In den Höhlen des Katholizismus

Lieber Leser, liebe Leserin, darf ich zu einer Reise durch die Widerlichkeiten des römischen Katholizismus einladen? Dieser Ausflug ist nichts für schwache Nerven und birgt eine Menge an Aufregungspotenzial.

 

Zur Überschrift dieses Posts: Höhlen sind Hohlräume. In ihnen ist nichts. In ihnen herrscht Dunkelheit und geistige Leere. Hohlräume können nicht Denken und nicht Fühlen; erstaunlicherweise können sie glauben. Und ständig dringt aus diesen Hohlräumen hohles Zeug nach draußen.

 

Höhle Nr 1 - Der Vatikan

 

Nachdem der Supreme Court of California klar gestellt hat, was eine Ehe ist, waltete der oberste römisch-katholische Giftspritzer seines Amtes. Er entlässt folgendes aus seinem Hohlraum: 

Die Vereinigung aus Liebe, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau basiert und die Familie ausmacht, ist ein hohes Gut für die gesamte Gesellschaft, das nicht ersetzt oder mit einer anderen Art von Verbindung durcheinander gebracht werden kann. 

 

Wann, wann endlich hören wir denn einmal eine Begründung, für diese Auffassung? Aber es ist wohl so, dass auch im Hause Ratzinger sich trotz aller windigen Spitzfindigkeiten für Phobien wie für Hass keine Rechtfertigung finden lässt.

 

Höhle Nr 2 -  Der Saal der Propheten

 

Nach der Entscheidung des Supreme Court füllen sich die verschiedensten Diskussionsforen mit schwulenfeindlicher Hetze aller Art. Einer dieser Hetzer, er nennt sich selbst ‘Ferdinand Fisch’ tönt in seinem Hohlraum (und deutet sein eigenes Echo wohl als Zustimmung):

 

Der Einfluß des Menschen auf spiritueller Ebene ist gegeben. Die Menschheit heute ist so schlecht, daß Beben, Fluten, Stürme aber auch Hunger, Not und Kriege weiter massiv zunehmen werden. In der Offenbarung steht, daß die Engel an allen Ecken der Welt die Naturkatastrophen loslassen werden, um Gottes Zorn freien Lauf zu lassen, alle Ungläubigen zu strafen, denen nichts besseres einfällt als Haß, Gier, Raub, Mord, Unzucht, Abtreibung, Ehebruch, Feminismus, Homosexualität und andere Dinge, die Gott ein Greuel sind und gegen seine Gesetze verstoßen.

 

Und er prophezeit: 

Darum sagte ich auch, daß Gott Kalifornien versinken wird lassen. Er rottet das Übel aus. Wie er es immer wieder in der Bibel verkündet. Atheisten mögen das dem “Zufall” oder “Naturgesetzen” oder dem “Klimawandel” zuschreiben, aber ein Christ sieht, wer es wirklich macht. “Der Schöpfer wird alle Gottlosen auslöschen.” (Die Bibel)  

 

Nun, einstweilen ist ‘Gott’ ja mit der Auslöschung der Birmanen und Chinesen beschäftigt. Gleichwohl warnen ernstzunehmende Seismologen schon seit Jahren vor einem (erneuten) Erdbeben in Kalifornien. Offenbar rüttelt ‘Gott’ schon seit längerem an den Erdplatten. Ach, ich fange auch an zu Glauben. Immer wenn es irgendwo eine Naturkatastrophe gibt, kann ich die Urheberschaft auf ‘Gott’ schieben. Wunderbarer Glaube. Wollte man diesem Ferdinand Fisch, jenem, der vom Kopf her stinkt, ‘glauben schenken’, müsste man fragen, warum ‘Gott’ nicht schon längst den Vatikan hinweggespült hat.

 

Höhle Nr 3 - Das Glaubensverlies des Peter Mettler

 

Wer ist Peter Mettler?

 

Peter Mettler wurde 1955 in Morbach geboren. Er trat 1974 in die Ordensgemeinschaft der Missionare von der Heiligen Familie ein und wurde 1981 zum Priester geweiht. Am ‘Instituto Superior do Direito Canônico’ der Erzdiözese von Rio de Janeiro erwarb er 2004 das Lizenziat in Kirchenrecht. 2007 wurde er von der Universität Freiburg im Breisgau zum Dr theol promoviert. Gegenwärtig arbeitet er als Professor am Seminário Maria Mater Ecclesiae do Brasil in Itapecerica da Serra im brasilianischen Bundesstaat São Paulo und in der Pfarrseelsorge.

 

Mit anderen Worten: Dieser Mensch ist des Lebens fremd und das Leben ist ihm fremd. Deswegen haust er in einer Höhle. Aus dieser Höhle lässt er via kath.net, einer online-Fibel der römischen Katholiken, Folgendes ans Tageslicht: 

Meine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema „Priesteramt und Homosexualität“ trägt den auf den ersten Blick harmlos erscheinenden Titel „Die Berufung zum Amt im Konfliktfeld von Eignung und Neigung”. Erst der Untertitel lässt etwas von dem Konfliktpotenzial erahnen, das sich dahinter verbirgt: „Eine Studie aus pastoraltheologischer und kanonistischer Perspektive, ob Homosexualität ein objektives Weihehindernis ist.“  

 

Wissenschaftliche Untersuchung? Wie kann das sein? Es geht in der Theologie und der Kanonik doch um den Glauben (sonst würde die Szene nicht in einem Hohlraum spielen) und nicht um das Wissen.

Dies zeigt, dass sich das Verständnis von Homosexualität nach einer langen Geschichte der negativen Beurteilung zumindest im westlich-nordamerikanischen Zivilisationskreis ins Gegenteil verkehrt hat, 

 

Schon im Ansatz falsch! Bevor die Christenmenschen mit ihrem Hass loszogen, wurde Homosexualität nicht negativ beurteilt, insbesondere nicht in den indianischen Kulturen. 

und dies innerhalb von nur dreißig Jahren.  

 

Neid, weil 2000jährige christliche Fehlentwicklungen nun in kurzer Zeit korrigiert werden? 

Aus einem Straftatbestand wurde ein Bestandteil der Menschenwürde, eines in der Tat erstaunlichsten Phänomen der Gegenwart. 

 

Nun, der ‘Straftatbestand’, den Mettler offenbar zurücksehnt, folgte aus der Interpretation des ‘göttlichen Gesetzes’ durch Menschen. Die Erkenntnis, das Glaube und Menschenwürde sich zueinander Diametral verhalten, ist kein Phänomen. Es ist vielmehr ein Phänomen, dass im Jahr 2008 unserer Zeitrechnung immer noch so viele Menschen an einen ‘Gott’ glauben, den es nicht gibt. 

Dieser Bewusstseinswandel wurde absichtlich herbeigeführt. 

 

Auch Glaube wurde und wird absichtlich herbeigeführt. Sogar Kinder und Jugendliche werden mit staatlicher Unterstützung in den Schulen zum Glauben genötigt. 

Er ist ein gewollter Kulturbruch, für den es verschiedene Gründe gibt. Neben einem Verfall lebensbestimmender, ethischer Überzeugungen seit dem Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und dem Einfluss der künstlich arrangierten, ideologisch motivierten und irreführenden Kinsey-Reporte 

 

McKinsey ist schuld! Aha, da haben die römischen Katholiken ja schon wieder einen Schuldigen gefunden.  

ist dafür vor allem eine beispiellose Erfolgsstory, die der Internationalen Schwulenbewegung verantwortlich. Diese liest sich teilweise wie ein Thriller. Es ist spannend und bestürzend zugleich, die Konsequenz zu verfolgen, mit der Ziele verfolgt wurden und werden.  

 

Schon wieder Neid? Leider sind die bewegten Schwulen nicht so erfolgreich, wie sie sein sollten. 

Vor allem aber bestürzt die Strategie, mit der alle Mittel bedenkenlos zur Erreichung dieser Ziele eingesetzt wurden und werden. 

 

Nun, mit den Strategien der römischen Katholiken, Kreuzzüge, Inquisition, Abpressen des Zehnten, Paktieren mit den Nazis, Erpressung von demokratisch gewählten Regierungen als Beispiele, können es die bewegten Schwulen nicht aufnehmen. Sie setzen sich unblutig und nicht kriminell für ihre Ziele ein.

 

 

Den Rest der Mettler’schen Verschwörungstheorie überspringe ich. 

Das Grunddogma  

 

Dogma?? Wo? Dogmen sind Sache der Kirche, nicht der Schwulen. 

der Schwulenbewegung, Homosexualität sei angeborene Anlage und gehöre unveränderbar zum Wesen und zur Identität des jeweiligen Betroffenen, erweist sich jedoch bei genauer Prüfung als unhaltbares Konstrukt; es handelt sich um ein rund 100 Jahre altes politisches Konzept, das der physiologischen und psychologischen Fundierung entbehrt. Keine der bisher vorliegenden Studien, die biologische Faktoren als Hauptursache für Homosexualität nachzuweisen suchten und vielfach von bekennenden und damit befangenen homosexuellen Forschern durchgeführt wurden, ist in sich schlüssig. Sie sind bestenfalls spekulativ. Psychologischen Faktoren und Erklärungen wird in diesen Studien dagegen keine oder kaum Aufmerksamkeit geschenkt, [...]  Alle betrachten, wenn auch in unterschiedlicher Perspektierung, Homosexualität als eine Entwicklungsstörung auf dem Gebiet der geschlechtlichen Identität, die nicht angeboren, sondern unter bestimmten Bedingungen und Einflüssen erworben und deshalb auch veränderbar ist. So hat der Wiener Psychiater E. Ringel Homosexualität als neurotisches Symptom bezeichnet, resultierend aus einer krankhaften Kindheitsentwicklung, welche zu einer abnormen Persönlichkeitsstruktur im gefühlsmäßigen Bereich führt. [... bla, bla, bla, ...] Die Auseinandersetzung mit Homosexualität wurde und wird bis heute unter dem Druck der Prämissen der Schwulenbewegung geführt.

 

Mettler versucht, nicht zuletzt durch Beiziehung längst Verstorbener (ich aber lebe!!), folgende These aufzustellen und zu untermauern: Weil nicht restlos und einwandfrei bewiesen sei, das Homosexualität keine Wahlentscheidung sei, müsse man einfach glauben (!), dass Homosexualität eine Wahlentscheidung ist! Und genau dort wird das Grundproblem des Glaubens deutlich: Immer dann, wenn kein zweifelsfreies und unwiderlegbares Wissen vorhanden ist, wird einfach irgendetwas geglaubt (zum Beispiel, dass die Erde eine Scheibe ist). In Bezug auf Homosexualität weiß die römisch-katholische Kirche sehr wenig, glaubt aber sehr viel. Damit reiht sich dieses Thema in die Basis-Ideologie dieser Glaubensgemeinschaft ein, die da lautet: Glauben hält die Menschen dumm, Wissen lässt sie kritisch denken und fragen. Werkzeug dieser Ideologie ist der Glaubenshäuptling, der für sich Unfehlbarkeit in Anspruch nimmt. Könnte er mit der Weitergabe von Wissen überzeugen, brauchte er das Mittel des Denkverbots nicht.

 

Ich weise auf die Haltung Desmond Tutus zu diesem Thema hin. 

 

Im Übrigen ist die Diskussion über die Frage, ob Homosexualität genetisch bedingt ist, durch angebliche Entwicklungsstörungen (Allein hier von einer Störung oder einem neurotischen Symptom zu sprechen, zeigt mit welcher (gottlosen?) Verachtung der Verfasser seinen Mitmenschen begegnet. Was geht in dieser Höhle vor sich?), durch welche Einflüsse auch immer oder durch eine Wahlentscheidung zustande kommt, neben der Sache liegend. Nehmen wir an, Homosexualität wäre etwas Auswählbares. Was ist daran schlimm, wenn sich jemand dafür entscheiden würde, homosexuell zu sein? Schlimm, und diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu, ist nicht die Homosexualität, sondern der Umgang der Mitmenschen mit homosexuellen Menschen, der nicht selten in einem Wahn endet, wie wir ihn bei Mettler beobachten können.

 

Mettler wendet sich nun der Kirche zu: 

Insofern die Kirche Teil der Welt ist und umgekehrt, verwundert es nicht, dass die Problematik der Homosexualität auch innerhalb der Kirche voll zu Buche schlägt.  

 

Problematik der Homosexualität? Die gibt es nicht. Wie vorerwähnt gibt es nur die Probleme einiger Menschen mit Homosexualität.

 

Und nun bastelt er eine neue Verschwörungstheorie. Diese Anhäufung von Verschwörungstheorien in der Mettler’schen Höhle deuten auf pathologischen Verfolgungswahn hin.

 

Bewusst und gezielt wird auch die kirchliche Sexualmoral von vielen Verantwortlichen in der Kirche abgelehnt. Das ist die Anklage, die M. S. Rose in seinem Buch „GoodBye! Good Men! How Catholic Seminaries Turned Away Two Generations of Vocations From The Priesthood“ erhebt und sieht darin den entscheidenden Grund für die hohen und noch immer wachsenden Zahlen von homosexuell empfindenden (und auch praktizierenden) Seminaristen, Priestern und Ordensleuten. Rose zitiert seitenweise Beispiele von abgelehnten Priesteramtskandidaten, die wegen ihrer die Lehre der Kirche bejahenden Anschauungen zu Sexualität und Sexualmoral den Psycho-Test, der oft von ungläubigen, kirchenfernen oder gar kirchenfeindlichen Psychologen ausgearbeitet und angewandt wurde, nicht bestanden: „Sexuell unterentwickelt“ oder „zu dogmatisch“ hieß es in den Bewertungen.

 

Wer sich zum Zölibat bekenne und es ablehne, Homosexualität als normal zu betrachten, werde wie einer betrachtet, der Zeichen sexueller Perversität zeige. Diese offene Diskriminierung heterosexuell empfindender Seminaristen führt geradezu zwangsläufig zur Bildung einer homosexuellen Subkultur und zu homosexuellen Netzwerken in Seminaren und dann auch im Klerus, was wiederum auf heterosexuell empfindende Seminaristen und Priester eine destabilisierende und abstoßende Wirkung ausübt und nicht selten zu ihrem Exodus führt. Damit ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Homosexualisierung des Klerus getan.

 

Ob auch Kräfte von außerhalb der katholischen Kirche gezielt zu dieser Entwicklung beigetragen haben, kann angesichts der auffälligen Beobachtung, dass in den USA der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts homosexuell empfindende Männer in die Seminare strömten und so ihre Zahlen in die Höhe zu schnellen begannen, genau zu dem Zeitpunkt, als die Internationale Schwulenbewegung nach der Formulierung ihrer Ziele mit dem „Marsch durch die Institutionen“ begann, nicht ausgeschlossen werden. Es wäre nur konsequent, wenn dieser Marsch die Kirche als erklärtem Gegner der propagierten Ziele der Schwulenbewegung mit eingeschlossen hätte.  

 

Jetzt weiß ich es: Eine geheime schwule Kraft aus den USA hat mich ferngesteuert damals dazu gebracht, mich kleinen schwulen Jungen in die Messdienerschaft einzuschmuggeln und die gesamte Kirchengemeinde zu unterwandern. Dummerweise habe ich meinen Auftrag verfehlt, und keine anderen Messdiener schwul gemacht. Und vergriffen habe ich mich an ihnen auch nicht. Aber das war ja nicht meine Aufgabe, sondern, wie Mettler weiß: 

Die Fälle von sexuellem Missbrauch überwiegend postpubertärer männlicher Heranwachsender durch Priester und Ordensleute, die der Kirche in den vergangenen Jahren immensen moralischen und finanziellen Schaden zugefügt haben, stehen in einem engem Zusammenhang mit der skizzierten Entwicklung, was von betroffener Seite natürlich vehement bestritten wird, bei nüchterner Betrachtung aber unübersehbar ist. Bei den als Pädophilieskandalen bekannt gewordenen Fällen handelt es sich in Wahrheit um Homosexualitätsskandale. 

 

“Finanzieller Schaden” ist die entscheidende Aussage in diesem Textteil. Sie zeigt, wie sehr die Kirche und Mettler am Geld kleben. Denn bei dem ganzen Glaubenskram geht es nur um Geld und Macht. Vermutlich hat ein homosexueller Priester diesem Mettler einen Strich durch die Karriererechnung gemacht und nun lesen wir gerade ‘Mettler’s Rache’. Rache scheint mir eine sehr treffende Bezeichnung für die Philippika zu sein, die sich Mettler zusammen geschustert hat.

 

Und jetzt, liebe Leser und Leserinnen, kommt Mettler’s großer Wurf (einfach köstlich - mit wie vielen Schränken ist Mettler wohl zusammengeprallt, um so etwas zustande zu bringen?): 

Die rein formale Erfüllung des von c. 1024 CIC geforderten Mannseins ist für den Empfang des Weihesakramentes unzureichend, da der Priester Jesus Christus in seinem spezifischen Handeln als „Bräutigam“ gegenüber seiner „Braut“, der Kirche zu repräsentieren hat. Dies kann ein homosexuell empfindender Mann nicht, da ihm die Relation „Bräutigam-Braut“ fremd ist. Wenn sowohl Sinn und Symbolik des Weihesakramentes mit seinem männlich-weiblichen Hintergrund als auch anthropologische Grundgegebenheiten durch eine öffentliche Identifizierung mit der Gay-Kultur oder einer Wertschätzung der eigenen Homosexualität als positiver Quelle nicht verdunkelt, unscharf, beziehungsweise geleugnet werden sollen, setzt dies heterosexuelles Mannsein für seinen Empfang als wesentlich sinnvoller, wenn nicht gar zwingend voraus. 

 

Heterosexuelles Mannsein eines Priesters, der im Zölibat lebt? Da kann doch allenfalls von heteroverkümmertem Mannsein die Rede sein. 

Das nach c. 1037 CIC vor dem Empfang des Weihesakramentes abzulegende Zölibatsversprechen beinhaltet nicht nur die Verpflichtung zur sexuellen Enthaltsamkeit, sondern auch echten Verzicht, den auf Ehe und Familie. Dieser Verzicht setzt prinzipiell heterosexuelles Mannsein voraus. Homosexuell empfindende Männer können somit diese Voraussetzung für den erlaubten Weiheempfang nicht erfüllen, außer man würde, zumindest indirekt, die Möglichkeit der sogenannten „Homo-Ehe“ erwägen beziehungsweise sogar bejahen. 

 

Nun, vielleicht stimmt etwas mit der erzkatholischen Auslegung der Begriffe ‘Ehe’ und ‘Familie’ nicht. Jedenfalls ist aus der gesamten Mettler’schen Hass-Tirade nichts Überzeugendes ersichtlich, was gegen eine ‘Homo-Ehe’ spräche. Allerdings ist die Mettler’sche Logik ohnehin ziemlich bodenlos; er zieht die ‘Homo-Ehe’ selbst als entferntes Hilfskonstrukt in Betracht, um sie homosexuellen Priester sogleich via Zölibat zu verbieten. In dem Verbot der Sexualität, und schwerwiegender noch, in dem Verbot, zu lieben, liegt aber wohl das Grundproblem der römischen Katholiken.

 

 

5 Antworten zu “In den Höhlen des Katholizismus”

  1. hephai sagt:

    Diese Verbote machen doch die katholische Kirche so attraktiv.
    Verbotener Weise mit meinen Mann poppen macht doch doppelt Spaß…

    Und allein beim Gedanken an die Qualen der Hölle. Orgastisch.

    tom

  2. MithrasX sagt:

    Spannend wird es auch noch, wenn man betrachtet, daß sich der Priester ja wohl als “Bräutigam der Gemeinde” verstehen soll. Erstmal wäre das höchst-polygam. (Gemeinden können sehr groß werden…)

    Das Zölibat kann dann als Schutz für die Priester verstanden werden. Denn selbst der potenteste Priester könnte wohl in die Knie gehen, wenn jedes Gemeindemitglied am WE auf “vollzug der ehelichen Pflichten” besteht.

    Noch interessanter wird es, wenn man beachtet, daß viele Gemeindemitglieder männlich sind. Wir habn also in der katholischen Kirche schon eine gelebte Form der Homo-Ehe.

    Warum man für dieses Konstrukt aber heterosexuell sein muss (wobei man beide Formen der Sexualität ja unterdrücken müsste) mag mir doch nicht ganz klar werden.

  3. koww sagt:

    zur Hölle NR. 3: Peter Mettler:
    “Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.”

  4. TheGayDissenter sagt:

    @ MithrasX:

    Ich habe mich beim Leben der ‘Bräutigam’-Passage auch gefragt, ob die Knallerbse Mettler wirklich bedacht hat, was er schrieb.

    @ koww:

    Einen Teil meiner Abgründe kennst Du ja *fg*

  5. koww sagt:

    Na wenn es die Abgründe sind, die ich jetzt meine da kann ich nur mit nem Schlagertitel antworten: “Mit Dir geh ich durch’s Feuer……” *gfg”

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