Schwule Autofahrer

Manchmal, wenn ich mich hier mit völlig absurden Studien und ihren sogenannten Ergebnissen beschäftige, denke ich mir, dass diesen Studienschwachsinn eh niemand ernst nimmt.

Im Januar bekam ich zum Beispiel eine Studiendokumentation in die Finger, in der tatsächlich behauptet wurde, schwule Männer seien schlechtere Autofahrer als nicht schwule Männer. Diesen Blödsinn, so dachte ich damals, glaubt es niemand, weiß doch jeder auch täglicher Erfahrung, dass die mit der Studie gefunde Erkenntnis einfach nicht stimmt.

In Italien hat man diese Studie aber wohl ernst genommen (”Die spinnen, die Römer!”, wusste schon Obelix). Nun kostet es den dortigen Steuerzahler ein bisserl Geld:

Der Fall des Italieners Danilo Giufffrida könnte unterhaltsam sein, handelte es sich nicht um eine Diskriminierung. Ein Gericht entschied, dass die Regierung 100.000 Euro auf sein Konto zahlen muss.

Obwohl er keine Verkehrssünden begangen hatte, musste er die Fahrprüfung wiederholen. Er bestand sie ein zweites Mal und klagte. “In meiner Familie und in der Gesellschaft hatte ich nie Schwierigkeiten. Doch nach dem Vorfall fühlte ich mich wie ein Mensch zweiter Klasse”, so Giuffrida.

Bei der Musterung hatte er erklärt, dass er homosexuell sei. Das Verteidigungsministerium gab die Information an das Transportministerium weiter und dieses entzog ihm den Führerschein. Begründung: Als Homosexueller sei er psychisch gestört. Nun zahlt der Staat die Entschädigung.

Hier ist er zu sehen, unser schwuler Autofahrer.

 

10 Antworten zu “Schwule Autofahrer”

  1. axyron sagt:

    Die Situation im Lager der Sexualparanoiker scheint recht angespannt zu sein. Da sich im Ernst keine direkte Bedrohung der Gesellschaft allein durch die Sexualität von Schwulen finden läßt, konstruiert man wohl jetzt der Reihe nach ein Horrorszenario nach dem anderen, um die verzweifelte Gegenwehr zu rechtfertigen.

    Die apokalyptische Vorstellung, Schwule könnten auf Landstraßen und Autobahnen die Bestandsgaranten der Menschheit reihenweise per Automobil hinmetzeln, läßt allerdings jetzt endlich doch einen ziemlich groben Defekt ab Werk vermuten.

  2. ondamaris sagt:

    klasse :-) )
    und a propos schwule autofahrer: ich warte ja immer noch auf eine grundlegende studie zur frage, ob die ps-zahl des pkw-motors tatsächlich in reziprok proportionalem verhältnis zur penislönge steht … (da gab es heute in berlin wieder einige kandidaten für these a “ja”)

  3. TheGayDissenter sagt:

    Als Beweisen dürfen wir jedenfalls getrost ansehen, dass die Besitzer von Personenkraftwagen mit zwei Auspuffen (es heißt nicht Puffs!) extrem kleinschwänzig sind.

  4. hephai sagt:

    @ondamaris “propos” ist eigentlich ein fall für die Antidiskriminierung

    Ist aber ein leckerer italiener. den hätte ich auch noch ein paar Fahrstunden gegeben…

  5. ondamaris sagt:

    @ TGD:
    puhh, da hab ich ja mal wieder glück gehabt, dass ich nur motorradfahrer bin ;-)

    @ hephai:
    stimmt … soll ich besser “a antipos” sagen? ;-)

  6. steffi enghusen uas westerland sagt:

    hallo ich hab ein problem mein freund daniel E!
    und ich lieben uns sehr aber irgendwie will er nur mich von hinten nehmen ist er schwul????

  7. Markus sagt:

    @ondamaris:

    Was mache ich nur, wenn die Kw-Zahl des Familienautomobils im umgekehrten Verhältnis nicht mit der Länge des Geschlechtsorganes korrespondiert? Hab´ich da ´was falsch gemacht …? Ich glaub´, ich krieg´ ´ne Sinnkrise … ;-P

  8. GoodNewsDaily.de» Blogarchiv » Strafe wegen Diskriminierung sagt:

    [...] Text- und BildQuelle: euronews.net Gefunden bei: thegaydissenter.com [...]

  9. rene sagt:

    Ich habe ein großes Auto und bin mit meiner Penislänge zufrieden. Und dass ich ein guter Autofahrer bin, sollte man an meiner dennoch weissen Weste in Flensburg sehen. Meine Vergehen beschränken sich übrigens alle auf den ruhenden Verkehr. Naja, zu 95%…

  10. TheGayDissenter sagt:

    @ René:

    Vergehen im ruhenden Verkehr??? Äh,… nein, ich trau’ mich jetzt nicht zu schreiben, was ich gerade denke… *rotwerd*

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