Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, von dem der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt
Denn um auch dies festzuhalten: Der Trainer Daum hat in den eineinhalb Jahren beim 1. FC Köln nicht sonderlich überzeugt. Als Daum nach dem entscheidenden Sieg gegen Mainz im Stadion saß und mit leuchtenden Augen seine “Mission erfüllt” und “sein Versprechen eingelöst” sah, da durfte man sich wundern, warum er bei diesem Versuch, sich sein eigenes Denkmal zu errichten, nicht gleich noch einen Marmorblock, Hammer und Meißel ausgepackt hatte. Mission? Versprechen? Diese Großbegriffe waren in der Tat mit Daums Verpflichtung verbunden worden. Eine Einlösung der Erwartungen freilich hätte einen Aufstieg zwölf Monate vorher vorausgesetzt - und nicht einen kostenintensiven, schlagzeilenträchtigen und wenig beeindruckenden Durchmarsch von Platz acht der Tabelle (14. Spieltag) auf Rang neun (34. Spieltag) der Saison 2006/07.
wird am kommenden Mittwoch im Fernsehen verkünden:
„Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. Und ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.“
Woher er weiß, wie Schwule sind? Nun, von seinen schwulen Freunden:
Der 54-Jährige relativierte allerdings am Freitag in einer FC-Pressemitteilung seine missverständlichen Äußerungen. “Grundsätzlich bin ich ein toleranter und liberaler Mensch. Ich habe keinerlei Berührungsängste zu homosexuellen Menschen. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es Einige, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben.”
Dazu fällt mir Joe Brummer (’replace lies with truth’) ein:
Being Gay is all About the SEX?
There are two things I hear anti-gay folks say that contradict each other on every level. The first is that being gay is all about sex, the second is that they know or have gay friends. Those two things don’t add up when put together. In fact, they don’t add for anyone breathing. If you believe on any level that being gay is just about sex, then you don’t know really know or understand anyone who is gay. You may be surface level friends or something, but you don’t really know or understand gay people. If you did, then you would know this isn’t all about sex. You would also know how dehumanizing it feels to hear people say it is all about sex.
I have known dozens of gay couples, and read about hundreds more who have been together 15, 20, 30, 40, 50 years. I can assure that doesn’t happen to couples who have based their relationship on sex. Sex is fun. Sex is rewarding for couples. It reassures feelings of intimacy. It can end arguments and create memories. Sex is the foundation of all relationships, but not the structure. Gay or straight, your attraction to your partner is key, but it is your love that keeps you together. It is your Darwinian instinct to have sex, with a person with whom you are attracted. On the other hand, it won’t last past breakfast if there isn’t something more.
I can tell you that after eight years (at the end of this month) being with my partner, this isn’t about sex. It is about companionship and love. If it was just sex, I could have dumped him years ago. So the next time some anti-gay person says that being gay is all about sex, but then claims they have gay friends you should know they are either lying or they greatly over-estimate the level of friendship and most certainly the understanding they have with and of gay people


23/05/2008 um 9:15 Uhr nachmittags
schön schön … damit ist ja dann alles zu dieser hohlen nuss gesagt
ich denke herr d. hat sich (endgültiog) selbst desavouiert …
23/05/2008 um 11:07 Uhr nachmittags
Das von Dir zitierte Statement von Joe Brummer gefällt mir sehr gut. Erwähnte ich schon einmal das mein langjähriger bester Freund, eine Hete durch und durch (den ich schon zu allen möglichen schwul-lesbischen Events mitgeschleppt habe und wir eine Zeit lang auch eine WG gebildet haben) im Traum nicht daran denken würde so einen Blödsinn von sich zu geben, aber Herr D. “kennt” weder Schwule und wahrscheinlich keinesfalls welche aus seinem Bekanntenkreis.
23/05/2008 um 11:27 Uhr nachmittags
Lt Express hat Daum sich wie folgt eingelassen:
“EXPRESS hakte bei Daum nach: Hat er das wirklich so gemeint? Daum: „Ich bin ein toleranter und liberaler Mensch und habe nichts gegen Schwule. Ich habe keine Berührungsängste gegenüber Homosexuellen.
In meinem Bekanntenkreis gibt es einige. Meine Frau ist Künstlerin, sie ist mit Schwulen befreundet.”
24/05/2008 um 6:44 Uhr vormittags
…die kölsche Antwort
http://www.warmersueden.de/
und das Kölner ‘Dreigestirn’
- Karneval
- 1. FC (..mit oder ohen Daum)
- CSD
26/05/2008 um 6:02 Uhr nachmittags
[...] Vielleicht müssen ‘wir’ diesem Christoph Daum sogar dankbar sein, für seine tiefe Feindseligkeit gegenüber schwulen [...]
27/05/2008 um 12:16 Uhr nachmittags
[...] hat er plötzlich schwule Freunde, die selbst ausgeprägte Schwulenfeindlichkeit gut finden. Erst das deutsche Gesicht der Homophobie im Fußball, jetzt der Kölner Kabarettist Jürgen Becker, und morgen vielleicht der hier ortsansässige [...]
30/05/2008 um 9:18 Uhr nachmittags
[...] Kennt jemand Angelica Camm? Niemand? Macht nichts, ich kenne sie auch nicht. Es ist die Ehefrau von Christoph Daum. Da sie kaum jemand kennt, wird sie es mir nachsehen, dass ich sie im Titel mit ihrer [...]
27/06/2008 um 2:16 Uhr nachmittags
[...] dass er schwul ist, wurde er gefeuert, denn Schwule und Kinder/Jugendliche, dass geht ja nicht. Christoph Daum hat es uns erst [...]
11/07/2008 um 2:22 Uhr nachmittags
Ich habe die Debatte um die Aussagen dieses Kaspers gerade erst mitgekriegt, offensichtlich etwas spät. Nun ja, was ich eigentlich nicht begreife ist, warum von den Sprechblasen der notorischen Quaktasche Daum überhaupt Notiz genommen wird. Wen kümmert es denn? Der Dämlack wird noch ein halbes Jahr auf der Kölner Bank herumhampeln, dann wird er wie gewöhnlich gefeuert und darf sich dann erst mal wieder irgendwo janz weit drusse in der Welt den Schnäuzer kämmen. Deswegen mein Tipp: Gar nicht erst ignorieren.
11/07/2008 um 8:54 Uhr nachmittags
@ Rakotozafy:
Geil, ein Schwedischer Blog!