“Der Koran ist kein bisschen besser als Adolf Hitlers ‘Mein Kampf’ und sollte verboten werden.”

Diese Zitat stammt nicht von einem Politiker oder einem Kirchenführer, nicht von einem der üblichen Verdächtigen.  Michael Lucas, Pornodarsteller und Pornoproduzent, hat sich so eingelassen.

In einem Interview mit ‘Macho’,  dem “Erotikmagazin für echte Männer, voll in Farbe, 84 kerlige Seiten im Format 20 x 27,5 cm” aus dem Hause Bruno Gmünder, hat er sich zu verschiednen Themen geäußert.

Wir erfahren etwas über gesunden Menschenverstand, “gay-for-pay”, Anbläser, Intimität in Pornos, die Bedeutung der Schwanzlänge und über die freundliche Mithilfe des Herrn Papa bei der Setgestaltung.

Leider, mehr war aber von einem ‘Macho’-Interview nicht zu erwarten, werden sowohl die ‘fachlichen’ Themen nur angerissen, wie auch die politischen Ansichten Lucas’ nicht weiter vertieft.

Auf die Frage,

Du bist jüdischer Abstammung. Ist dass der Grund, warum du Arabern mit so offenkundigem Hass begegnest?

antwortet Michael Lucas:

Ich habe nie das Wort Araber benutzt, weder in meinen Interviews noch in meinem Blog. Ich rede nicht von “den Arabern”, sondern immer vom Islam, der meiner Meinung nach eine äußerst üble Religion ist. Der Islam unterdrückt alle anderen Meinungen außer der eigen[en], er hält eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten vom gesellschaftlichen Fortschritt fern und lässt sie in einer mittelalterlichen Denkweise verharren. Das Problem sind nicht die Menschen, die dem Islam anhängen. Diese Menschen sind Opfer. Das Problem ist die islamische Ideologie, insbesondere ihr Ursprung, der Koran. Dieses Buch ist kein bisschen besser als Adolf Hitlers ‘Mein Kampf’ und sollte verboten werden.

Mehr wollte ‘Macho’ den Lesern nicht zumuten. Die Interviewer fahren fort mit “zurück zum Porno…”, und dabei hätte es nach diesem Statement so einiges nachzufragen gegeben. Und es wäre Michael Lucas’ auch zu widersprechen gewesen, denn die Menschen, die dem Islam anhängen, sind keineswegs Opfer, sie sind Täter. Von einem Buch, das aus auf geduldigem Papier geschriebenen Worten besteht, geht keine unmittelbare Gefahr aus. Die Gefahr geht von denen aus, die die Ideologie und Demagogie anderer, einerlei ob ausgesprochen oder aufgeschrieben, glauben. Wer den (vermeintlichen oder tatsächlichen) Worten eines Glaubensgründers, wer einem Glaubensführer, einem Wahnsinnigen, einem Ideologen glaubt und seiner Lehre anhängt, kann sich nicht auf eine Opferrolle zurück ziehen. Er ist Täter. Unentschuldbar und letztverantwortlich!

Michael Lucas stellt auf seinem Blog ein Online-Faksimile der gedrucken Interviewfassung zur Verfügung. Dort kann man sich auch ein ‘Bild’ von ihm machen.

 

17 Antworten zu ““Der Koran ist kein bisschen besser als Adolf Hitlers ‘Mein Kampf’ und sollte verboten werden.””

  1. hephai sagt:

    Lucas bezeichnet auch Ultra Orthodoxe Juden als Ungeziefer (vermin)-http://www.nyblade.com/2007/7-6/viewpoint/opinion/lucas.cfm-. Es hat schon eine Art jemanden gegen sich aufzubringen. Er ist sicherlich einfach nur ein Pornodarsteller und Pornoproduzent. Nicht mehr.
    tm

  2. ondamaris sagt:

    ein derartiges statement disqualifizeirt sich m.e. schon in seiner pauschalisierung wie auch im gewählten vergleich selbst.
    da sind mir überlegte debattenbeiträge lieber …

  3. MithrasX sagt:

    Wenn man mal sieht, daß der Islam zum Beispiel zu Zeiten der Kreuzzüge eher die friedlichere und weltoffene Religion war (im Vergleich zum Christentum), dann müsste man sich mal überlegen, ob hinter dem Islamismus als Sympthom nicht andere Ursachen als die leichte Erklärung “menschenverachtende Religion” steckt. Ich halte zwar vom Moniotheismus auch nichts, aber ich glaube die Ursachen liegen doch woanders….

    Man vergleiche z.B. mal die wirtschaftliche Lage der “zivilisierten Christen” mit denen der Islamisten. Und dann überlege man mal, ob da nicht vielleicht Gründe zu suchen sind.

  4. ondamaris sagt:

    @ MithrasX:
    recht spannend finde ich den ansatz “Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt” http://www.ondamaris.de/?p=2015 - eine der neuerscheinungen, auf die ich gespannt bin …

  5. TheGayDissenter sagt:

    @ hephai:

    Die Textpassage, auf die Du Dich beziehst, lautet

    “I had always heard from non-ultra-orthodox Israelis straight and gay that the government should stop coddling these parasites. In many ways, secular Israeli society is more progressive and open-minded than is mainstream America. Yet we see the Hassidic scourge, tarnishing the Israeli record.”

    ‘Parasites’ dürfte hier nicht mit ‘Ungeziefer’ zu übersetzen sein, sondern mit Schmarotzern. Dem weiteren Kontext entnehme ich, dass Lucas’, wohl zu recht, meint, die chassidischen Juden haben nicht viel zum Aufbau und Bestand des Staates Israel beigetragen und die dortige Öffentliche Hand solle deshalb die Förderung dieser extremen Glaubensrichtung einstellen. Ich wüsste nicht, was dagegen einzuwenden ist, wenn Lucas’s diese Menschen gegen sich aufbringt, denn nicht Lucas ist im Irrtum, sondern diejenigen, die sich aufgebracht geben.

    Übrigens: Ich bin einfach nur ein Steuerbeamter. Nicht mehr.

    @ MithrasX, Ondamaris:

    Sicher hat Lucas weder das eine, noch das andere Buch vollständig gelesen. Hitlers Schrift ist singulär und sollte besser nicht mit anderen Büchern verglichen werden, während der Koran die Fortsetzungsgeschichte anderer hasserfüllter Religionsbücher ist.

    Ich halte allerdings überhaupt nichts von diesen ständigen Entschuldigungsversuchen: Nicht der Islam ist schuld, sondern alle anderen. Der Islam wird immer völlig falsch verstanden, ist in Wirklichkeit die friedliebendste Religion überhaupt, man müsse den Ursachen auf den Grund gehen, usw, usf.

    Eine Formulierung wie “Homophobie ist eine Erfindung des christlichen Westens, die im Zuge der Globalisierung in die entlegensten Winkel dieser Welt exportiert wird” ist nichts anderes als der Ausdruck gefährlicher Dummheit und wird irgendwann in der Behauptung enden, der Koran sei in Wirklichkeit von schwulen Menschen geschrieben und drücke nichts anderes als die Liebe zur Homosexualität aus. Spätestens wenn in der westlichen Welt die Ansicht vertreten wird, die Verfolgung Homosexueller sei ein kultureller Fortschritt (Georg Klauda scheint diese Auffassung zu vertreten) und die Forderung erhoben und umgesetzt wird, der Islam müsse das Christentum ersetzen, wird uns der Islam vermitteln, wie der Koran richtig zu verstehen ist.

    Was mit “Man vergleiche z.B. mal die wirtschaftliche Lage der “zivilisierten Christen” mit denen der Islamisten” gemeint ist, MithrasX, ist mir unklar. Selbstverständlich befinden sich die ebenso extrem islamistischen wie extrem homophoben Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien in einer weitaus besseren wirtschaftlichen Verfassung als zB weite Teile des Westlichen Europas, aber rechtfertigt das ein Mehr an Schwulenhass?

    Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr schwule Menschen bemüht sind, Homophobie und tödlichen Schwulenhass zu entschuldigen und mit allerlei Erklärungen (’historisch, kulturell, oder sonstwie bedingt’ ) zu verharmlosen oder als selbst verschuldet abzutun. Da ist mir die klare Ansage des Pornodarstellers, die ich zwar so nicht formuliert hätte, wesentlich lieber.

  6. ondamaris sagt:

    ach … mir gehts, das weisst du, nicht um verharmlosung. aber sehr wohl darum, dass schwarz-weiß-malerei uns nicht weiter führt … und erst recht nicht dümmliche vergleiche (um’s mal deutlich zu sagen) à la hitler, die nur dazu da sind, aufmerksamkeit zu heischen.
    da sind mir überlegte debatten beiträge lieber - ich stimme sicher auch nicht in das horn, der islam sei einzig friedliebend oder gar homo-freundlich (wie auch nicht das organisierte christentum). aber bücher wie das von klauda ermöglichen doch zumindest einje inhaltliche auseinandersetzung. schlagzeile wie die von dir zitierte führen nur dazu, dass wir uns irgendwann nur noch die köpfe einschlagen vor lauter schwarz-weiß-frontstellungen und konfrontation. und das ist nun wahrlich nicht meine gesellschaftliche idealvorstellung …

  7. hephai sagt:

    @thd: Lucas ist mir einfach zu populistisch. Seine “schauspielerischen” Aussagen sind mir überzeugender. ;-)

    BTW: ich bin einfach nur beurlaubter Beamter. Und das ist schlimm genug.

  8. entdinglichung sagt:

    http://www.maennerschwarm.de/Verlag/htdocs/klauda1.html

  9. antiislam sagt:

    guter kommentar -wacht die gayszene langsam auf?
    Das Problem ist der Islam
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/fleischhacker/330211/index.do

    „Der Islam ist vergleichbar mit dem Faschismus”

    http://www.welt.de/politik/article1093836/Der_Islam_ist_vergleichbar_mit_dem_Faschismus.html

    etc etc etc

    islamophile schwule, das sind die dümmsten menschen :-)

  10. Thommen sagt:

    Ich finde die aktuelle Diskussion um Ghadaffi und seinen Sohn Hannibal in der Schweiz ein Paradebeispiel dafür, wie die (Männer)Theologie in die Welt gekommen ist! Und wie so oft, ohne die Stütze durch Frauen, hätten Religionen wohl kaum so “endlos/ewigen” Bestand! :)

  11. MithrasX sagt:

    Bezüglich Islamisten (oder insgesamt bezüglich religiöser Extremisten) kann man glaube ich sagen, daß ein übergroßer Anteil nicht gerade aus wirtschaftlichen Gewinnerfamilien stammt. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien gibt es Unterschichten. Und gerade Afghanistan zeigt doch eindeutig auf welchem Nährboden Islamismus gedeiht.

    Ich will nur aussagen, daß ein Hass auf den Westen, der seine Probleme löst indem er ein Land vom Stand des Mittelalters in die Steinzeit zurückbombt, aus meiner Sicht durchaus verständlich ist. Wäre es da nicht sinniger mal zu überlegen ob Bildungsinitiativen und eine abschaffung wirtschaftlicher Ausbeutung (gerade afrikanischer Länder) mehr für die Weltsicherheit tun würde als jede Bombe?

    Und wie man schon in Deutschland sieht: Homophobie ist eine Sache von dummen Menschen (CDU) und solchen die einen niedrigen Bildungsstand haben. Zumindest eine Ursache kann man entschärfen, dann lassen sich hoffentlich auch nicht mehr so viele Leute von Hasspredigern (Meisner und andere Bischhöfe bzw. Imame) zu dummem Schwulenhass verführen.

  12. TheGayDissenter sagt:

    @ ondamaris:

    Das Feststellen eines Befundes und das Haben einer Idealvorstellung schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil, ein gelegentlicher Soll-Ist-Vergleich ist doch notwendig, um zu sehen, wie weit die Realität von den Idealen entfernt ist.

    @ antiislam:

    Die ‘gayszene’ ist schon lange wach und wird sehr genau darauf achten, dass sie vom Rechtsextremismus nicht für dessen billige Zwecke mißbraucht wird.

    Und schwule Menschen werden sich gewiß von nicht schwulen Menschen nicht vorschreiben lassen, welche Meinung sie zum Thema ‘Islam’ einzunehmen haben; insbesondere dann nicht, wenn diese nicht schwulen Menschen sich selbst durch ein hohes Maß an Schwulenfeindlichkeit auszeichnen.

    @ Thommen:

    Oh ja, und wenn ich dann noch lese, dass das wohl bekannteste Unternehmen der Schweiz, Nestle, sich nun um seine Geschäfte mit und in Libyen sorgt, bietet der Vorfall noch einiges mehr an Paradebeispielen.

    @ MithrasX:

    Klauda schreibt, Homophobie sei eine Erfindung des Westens, Du schreibst, es gäbe einen Hass auf den Westen. Müssten dann nicht die Islamisten die Homophobie hassen?

    Ich bleibe dabei, all diese Erklärungsversuche sind und bleiben Ablenkungsmanöver, um nicht den Problemen des Hier und Jetzt ins Auge sehen zu müssen.

    Das schwulenfeindliche Verhalten, über das uns aus den islamischen Staaten berichtet wird, geht oft von Menschen aus, die jedenfalls nicht zur Unterschicht gehören. Es sind Politiker, Staatsoberhäupter, Richter, Staatsanwälte, Polizisten oder Angehörige sonstiger Behörden. Ich bitte, die wirtschaftliche Lage in weiten Teilen der islamischen Welt, insbesondere, wenn sie auf Erdöl sitzt, nicht zu unterschätzen. Daneben haben wird durch die Straßen tobenden Mob - hier wie dort. Natürlich kann man versuchen, die wirtschaftliche Situation der Gesamtbevölkerung zu verbessern. Dann haben wir hinterher Homophobie und Islamismus auf hohem wirtschaftlichem Niveau.

    Ich halte nichts von der Theorie, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung zu einem Abbau der Schwulenfeindlichkeit führen würde. Russland und viele andere osteuropäische und nordafrikanische und asiatische Staaten sind offenkundige Gegenbeispiele.

    Ich stimme Dir aber zu, dass es sicher helfen würde, wenn den Menschen mehr Wissen vermittelt würde. Richtiges Wissen, nicht glaubensvergiftete Halbwahrheiten. Wissen und Bildung allein reichen jedoch nicht, denn in den Reihen der gebildetsten Menschen finden wir auch die homophobsten Menschen, die vielleicht sogar gefährlicher sind, als der ‘dumme Schwulenhasser’. Ihnen gelingt es immer wieder, ihre Schwulenfeindlichkeit zu tarnen, zunächst unbemerkt in wohlfeile Demagogie einfließen zu lassen und perfide Vernichtungskonzepte zu entwerfen. Nein, zur Bildung und zum Wissen muss auch Klugheit und eine große Portion Nüchternheit hinzutreten, um vor all dem Religions- und Ideologiekram gefeit zu sein, dem sonst auch ‘der Bildungsbürger’ erliegt.

  13. antiislam sagt:

    moin,
    kurze antwort aus zeitgründen.
    dann hättest du dich mal etws näher mit meinem blog beschäftigen sollen.
    http://antiislam.wordpress.com/ ja auch wenn die url scheiße ist :-( gemeint ist der konservative und politische islam(islamismus).
    aber auch so,sehe ich den islam als problem in einer liberalen gesellschaft,die weder aufklärung hatte noch säkulare strukturen.
    der islam steht jeder linken und liberalen(zum dem ich mich zähle) idoelogie konträ gegenüber, egal ob homosexuelle,frauenrechte oder emanzipation des individuums.
    das was die rassistische pro kön macht, ist keine islamkritik, sondern sie wollen ausländer raus haben.
    die npd hingegen findet den islam als positive integrationsbremse und möchte ein gemeinsamen bollwerk bilden gegen amerika und israel.
    Islamisten und die NPD
    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E7C1BAC908B384ADE9D9D5985FA1B8F65~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    der unterschied ist, das man zwischen islam als politrelgion und migranten aus islamischen ländern sei es liberale muslime,kulturmuslime unterscheiden sollte.

    bin übrigens durch ein link von gaywest zu dir gekommen, also gehöre ich wohl wahrscheinlich auch dieser gay/bi bewegung an :-)
    das spektrum an islamkritikern ist ja zum glück riesengroß, von linke bis liberal und vorallem auch konservative - leider auch die radikale rechte die auf den zug aufgesprungen ist.
    hingegen sehen neonazis wie schon oben kurz angerissen den islam eher positiv explizit den islamismus- warum dürfte wohl klar sein.

    gruß

  14. axyron sagt:

    So allmählich hängt mir das Wort “lberal” zum Hals raus. Jeden Tag kommt eine neue Definition dazu. “Liberal” ist wie “antisemitisch” eines dieser Wörter, die sich nach und nach selbst erschlagen.

  15. TheGayDissenter sagt:

    @ antiislam:

    Ich sehe keinen Grund, mich mit einem Blog, der sich mit dem schwulenfeindlichen Pack von PI gemein macht, inhaltlich zu beschäftigen.

  16. may moritz sagt:

    Michael Lucas du hund wie kannst du es wagen hitler mit dem islam zu vergleichen
    du dummer bengel du keie relegion und deshalb weist du nich was es heiß an gott zu glauben
    wenn ich sehe was du geschriben hat würde ich dir manieren beibringen

  17. TheGayDissenter sagt:

    Ist sie nicht herrlich und wunderbar, diese Intelligenz, diese Sprachgewandheit, die es ‘may moritz’ erlaubt, uns solche Offenbarungen zu offenbaren? :lol:

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