Das verzweifelte Aufbäumen der Zurückgebliebenen

12 Antworten zu “Das verzweifelte Aufbäumen der Zurückgebliebenen”

  1. Dennis sagt:

    was mich bei dieser art der neutralen berichterstattung - dieses “neuralen journalismus” erschreckt ist, das der verfasser dieses artikels keine stellung bezieht. außer der feststellung - das in der taz dazu etwas geschrieben wurde

    “Die traurige Wahrheit ist, dass es unter anderem wegen der Popularität dieser Musikrichtung heute für junge Schwule in Deutschland schwieriger geworden ist, ein angstfreies Coming Out zu haben, wie die “taz” jüngst feststellte.”

    nichts weiter. so ganz nach dem motto ” wolln erst mel sehn wie sich die angelegegenheit weiterentwickelt - welchen weg dieser trend einschlägt. sich alle möglichkeiten offen lassen - ja nicht vorschnell stellung beziehen - man könnte ja einen pers nachteil haben. statt dessen eine pseudosoziale analyse des ist zustandes - kein wort darüber das die würde des menschen durch solche songs verletzt werden, das menschen - schwule diskriminiert werden.
    wer nichts tut - keine klare stellung bezieht - sich gegen homphobie und gewalt gegen schwule - auch den aufruf in songs stimmt solchen zuständen letzendlich zu.

    für diese art des verständnis - warum die rap scene so geworden ist - habe ich kein verständnis.

  2. hephai sagt:

    @Dennis
    >was mich bei dieser art der neutralen berichterstattung - dieses “neutralen >journalismus erschreckt ist, das der verfasser dieses artikels keine stellung >bezieht.” …

    “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.” Hanns-JoachimFriedrichs

  3. Dennis sagt:

    @hephai

    sind friedrichs worte das credo aller journalisten?

    ein guter journalist recherchiert nicht nur wegen der fakten sondern auch oder gerade deshalb weil er aufdeckt - mißstände. im sternbericht hat es davon nicht viel.

    es erinnert mich mehr an den makabren witz wo zwei journalisten vor einem am boden liegenden zusamengeschlagenen menschen stehen und der eine zum anderen sagt: du ich möcht mal wissen wie es demjenigen geht der diesen menschen so zugerichtet hat. um den sollten wir uns mal kümmern.

  4. TheGayDissenter sagt:

    @ Dennis:

    Ich bin nicht Deiner Ansicht. Vielmehr - und üblicherweise bin ich mit Blick auf den Stern eher vorsichtig mit dem Verteilen von Lob - hat der Stern das Thema ganz geschickt angepasst.

    Ich halte viel davon, wenn in einem Nachrichtenmagazin Meldungen und Meinungen voneinander getrennt werden. Es wird bei uns eh schon viel zu viel Stimmung gemacht durch emotional eingefärbte Nachrichten. Deshalb halte ich es für gut, dass in dem von mir verlinkten Beitrag zunächst der Sachverhalt geschildert wird. In den letzten beiden Absätzen machen die Verfasser dann recht deutlich, was sie von Ferchichi & Co und dem allgemeinen Umgang mit deren ‘Kunst’ halten.

    @ hephai:

    Er hat wohl recht, der gute Hajo Friedrichs. Leider muss man gute Journalisten in Deutschland suchen.

  5. ondamaris sagt:

    @ dennis:
    trennung von meldung und meinung ist ein muss - wie sonst sollte es seriöse berichterstattung geben, bei der der leser auch nur halbwegs die möglichkeit hat, sich eine eigene meinung zu bilden?
    schließlich gibt’s dann ja auch noch den kommentar, die glosse und andere journalistsiche formen …

    ich wünsche mir manchmal, auch in der bloggerei wäre es üblicher, meldung und meinung zu trenne …

  6. Dennis sagt:

    @ ondamaris & TGD

    mit anderen worten - ihr vertraut auf die wirkung der meldung. und das bedeuted das der journalist ein beobachter ist der den ist zustand dokumentiert.

    nun die wirkungen von ähnlichen meldungen sind bekannt und liegen auf der hand. gewalt gegen schwule - homophobie nehmen zu - werden akribisch beobachtet und als meldung dokumentiert. der geneigte leser - der mensch nebenan - ließt die meldung and than . . .turn s the page. dann seid euch darüber im klaren das engagement - das einteret bzw ruf nach veränderung - aktiv werden erst dann erfolgen wird wenn der leidensdruck grpß genug geworden ist. und das heißt im klarext - es wird mehr gewalt gegen schwule geben. menschen - freunde aus eurer direkten umgebung werden verletzt werden - die homophobie wird zunehmen. das ist die andere seite der medaille.

  7. Thommen sagt:

    “Gut” an der ganzen Diskussion ist die Tatsache, dass endlich wieder über den wahren Ursprung der Schwulendiskriminierung geredet wird. Solange Jungs nicht wissen, warum sie diskriminiert werden, können sie sich auch nicht verteidigen! Es geht eben nicht darum, dass mann Schwule “nicht mag”, oder dass wir eine Minderheit seien, sondern darum, dass wir den ausgesprochen weiblichen Status von “Gefickten” zugeschrieben bekommen. Nur Frauen müssen nach hetero Auffassung “gefickt werden”, nicht aber Männer, wenn es um Sex und Liebe geht. Aber wo besteht der Unterschied noch, wenn sich Männer ficken lassen? (Immerhin ein Unterschied, der sich sehr gut sprachlich ausdrücken lässt!)
    Theologische und akademische Diskussionen können wir uns alle ersparen. Allerdings könnten viele Schwule auch etwas behutsamer mit ihrem zweiten Lustorgan umgehen… ;)

  8. Dennis sagt:

    aha es geht um den akt und gender. und ich dachte immer es geht um norm und moral.
    mir pers is es völlig wurscht wer welches geschlecht hat. ein kann nur ficken wenn sich ein anderer ficken läßt. oder ein mensch fickt - der andee mensch wird gefickt.

    der restliche überbau von moral - norm - anstand - sitte und wertung ist von übel. q.e.d.

  9. ondamaris sagt:

    @ dennis:
    “ihr vertraut auf die wirkung der meldung”
    lieber dennis, du verdrehst mal wieder. nein, ich vertraue nicht nur der meldung, ich shcätze auch die glosse und den kommentar, gelegentlich auch die satire - aber bitte von der meldung, der reportage, den fakten getrennt …

  10. TheGayDissenter sagt:

    @ Dennis:

    Ein Journalist hat zu dokumentieren. Ich möchte zum Beispiel wissen was in China wirklich los ist, und nicht wissen, was eine augenbrauenhochziehende Nachrichtentante darüber denkt. Meine Meinung bilde ich mir immer noch selber. Ich würde mir nur wünschen, dass homophobe Gewalt in den Medien endlich quantitativ und qualitativ erhält, den sie in der Lebenwirklichkeit hat.

    Moral und Norm, dass sind Argumentationsschienen der Ratzingers, Bushs, Adans (Österreiche, Die Christen) etc. Das Pack auf der Straße macht daraus, Thommen beschreibt es, ficken oder gefickt werden. Zur ideologischen Absicherung ihres Tuns bedienen sie sich der Vorgenannten.

  11. Dennis sagt:

    @ TGD

    eben der mann auf der strasse macht aus dem was er vorgesetzt bekommt was man ihm einflüsert.

    ergo - um diesen zustand zu ändern läßt man sich nichts einflüstern - sondern fängt mal an zu reflektieren. natürlich ist vorgekautes wiederzukauen einfacher. . .

    ich merke werde in meinem denken immer radikaler ( auch wenn es mitunter etwas holprig zu sein scheint) - das radikale bringt das einfache ans licht.

    was willst du - das es dir gut geht

    was will ich - das es mir gut geht

    was wollen wir beide - das es uns gut geht

    ohne wenn und aber

  12. TheGayDissenter sagt:

    @ Dennis:

    Der Mann auf der Straße liest aber nicht den Stern. Der zieht sich Bild, Express oder diese Berliner Käseblättchen rein. Und von denen bekommt er vorgesetzt, was er über das denken soll, was er nicht einmal richtig weiß.

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