Schwul = Gestört

Einige Londoner ‘Wissenschaftler’ haben sich aufgemacht, mal wieder das Seelenleben schwuler und lesbischer Menschen zu erforschen. Herausgekommen ist eine Art Metastudie mit der Bezeichnung 

A systematic review of mental disorder, suicide, and deliberate self harm in lesbian, gay and bisexual people 

Darin heißt es in der dem Haupttext vorangestellten Zusammenfassung 

Background

Lesbian, gay and bisexual (LGB) people may be at higher risk of mental disorders than heterosexual people. 

und 

Conclusion

LGB people are at higher risk of mental disorder, suicidal ideation, substance misuse, and deliberate self harm than heterosexual people. 

Erst im Haupttext werden mögliche Ursachen angedeutet: 

LGB people are subject to institutionalised prejudice, social stress, social exclusion (even within families) and anti-homosexual hatred and violence and often internalise a sense of shame about their sexuality. 

Für manche Presseorgane, namentlich der römisch-katholischen, Kirche genügte die Kurzfassung der Studie, um aus schwulen Menschen per se gemütskranke und gestörte Menschen zu machen: 

A new study in the United Kingdom has revealed that homosexuals are about 50% more likely to suffer from depression and engage in substance abuse than the rest of the population, reports Health24.com. 

After analyzing 25 earlier studies on sexual orientation and mental health, researchers, in a study published in the medical journal BMC Psychiatry, also found that the risk of suicide jumped over 200% if an individual had engaged in a homosexual lifestyle. 

Dr. Rick Fitzgibbons, a psychiatrist and member of the Catholic Medical Association, says there is evidence that homosexuality is itself a manifestation of a psychological disorder accompanied by a host of mental health problems, including “major depression, suicidal ideation and attempts, anxiety disorders, substance abuse, conduct disorder, low self-esteem in males and sexual promiscuity with an inability to maintain committed relationships.” 

Nun versuchen sich die Londoner Experten in Schadenbegrenzung und beklagen, ihr Forschungsergebnis werde falsch wiedergegeben. 

Ausführlich hierzu und mit entsprechenden Fundstellen, Box Turtle Bulletin: 

Researcher: LifeSite and OneNewsNow Misrepresent Our Review 

Es ist fast immer das gleiche, wenn man Psychologen und Psychiater ans Werk lässt: Sie unterschätzen die Psychologie der Menschen. Für einen verständigen Menschen war vorhersehbar, welche zwei Sätze sich schwulenfeindlichen Kreise aus der Studie herauspicken werden, und es war dumm, diese Sätze, ohne sie mit einer näheren Erläuterung unmittelbar zu verbinden, an den Anfang der Veröffentlichung zu stellen. 

Viel sinnvoller wäre es auch, in einem ersten Schritt zu untersuchen, inwieweit sich die Lebensumstände schwuler Menschen von denen nicht schwuler Menschen unterscheiden, um dann in einem zweiten Schritt zu examinieren, welche Folgen sich für die schwulen Menschen daraus ergeben. Damit dürften sich Ursachen und Wirkungen wesentliche genauer trennen und beschreiben lassen, als bei der umgekehrten Vorgehensweise. 

Ich warne jedenfalls weiterhin davor, sich an Studien zur Erforschung schwulen Lebens zu beteiligen. Der immer wieder offenkundig werden handwerkliche und inhaltliche Dilettantismus der Damen und Herren Wissenschaftler macht schwulen Menschen das Leben nur unnötig schwer. Der Erkenntniswert aus derlei Studien ist regelmäßig gering.

 

 

 

 

 

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