinen Versicherungsschutz bezahlen, weil Mickey auf der Geburtsurkunde nicht als Elternteil eingetragen ist.

Als die Drei zusammen eine Flugreise unternehmen wollten, wurden Oren und Mickey einer Kindesentführung verdächtigt. Denn man sieht den Dreien nicht sofort an, eine Familie zu sein. J. C., 3 Jahre alt, hat eine schwarze Hautfarbe, seine beiden Väter Oren und Mickey haben eine weiße Hautfarbe.

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Streit in Polen

28/12/2008

Ein Liebesbrief von Pjotr Iljitsch Tschaikowski

26/12/2008

gelesen von Roger Moore. (via queerlog.nl)


Poppadoms

25/12/2008

Anstelle einer Weihnachtsgeschichte: Gay Banker über englische Trinkgewohnheiten, die Bankenkrise, über die Sicht nicht schwuler Männer auf schwule Männer, …

Beers with some straight guys


Stille

24/12/2008

Wir sitzen zusammen auf dem Sofa, vor dem Fernseher. Wenn wir in unserem Wohnzimmer sitzen, sitzen wir zwangsläufig vor dem Fernseher. Warum eigentlich? Warum ist dieser Kasten, an dem nichts real ist, außer seinem Kaufpreis und dem Energieverbrauch, fest in unserem Leben montiert?

Es ist so bequem, sich berieseln zu lassen, die Bilder zu sehen, die man sehen will, und die abzuschalten, die man nicht sehen will.

Heute aber ist das Gerät nicht eingeschaltet. Es würde nur stören.

Wir sind alleine. Nur wir beide. Heute brauchen wir keine virtuelle Scheinwelt um uns herum. Wir brauchen kein sogenanntes Weihnachtsprogramm, das alles andere als weihnachtlich ist. Wir brauchen keinen über den Bildschirm flackernden alten Mann, der uns predigt, was Weihnachten seiner Ansicht nach bedeutet, der Frieden wünscht und erklärt, warum ich und mein Freund den Frieden in der Welt gefährden - ausgerechnet wir beide, die wir still und alleine in unserem Wohnzimmer sitzen. Heute muss er schweigen, der alte Mann. Und viele andere alte Männer mit und ohne weißen Gewändern oder langen Bärten, die manchmal viel älter denken als sie sind, auch. Heute haben sie in unserem Wohnzimmer nichts zu suchen. Heute müssen sie schweigen!

Wir schweigen auch - mein Freund und ich. Die Welt, die müssen wir uns nicht erklären. Wir müssen uns nicht sagen, was wir zu denken und zu glauben haben. Wir glauben an uns, wir denken an uns. Gewiss, wir hätten uns dennoch viel zu sagen - aber nicht heute. Heute ist nicht der Tag für viele Worte. Wir finden andere Wege, um das, was wir uns mitteilen möchten, das, was der andere wissen soll, gerade jetzt in diesem Augenblick wissen soll, ja sogar wissen muss, zum Ausdruck zu bringen.

Manchmal schaden Worte mehr als sie nützen. Allzu oft gehen sie im Alltagslärm, in der Dauerbeschallung, nicht nur in der Vorweihnachtszeit, unter. Ich habe den Eindruck, dass die Menschen immer lauter sprechen, ja sogar schreien, um überhaupt gehört zu werden. Aber werden sie auch verstanden? Haben sie überhaupt noch etwas zu sagen, auf das es sich zu hören lohnt?

Und immer wieder stelle ich fest, dass das, was ich mitteilen möchte, trotz sorgsam zurecht gelegter Worte und mit bedacht gewählter Formulierungen nicht so ankommt, wie ich es möchte; auch und gerade bei den Menschen, von denen ich annahm, dass sie mich verstehen.

Schweigen ist manchmal mehr. Schweigen, aber nicht stumm sein. Es gibt andere Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, als pausenlos Text in Schallwellen umzuwandeln. Gefühle, Zuneigung, Wärme und Nähe lassen sich mit Blicken, mit Berührungen vermitteln.

Liebe. Liebe lässt sich mit Worten beschreiben und beschwören. Aber nicht jetzt, nicht in dieser wunderbaren Stille.

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Diesmal ‘liegt’ er richtig, der Elmar Kraushaar

23/12/2008

in seiner Wahrheit Nr 17 über den homosexuellen Mann in

Der homosexuelle Mann …


Was ist männlich?

22/12/2008

Morgens in der Bahn bleibt es nicht aus, dass ich das ein und andere Gespräch mithöre, denn viele meiner Zeitgenossen meinen, sich irgendwelche elektronischen Bauteile, aus denen unerklärliche Geräusche kommen, tief in die Gehörgänge stecken zu müssen. In Folge dessen fangen sie an zu schreien, um sich ihrem gleich ausgestatteten Gegenüber verständlich zu machen.

Vor ein paar Tagen saßen zwei Männer und zwei Frauen in meiner Nähe. Alle so um 16, 17 Jahre alt. Sie kamen auf das Thema Schwule zu sprechen (besser: zu schreien). Aus den Gesprächsfetzen, die bis zu mir drangen, ergab sich, dass die beiden Jungs der Meinung sind, Schwule seien ”unmännlich”. Eine der Frauen fragte, was denn ”männlich” sei. Ihr wurde erklärt, männlich sei man, wenn

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Hopeless mess

22/12/2008

Nur ein alter Homosexueller

18/12/2008

Ich habe von diesem - unten zu schildernden - Verbrechen bis heute nichts gehört oder gelesen. Eine gut recherchierende ’schwule Presse’ gibt es in Deutschland nicht und für die überregionalen Mainstream-Medien war der Fall nicht interessant. Die Staatsanwältin erklärt warum:

Ich glaube, aus zwei Gründen. Einmal waren Polizei, Staatsanwaltschaft und Verteidigung still. So hat man es auch vor Gericht leichter, weil niemand etwas aus Zeitungen weiß und nachbetet. Und der zweite Grund ist der, dass das Opfer nicht jung und sexy war, nicht mal prominent, sondern ein alter Homosexueller. Da ist die Aufmerksamkeit nicht so groß, was auch wieder traurig ist.

Die Ortspresse schnüffelte ein wenig im Umfeld und in der Vergangenheit des Opfers,

Einmal, das war im Bierzelt beim Sommerfest im Ort, habe sich Jan S. auch an seinen Nachbarn heranmachen wollen, habe sich hautnah an den ehemaligen Lehrer hingesetzt, habe dessen Knie gestreichelt und ihm ins Ohr gehaucht: „Du hast so schöne Ohren.“ Der heute 67-Jährige blieb gelassen und sagte damals in sehr freundlichem Ton: „Bitte lasse zwischen Deinem und meinem Oberschenkel künftig immer zehn Zentimeter Luftraum. Und mein Ohrläppchen gehört ausschließlich dem weiblichen Geschlecht und da wiederum nur meiner Frau. – Von da an“, so sagt der ehemalige Lehrer vor Gericht, „war die Sache bereinigt und Jan hat nie mehr einen weiteren Versuch unternommen.“

ohne genügend Stoff für einen Skandal zu finden. ‘Der alte Homosexuelle’ war wohl zu anständig. Vielleicht passt es den Medien aber auch nicht, dass nicht ‘der alte Homosexuelle’ als schwer gestörte Lebensform dargestellt werden kann, sondern vielmehr die heterosexuellen Täter in diesem grausamen Verbrechen so gar nicht in das schöne schwäbisch-hessische Familienweltbild passen. Szenen, in denen der spätere Mörder von seiner Großmutter sexuell mißbraucht wurde und seinerseits seine Mutter und Mittäterin vergewaltigte, mag man, die in diesem Post verlinkten Presseartikel belegen es, der hochanständigen Welt nur andeutungsweise und sehr versteckt zumuten.

Jeder kann sich wohl die wochenlange mediale Schlammschlacht ausmalen, die sich abgespielt hätte, wenn das Opfer heterosexuell und die Täter homosexuell gewesen wären.

Ein Lob dem Gericht, das, soweit ersichtlich, es gar nicht erst, wie sonst durchaus nicht unüblich, erwogen hat, strafmildernd zu berücksichtigen, dass das Opfer, weil homosexuell, an seinem Schicksal selbst schuld gewesen sei:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann und seine 49-jährige Mutter den 64 Jahre alten Rentner im April 2008 in Großerlach aus Geldgier zu Tode gequält haben. Sie hatten bei dem Opfer Wertgegenstände und 90 000 Euro Bargeld vermutet. Um den Mann zum Öffnen seiner Tresore zu bewegen, hatten sie ihn über mehrere Stunden schwer misshandelt.

So täuschte der 27-Jährige seinem Opfer, mit dem er eine homosexuelle Beziehung hatte, Zärtlichkeiten vor und schlug ihm dann mehrfach mit einer leeren Weinflasche auf den Kopf. Anschließend schoss er ihm, den Ausführungen des Richters zufolge, fünfmal mit einer Schreckschusspistole ins Gesicht. Dabei wurde das Trommelfell des 64-Jährigen beschädigt. Später übergoss der Mann den Rentner mit Reinigungsmittel und wollte ihn anzünden oder ihm einen Stromschlag versetzen.

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Diskriminierung: Gegenmaßnahme Schwangerschaft!

17/12/2008

Zunächst war ich etwas erstaunt, als ich auf canada.com las:

Gay teenagers at higher risk for pregnancy: Study

Aha, eine Studie. Wie schön!

The University of British Columbia study looked at adolescent health surveys of 1992, 1998, and 2003, which were random studies of about 70,000 students in Grades 7 through 12 in public schools across the province of B.C.

Bitte kurz innehalten:

70000 Schüler, verteilt auf drei Jahre (1992, 1998 und 2003) macht je Jahr 23333 Befragte, davon geschätzt die Hälfte männlichen Geschlechts, macht 11666, davon sind vielleicht 5 % schwul (oder auch nicht), macht 583. 

So, was hat lead author Elizabeth Saewyc denn nun herausgefunden?

Among boys, the numbers were also higher that same year for gay teenagers, with 9.6 of gay males and 11.6 per cent of bisexual teen boys reporting involvement with a pregnancy, compared with 1.5 per cent of heterosexual young men [Die vH-Sätze beziehen sich offenbar auf das Jahr 2003, TGD].

In absoluten Zahlen:  Im Jahr 2003 haben von den männlichen Studienteilnehmern 56 schwule Jungs Mädels geschwängert und mindestens 167 hetero- und bisexuelle Jungs haben das Gleiche gemacht. Ich frage mich, wer hat das alles so genau nachgehalten und aufgezeichnet?

Die Mär von den schwulen Männern, die nicht zur Arterhaltung beitragen, ist jedenfalls widerlegt.

Nun dachte ich immer, schwule Jungs lassen die Finger von Frauen (jeden Alters), aber Elizabeth Saewyc meldet aus Vancouver:

It is a common misconception that gay boys don’t have sex with girls.

Ok, da habe ich vorschnell von mir auf andere geschlossen.

“We assume that sexual attraction, sexual behaviour and sexual identity are going to be 100 per cent consistent for people. And that’s not the case. Especially not for teenagers,” she said from Vancouver.

Nun gut (oder auch nicht), wenn das aber so ist, woher weiß Lizbeth dann, wie viele “gay males” und “bisexual teen boys” an ihrer Studie teilgenommen haben?

“So they may know who they’re attracted to. They may identify. But they’re not necessarily only going to be having sex with their same gender.”

Aha, und warum hat ein schwuler Junge, der sich zu Jungs und Männern sexuell hingezogen wird, Sex mit Frauen?

Gay and lesbian teens may have sex with members of the opposite sex for a variety of reasons. Some do it to hide, to deflect the abuse that they see inflicted on gay, lesbian and bisexual teens. They call it “camouflage.”

The report suggests that for youth, the stigma of being gay may lead to engaging in heterosexual dating and sex as a form of “camouflage” to avoid being identified as homosexual.

“Those who experience harassment and discrimination may choose pregnancy involvement as a way to deny their orientation, to prevent further enacted stigma,” the report suggests.

Eine interessante Theorie. Die Evangelikalen und Rechtskonservativen werden die Sache natürlich umdrehen und behaupten, die schwulen Jungs seien schuld daran, dass so viele minderjährige  Frauen schwanger werden. Nicht die Diskriminierung schwuler Menschen führe zu unüberlegtem Sexualverhalten, sondern das unüberlegte Sexualverhalten sei zu geißeln und die für die Zeit nach dem Ableben angedrohten Höllenqualen seien den schwulen Menschen möglichst schon zu Lebzeiten zu bereiten. Das widerum sei keine Diskriminierung, sondern Gottes Wille.

Allerdings können tatsächliche oder befürchtete Diskriminierungserfahrungen nicht der alleinige Grund für die heterosexuellen Eskapaden der schwulen Jungs sein, denn

Only 18.4 per cent of gay teenage boys who were involved in getting a woman pregnant said they had experienced discrimination, while 60.4 per cent of those who were not involved in pregnancy said they had not been discriminated against.

Aber auch hierfür hat Lizzy eine Erklärung:

“For some, it may be that they’ve been told that this is abnormal and wrong and they may think: ‘Well, if I just have sex with enough opposite-gender people that will cure me,”‘ Saewyc said.

For some, it’s curiosity - ‘Well, how do I know I’m really gay until I’ve tried and decided no, I really don’t like that?”‘

Und dann noch:

Other explanations for the higher rates of pregnancy may be the higher number of gay and lesbian youth who live on the streets. The study finds that street youth - those who have run away from home, for example - are at higher risk for teen pregnancy, in part because survival sex or sexual exploitation can increase the frequency of sex and make it difficult to negotiate contraception and safer sexual practices.

Schön, dass die Jungs trotzdem artig zur Schule gehen, sich an Studien beteiligen, über ihr Sexualleben Auskunft geben und offenbar Buch über nachweislich reproduktive Sexakte führen.

Elizabeth Saewyc macht zusammen mit ihrem Team zu Recht darauf aufmerksam, dass schwule Jungs nach wie vor auch und gerade in ihrer jeweiligen Altergruppe erhebliche Probleme haben. Verbale und pysische Gewalt sind nicht selten. Ich habe keine Zweifel daran, das manch ein schwuler Junge meint, er könne durch Heterosex diese Diskriminierungen abwenden. Anzutreffen ist dieses Tarnverhalten auch bei erwachsenen Menschen. Dass es dabei zu ungewollten und gewollten Schwangerschaften kommt, zeigt den Erfolg der kirchlich verwirrten Gesellschaft, zeigt den Mißerfolg der aufgeklärten Gesellschaft.

Zweifel habe ich allerdings an dem Zahlenwerk der Studie.

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Quellen:

Discrimination and Abuse Linked to Higher Rates of Pregnancy Among LGB Teens: UBC Study

Gay teenagers at higher risk for pregnancy: Study

Gay, lesbian, bisexual teens at higher pregnancy risk than straight peers


Protest und Boykott wegen Harvey-Milk-Film

15/12/2008

milkIn den USA sieht sich die Kinokette Cinemark Legacy mit Protesten und Boykotten konfrontiert, nachdem sie den Film ‘Milk’ ins Programm genommen hat. In diesem Film geht es um den ersten offen schwulen Stadtrat in San Francisco, der nach nur wenigen Monaten Amtszeit ermordet wurde.

Dies wäre Grund genug für eine großangelegte Boykottaktion der Evangelikalen und der sonstigen üblichen Verdächtigen. Doch der Wind weht aus einer anderen Richtung:

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Wie kam es zur großen Kölner Schwulenszene?

13/12/2008

Vernünftige Katholiken

13/12/2008

Ach, ich freue mich immer wieder zu lesen, dass es römische Katholiken gibt, die nicht nach der Pfeife ihrer (erz-)bischöflichen Vorturner tanzen. So jetzt in Schottland:

The leader of Scotland’s Roman Catholics has resigned as chairman of an adoption agency because it plans to comply with the law.

Cardinal Keith O’Brien stood down as president of St Andrew’s Children’s Society after it said it will comply with the Sexual Orientation Regulations.

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Brief an Condoleeza

13/12/2008

 

Action Alert - Ask the US to Sign
International Statement on Human Rights

Next week, during the session of the United Nations General Assembly, a joint government statement on human rights, sexual orientation and gender identity will be presented from the podium. It will be the first time that the General Assembly has formally addressed violations based on sexual orientation and gender identity. As of today, 55 countries spanning 4 continents have signed on to the statement and 5 more countries have indicated their willingness to sign on to the statement, which calls for greater attention to human rights violations perpetrated because of a person’s sexual orientation and gender identity.

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Inner-Amerikanisches und Inner-Lesbisches

12/12/2008

Janet Jenkins und Lisa Miller fusionierten im Jahr 2000 im US-Bundesstaat Vermont zu einer civil union nach dortigem Recht. Bald musste ein Kind her. Lisa wurde mit dem Sperma eines unbekanntes Mannes künstlich befruchtet. Nach einem Umzug der Mütter erblickte die so gezeugte Isabella im US-Bundesstaat Virginia im April 2002 das Licht der Welt.

Die beiden Frauen zogen dann samt Bella zurück nach Vermont. Aber schon nach einem Jahr wollte Lisa Miller nicht mehr lesbisch sein. Sie trennte sich von Janet und begab sich unter Mitnahme von Bella wieder nach Virginia. Sie gestattete es ihrer Ex nicht, das Kind zu besuchen.

Der Fall beschäftige die Gerichte. Dabei ist es nicht interessant, dass sich zwei (ex-)lesbische Frauen in die Haare kriegten, sondern das zwei US-Bundesstaaten in den Fall verwickelt sind, deren Gesetzeslage in Bezug auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht unterschiedlicher sein könnte.

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Was sagt uns denn der Guido?

10/12/2008

Das Sternchen hat Guido Westerwelle interviewt. Neben allgemeinem  Blablabla erfahren wir nun endlich, warum sich die FDP zum Beispiel hier in Nordrhein-Westfalen so vehement gegen die Gleichberechtigung schwuler Menschen stemmt:

Im stern-Interview sprach Westerwelle sich explizit dafür aus, jenen Staaten die Entwicklungshilfe zu streichen, die Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelten “oder wo Männer und Frauen hingerichtet werden, nur weil sie homosexuell sind”.

Wohlgemerkt: Frauen dürfen Guido’s Ansicht nach nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, auch nicht hingerichtet werden. Schwule Männer dürfen zwar nicht hingerichtet werden, aber doch als Menschen zweiter Klasse behandelt werden - wie in Nordrhein-Westfalen.

Und es drängt sich die Frage auf, wie Guido’s Geschwätz mit seinem Abstimmungsverhalten in Einklang zu bringen ist:

CDU, CSU, SPD und FDP: Aus Zeitgründen gegen Menschenrechte für Schwule

Super der Mann!


It’s vital that the guys in the relationship are each other’s top priority

08/12/2008

Attraktivität & Safer Sex

05/12/2008

Kanadische Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang zwischen der körperlichen Attraktivität eines Mannes und dessen Safer-Sex-Verhalten herausgefunden haben:

Gay men who are not considered sexually desirable are more likely to engage in risky sexual behavior, Canadians researchers have found.

Adam Isaiah Green interviewed dozens of gay men in Toronto to determine what qualities made some men more sexually desirable than others, and what the consequences of being undesirable might be on mental and physical health.

“I found that young, white, middle-class men are considered much more sexually desirable than men who are racial minorities, over 40 and poor,” Green said in a statement.

It also highlighted cases whereby undesirable gay men will forgo safe-sex discussion and, in some cases, condom use, in the context of sex with a more attractive partner.

Üblicherweise würde ich nun ein paar Bemerkungen zum Studiendesign machen (”dozens of gay men”), aber geschenkt. Denn: Im wesentlichen entsprechen die in Toronto verkündeten Erkenntnisse meinen Beobachtungen. Ob die Kategorisierung “young, white, middle-class” hier ebenso gültig ist, mag dahingestellt bleiben.

Tatsächlich habe ich den Eindruck (virtuell und im wirklichen Leben), dass Männer, die ich für sexuell unattraktiv halte, eher (!) zu ‘unsafem Sex’ (ich lasse den Begriff jetzt einmal so unbestimmt stehen) bereit sind und sich eher in möglicherweise gefährliche Situationen (abseits von STIs) bringen, als Männer, die ich attraktiv finde.

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Maßt Euch nicht an, anzunehmen, dass jeder heterosexuell ist

01/12/2008

Die römisch-katholische Bischofskonferenz von England und Wales hat ihren Priestern und Pfarrgemeinden ein Faltblatt zugesandt mit dem Titel:

What is life like if you or someone in your family is gay or lesbian in their sexual orientation? …and what can your parish family do to make a difference?

Darin wird für römisch-katholische Verhältnisse unter der Rubrik ‘Aufgaben für die Pfarrgemeinden’ wahrhaft Fortschrittliches verkündet:

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