Der Kölner Express meldete am 05.06.2008:
Neue Studie enthüllt: Jede 2. Ehefrau geht fremd
„In jeder zweiten Ehe“, schätzt die Paar-Therapeutin Katja Sundermeier, „sind Frauen schon mal fremdgegangen.“ Auch die Untreue-Studie des Göttinger Psychotherapeuten und Sexualberaters Ragnar Beer spricht Bände: Für das Uni-Projekt „Theratalk“ befragte er 5934 Männer und Frauen.
55 Prozent der Frauen, auch verheiratete, gaben an, dass sie in ihrer Partnerschaft einen Seitensprung begangen haben.Â
Am gleichen Tag berichtet der aus dem gleichen Hause stammende Kölner Stadt-Anzeiger  unter Bezugnahme auf das Gewis-Institut:
Die meisten Frauen würden niemals fremdgehen - sagen sie zumindest über sich selbst. 98 Prozent der verheirateten Frauen erklären, sie kämen nie auf die Idee, für das eigene Liebesglück die Familie zu verlassen.  Für das eigene Liebesglück die Familie zu verlassen, ist für den Großteil der Frauen ein Tabu: 98 Prozent der Frauen erklären, das komme für sie nicht infrage. Als Single ständig Sex mit wechselnden, fremden Männern zu haben, ist ähnlich verpönt. 97 Prozent nennen das ein Tabu. Das ergab eine repräsentative Studie des Gewis-Instituts im Auftrag der Zeitschrift «freundin». 94 Prozent der Frauen können sich nicht vorstellen, eine offene Beziehung zu führen. An der Umfrage nahmen 1000 Frauen teil.


11/06/2008 um 7:13 Uhr nachmittags
die erste meldung war eine fehlinterpretation der studie, hier nachzulesen: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-3/
demzufolge wurde die umfrage NUR mit untreuen gemacht, demzufolge waren 55% frauen und 45% männer beteiligt. eine zeitung hat das aber falsch interpretiert und weitere medien haben sich auf diese falsche nachricht gestürzt und übernommen. recherche ist wohl nicht mehr zeitgemäß …
mit der zweiten meldung zusammen würde der schluss kommen: 2% aller befragten frauen entsprechen den 55% der untreuen frauen aus erster studie. (zumindest müsste man dies jetzt so vermuten.)
11/06/2008 um 8:57 Uhr nachmittags
[...] Ein Beispiel für den  Wert solcher Gelegenheits- und Gefälligkeitsumfragen folgt sogleich. [...]
11/06/2008 um 10:16 Uhr nachmittags
@ asaaki:
Hehe, ist ja lustig… Aber wenn man ein Studien-Ergebnis wie die Uni in Göttingen veröffentlich
“An der Studie nahmen 3334 betrogene heterosexuelle Männer und Frauen teil. (34% Männer, 66% Frauen.)
Das mittlere Alter der Männer liegt bei 38 Jahren, das mittlere Alter der Frauen bei 37 Jahren.
Die mittlere Partnerschaftsdauer liegt bei Männer und Frauen bei 13 Jahren
65% der Männer und 58% der Frauen sind verheiratet.”
dann wundert es nicht, dass die versammelte Presse und sogar der ‘Studienleiter’ höchstselbst mit den Zahlen nicht klar kommen.
Wie auch immer, fremdgehende (blödes Wort) Ehefrauen interessieren mich nicht und im Übrigen glaube ich nur den Studien, dich ich selbst gefälscht habe.
28/06/2008 um 2:58 Uhr vormittags
Frauen gehen nicht fremd. Sie gehen bekannt!! Verheiratete Frauen gehen im nahen Umfeld fremd. Der sogenannte ” Beste Freund” des Ehemannes, der gute Arbeitskollege der Frau. Weihnachtsfeiern sind sehr Gefährlich., Frauen machen das auch nicht einmal, sondern für längere Zeit. Männer haben nach dem Orgasmuss ein sclechtes Gewissen. Frauen sind sehr abgebrüht. Kann davon ein Lied singen. Die lügen sehr fiel besser wie Männer.
28/06/2008 um 10:14 Uhr vormittags
@ David:
Das ist ein Ansatz für eine neue Studie!
07/11/2008 um 5:36 Uhr nachmittags
Interessant zu erfahren wäre es, in welcher Gesellschaftsschicht sich die Seitenspringer bewegen. Gibt es deutliche Unterschiede zwischen “Reichen” und anderen Schichten?
Wie sieht es mit dem Personenkreis aus, der öfters auf Geschäftsreisen sind? Neigen diese öfters zum Seitensprung als die Partner, die geregelte Arbeitszeiten und somit automatisch. Sind Hausfrauen anfälliger für eine Affäre als berufstätige?
Antworten auf diese Fragen, würden das »große« Thema Seitensprung endlich eingrenzen und vor allem neue und interessantere Erkenntnisse aufzeigen
07/11/2008 um 10:49 Uhr nachmittags
@ fibel:
Sie werden Verständnis haben, dass es mich nicht sonderlich interessiert, wofür Hausfrauen anfällig sind….
08/11/2008 um 1:21 Uhr nachmittags
Ich sehe da keinen Widerspruch in den beiden Studien.
Die 2% aus der Gewis-Studie sind so schwer beschäftigt, daß sie den Schnitt auf die 50% der ersten Studie hochreißen.
Aufgrund desselben statistischen Prinzips wählt jeder 2.Bayer die CSU: 2% der Bayern…ach, lassen wir das.
10/11/2008 um 2:44 Uhr nachmittags
@TheGayDissenter
habe auch nicht Sie persönlich gemeint
Ich lese seit Jahren immer die gleichen Studien… und wenn man es auf einen Nenner bringt, ist es immer die gleiche Aussage: x% der Männer gehen fremd, y% der Frauen gehen fremd. Das war schon seit Jahren bekannt, die Zahlen haben sich nicht großartig verändert.
Aus diesem Grund meine Gedanken zu diesem Thema - vielleicht bringen meine Worte der einen oder anderen auf bestimmte Gedanken - der ein Studie in die Wege leitet