Queer.de goes straight!

Queer.de berichtete am Wochenende:

Hass-Literatur: Schwuler verklagt christliche Verlage

Im Text wird ‘Focus on the Family’ erwähnt:

In der christlichen Presse hat das Verfahren bereits für Aufregung gesorgt: “So unseriös der Fall auch scheinen mag – das zeigt uns, wohin die homosexuelle Agenda uns führt”, erklärte Bruce Hausknecht von der mächtigen evangelikalen Lobby-Gruppe “Focus on the Family”.

‘Focus on the Family’ ist eine jener us-amerikanischen Hassgruppen, die auf alles schwule draufhauen und schwule Männer mit allen möglichen Methoden zu heterosexuellem Verhalten zwingen wollen. Nun frage ich mich, wie ist es ‘Focus on the Family’ gelungen, dieses

Therapieangebot in den Queer-Artikel zu schmuggeln. Oder musste da gar nicht groß geschmuggelt werden? Arbeitet die Queer womöglich neuerdings für die Gegenseite? Oder ist die Queer sich ihrer schwulen Leserschaft nicht mehr sicher? Oder möcht die Queer in den Reigen der Meanstream-Yellow-Press eintreten?

Fragen, Fragen, Fragen, …

 

7 Antworten zu “Queer.de goes straight!”

  1. MithrasX sagt:

    Also ich finde es rcht eindeutig:

    Die Dame stellt diese Frage an evtl. weibliche Besucher der Seite. Mag es doch vielleicht auch geben, oder?

  2. axyron sagt:

    MithrasX MUSS einfach recht haben. An wen sonst als eine Frau sollte sich dieses Gesprächsangebot richten? Seit wann ist ein heterosexueller Mann scharf darauf, mit einer Frau zu REDEN? Noch dazu, wenn ein Auto im Bild zu sehen ist?

    Entschuldigung, ist mir so abgegangen. Aber das Niveau solcher Anzeigen ist schließlich nicht zu unterbieten, dachte ich mir.

  3. hephai sagt:

    das erinnert ein wenig an eurogay und noch ein portal. was mir nicht mehr einfällt: erst wurde man immer größer, verklagte sich gegenseitig und musste dann für alles werbung machen, nur um online bleiben zu können. als dann der absturz da war entdeckte man plötzlich, dass für beide portale der gleiche geldgeber dahinter stand. vielleicht ist queer der dritte im bunde?

  4. TheGayDissenter sagt:

    Was so alles ‘abgeht’. ;)

    In den letzten Wochen hatte ich den Eindruck, dass sich die Queer ‘bessert’ - in journalistischer Hinsicht. Wenn ich dann solche gedankenlosen Werbeeinblendungen sehe, verzweifele ich aber doch wieder an der Queer…

    Ich finde solche Art von Geldmacherei sehr schade, weil die Queer die einzige deutsche Online-Publikation mit nennenwerter Reichweite ist. Da würde ich mir manchmal mehr Gespür, mehr professionelle Qualitätssicherung wünschen.

  5. andreschneider sagt:

    Wow… “die Gegenseite”. *schauder* Bei Dir klingt es immer, als herrsche Krieg zwischen Homos und Heten…

  6. TheGayDissenter sagt:

    @ André:

    Mit ‘Gegenseite’ beziehe ich mich nicht auf nicht schwule Menschen, sondern auf Vereine wie ‘Focus on the Family’ oder ‘American Family Association’ oder, im deutschsprachigen Raum, ‘Wüstenstrom’ oder die ‘Deutsche Evangelische Allianz’. Diese Gruppen führen tatsächlich einen Krieg. Nicht unbedingt gegen ‘Homos’. Diese werden zwar geschlagen, getroffen werden soll allerdings die Vernunft.

  7. Norbert Blech sagt:

    Wenn es keine gezielten Kampagnen auf queer.de gibt, das ist derzeit immer noch eher selten, werden die Banner von Firmen wie etwa ValueClick ausgeliefert. Die sind dann nicht immer zielgruppengerecht und bisweilen sogar hässlich, haben aber nichts mit einer Hinwendung zu heterosexuellen Leserschichten zu tun. Ansonsten hat Queer.de nicht die gleichen Geldgeber wie damals Eurogay und Gayforum (was man mit den Millionen hätte anstellen können), sondern das geringe Gründungskapital haben ehemalige Mitarbeiter der damals eingestellten Queer-Zeitung selbst einbezahlt, um an etwas weiterarbeiten zu können.

Eine Antwort hinterlassen