… wird wohl nie ergründet werden.
Schon seit Jahrzehnten wird geforscht, gedacht und verdächtigt. Die einen sagen, die Gene seien schuld, die anderen meinen, die Hormonmischung in der Muttermilch habe Auswirkungen. Manche Menschen halten heterosexuelle Verführungen im Kindesalter für ursächlich und Glaubende glauben, Heterosexualität sei eine freie Willensentscheidung.
Das berüchtigte Karolinska Institut in Stockholm, welches immer wieder durch missglückte Studien auffällt, schickte nun 43808 zwischen 1959 und 1985 geborenen Zwillingen in Schweden jeweils einen Fragebogen zu. 3826 scheinbar brauchbar ausgefüllte Fragebogen wurden an das Institut zurückgesandt. Und dann wurde monatelang analysiert, geschaut, welches Gen denn nun die Menschen heterosexuell macht. Oder, wenn schon nicht die Gene, dann doch die falsche Erziehung, oder zumindest ein paar Umwelteinflüsse wollte man verantwortlich machen. Die Antworten wurden hin und her gewendet, Zahlen hoch und runter gerechnet.
Und was fanden die hochmögenden Gelehrten heraus: Nichts!
Das heißt, sie fanden heraus, dass es nichts herauszufinden gibt. Für 34 vH, möglicherweise auch für 39 vH, da wollte sich der Forschergeist nicht festlegen, der männlichen Zwillinge lässt sich die Heterosexualität genetisch erklären. Vielleicht, denn sicher sind sich die Forscher nicht. 35 vH sind zu viel, um sie zu vernachlässigen, und zu wenig, um daraus irgendetwas Handfestes abzuleiten. Und für alle anderen Erklärungsansätze sind die Erkenntnisse so dürftig, dass sie die Fragezeichen in den Augen der Forscher nur noch größer machen.
Wie viel diese Studie gekostet hat, wurde nicht mitgeteilt.
Im Grunde ist es auch ganz egal, warum heterosexuelle Menschen heterosexuell sind. Sie suchen sich das nicht aus, haben allerdings die Wahl, entweder ihre sexuelle Orientierung zu akzeptieren oder ihr inneres sexuelles und emotionelles Begehren zu unterdrücken.
Die Sexualität eines Menschen und deren Ursache sind für das Streben nach Gerechtigkeit unerheblich. Jeder hat Anspruch auf Würde und Respekt, und zwar unabhängig davon, ob er Hetero-, Homo-, Bi- oder sonst wie sexuell geboren wurde, und unabhängig davon, ob die sexuelle Orientierung außerhalb seiner Kontrolle liegt oder von ihm frei gewählt wurde.


03/07/2008 um 9:25 Uhr nachmittags
wußt ich s doch . . . . homo oder hetero ist das ergebnis eines würfelspieles und gott rolls the dice . . . . . . .
03/07/2008 um 9:45 Uhr nachmittags
Armer Heteros, ist doch eine schade das es kein Wahl ist.
11/07/2008 um 12:40 Uhr vormittags
Vielleicht war es schon immer so, daß sich die Heretosexuellen fragen, warum sie mit einer Standardsexualität von der Stange mit Pflichten und Aufgaben ausgestattet wurden, während andere mit einer Designerversion einfach nur ihren Spaß haben dürfen. Mal übelst unterstellt, das könnte mancherorts so gesehen werden.
Daß das Bedürfnis besteht, den Umstand, daß sie damit geschlagen sind, nun auch wissenschaftlich zu klären, läßt tief blicken und erklärt so manches. Vielleicht erwartet man, daß die Schwulen sich zerknirscht zeigen und beteuern, dieses “Spaßmodell” ja eigentlich auch gar nicht verdient zu haben. Vielleicht erwarten sie unser Mitleid?
Wer kann schon in den Kopf eines Menschen sehen, der Probleme mit Sexualität hat? Mit seiner eigenen und besonders der anderer.