Nochmals: Die Piratenpartei und die Rechtsextremen

Vor wenigen Tagen habe ich mich über ein Interview, das der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei dem rechtsextremen (Online-)Magazin ‘Junge Freiheit’ gegeben hat, verwundert gezeigt:

Die Piratenpartei faselt in ihrem Piratenparteiprogramm irgendetwas vom freien Zugang zu Wissen und Informationen. Offenbar vermeidet es der stellvertretende Vorsitzende, sich grundlegendes Wissen über die politische Landschaft in Deutschland anzueignen. Wer Rechts und Links nicht erkennt, wer sich mit Rechtsextremen einlässt und mit einem naiven „dachte mir nichts dabei“ rausredet, hat in der Politik nichts zu suchen!

Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Jens Seipenbusch, hat seinen Stellvertreter in Schutz genommen.

Ich muss zugeben, dass ich von den Argumenten der Empörten einigermaßen überrascht war – genau genommen von der Abwesenheit solcher Argumente.

tönt er auf seinem Blog.

Der Grund für Seipenbuschs ‘wie könnt ihr es wagen, an der Piratenpartei Kritik zu üben’-Sentenz ist nicht etwa das von ihm behauptete Fehlen von Argumenten, denn die sind der Piratenpartei zur Genüge entgegengehalten worden. Nein, es ist vielmehr so, dass Siepmann selbst mit der ‘Junge Freiheit’ kooperiert und artig einen Fragebogen dieses Magazins beantwortet (am 16.09.2009 von der ‘Junge Freiheit’ im Internet veröffentlicht) hat.

Eine Partei, die derartig ihren Bundesvorsitzenden und ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden im rechtsextremen Trüben fischen lässt, muss sich nicht wundern – und kann sich ihr gespieltes Unverständnis sparen -, dass sie sich dem Verdacht ausgesetzt sieht, selbst rechtslastig zu sein.

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