Dieser Eintrag wurde erstellt am 24/06/2008 um 10:41 Uhr nachmittags und ist abgelegt unter Homophobie. Getaggt: Hassverbrechen, Schwulenhass. Du kannst alle Antworten auf diesen Eintrag mitverfolgen über den RSS 2.0 Feed. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder Trackback von deiner eigenen Site.


26/06/2008 um 1:47 Uhr vormittags
Also dafür ausgerechnet Maneo ranzuholen, halte ich für etwas gewagt. Man sollte schon wissen, das Maneo oft genug zweifelhafte Studien vorgelegt und ebenso zweifelhafte Umfragen getätigt hat, in denen zum Beispiel als mögliche Täter nur Türken und Araber zur auswahl standen, jedoch keine Deutschen.
Ich persönlich lebe zwar nicht in Berlin, dafür aber in einer anderen Großstadt. Als ich noch im Osten der Republik lebte, wurde mir von Nazis in den Kopf geschossen und Schutzgeld erpresst. Solange ich hier lebe, musste ich mir zwar schon blöde Sprüche anhören, angegriffen wurde ich jedoch noch nie. Und das bei einem anteil von 30% Ausländern in der Stadt.
http://www.schwule-seite.de/politics_schwuler_rassismus.htm
http://fqueer.blogsport.de/2007/06/18/ueber-die-produktion-rassistischer-erfahrung/
26/06/2008 um 8:56 Uhr vormittags
Die Formulierung in der Kölnischen Rundschau
“Den Angaben der Opfer zufolge handelt es sich dabei jedoch meist um junge Männer zwischen 15 und 24 Jahren aus allen sozialen Schichten. Ein Teil von ihnen stammt demnach aus Einwandererfamilien, doch auch Täter aus deutschen Familien sind laut Maneo nicht selten.”
ist nicht zu beanstanden. Die Information ist sachlich richtig und enthält keine unzulässige Verallgemeinerung. Diese Kurzformel ist eher geeigent, auf das Problem aufmerksam zu machen, als eine langatmige Analyse der Täter(gruppen), die letztlich doch mehr verdunkelt, als erhellt hätte.
Gewalt gegen Schwule lässt sich hinsichtlich der Täter(gruppen) und deren Motivation wahrscheinlich mit noch so vielen Studien nicht objektiv darstellen. Die Motivation im kulturellen, religiösen oder ideologischen Hintergrund der Täter zu suchen, wird immer nur die halbe Wahrheit ans Licht bringen. Nach meinen bescheidenen Beobachtungen sind schwule Menschen immer willkommene Ziele, wenn es darum geht, drauflos zu prügeln. Die billigen Rechtfertigungen (Glaubensgründe, etc) werden später schamlos nachgeliefert oder hineininterpretiert.
Ich begrüße es sehr, dass der hier in Köln ansässige Verlag DuMont Schauberg mit seinen Zeitungen verstärkt des Themas ‘Gewalt gegen Schwule’ aufgreift.
Über Maneo und dessen output ließe ich freilich trefflich streiten.
26/06/2008 um 9:55 Uhr nachmittags
Vgl zum Thema auch:
http://jungle-world.com/artikel/2008/26/22074.html