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	<title>Kommentare zu: Stippvisite in Warschau</title>
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	<description>The existence of humans is an irrefutable evidence for the fact that there is no god!</description>
	<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 20:24:01 +0000</pubDate>
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		<title>Von: amorcito</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/05/14/stippvisite-in-warschau/#comment-3211</link>
		<dc:creator>amorcito</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 22:11:50 +0000</pubDate>
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		<description>du meine Guete... gut dass Du zugegeben hast, es war nur ein fluechtiger Besuch, ansonsten klingt dein Ton als haettest Du in Warschau mindestens ein paar Wochen verbracht... und als haettest Du niemals oestliches Berlin erlebt. (Falls nicht, fahr mal hin, Du wirst Dich wundern, wie die in die EU reingeschafft haben)

Die Vorurteile beiseite gelegt? Wohl doch nicht alle...
Also es gibt in Warschau durchaus viele Leute, die Englisch oder andere Fremdsprachen beherrschen. Mehr als in jeder anderen Stadt in diesem Lande. Es gibt Leute wie mich - und ich bin auch aufindbar beim Romeo....- Kannst DU mindestens drei Saetze so gut auf Polnisch wie ich es auf Deutsch sagen kann?? Ausser in Berlin finde ich in Deutschland auch keine Aufschriften in Polnisch auf Automaten... 
Vergleich bitte diese Kenntnisse mit dem bluehenden Spanien... Ich denke, in Warschau kommst Du mit Fremdsprachen weiter... Natuerlich nicht wenn Du Dich nur mit den Kassiererinnen im Supermarkt unterhaelst.. Dass bei uns die aeltere Generation in der Schule Russisch lernen musste, haben wir den Deutschen und den Allierten zu verdanken (und nicht nur das).

Zweitens kannst Du diese Stadt mit kaum einer anderen in Europa vergleichen. Ich habe als Stadtfuehrer gelernt was wir hier alles verloren haben, was zerstoert wurde usw...  Die Auslandskorrespondenten berichteten nach 1945, Polens Hauptstadt sei nicht mehr wiedeaufzubauen. Vergiss nicht, die kraeftigsten juengsten gesunden Menschen haben am Aufstand 1944 teilgenommen. Vergiss nicht, diese Stadt verlor ihm Krieg um die Haelfte ihrer Bewohner. Diese Stadt hat ihren Tod erlebt.
Aber sie steht heute noch und holt in den letzten Jahren kraeftig nach. Der EU-Beitritt war dabei auch entscheidend, und kapiere mal endlich, dass Polen zu Westeuropa gehoert und erst seit 1989 wieder ueber sich selbst entscheiden darf.
Kapiere auch mal, dass wir von den Allierten zweimal im Stich gelassen wurden und an die Sowjetunion fuer 40 Jahre ausgeliefert nicht nur den Kulturpalast hinnehmen mussten.  Der Marshallplan war nicht dabei... 

Der OePNV ist hier natuerlich ueberlastet, und es gibt zu viele Autostaus - die Kommunisten haben halt nicht damit gerechnet, dass es zur Wende kommt und die Stadt danach aus den Naehten platzen wird. Im Vergleich zum OePNV in den anderen Staedten in Polen, steht es um Warschu gar nicht so schlecht bestellt. Ich vermisse Deine Eindruecke von einer Metro-Fahrt hier. War sie dir zu sauber, zu modern... ?
Ich lebe hier seit ein paar Jahren und kann Dir nur sagen, ich traue meinen Augen selber nicht, wie schnell sich alles aendert. Und Gedraenge gibt es zu Spitzenzeiten auch in Tokio oder Paris. In den Weltstaedten halt.

Auch sind nicht alle Polen papstgeil, dass dieser Mensch aber die Massen um 1979/1980 bewegen konnte ist eine Tatsache. Diese Massen konnten Mut fassen und es Jahre spaeter zur Wende im Ostblock bringen, wobei auch die Mauer in Berlin fiel... Ich glaube nicht, dass der Attentat auf Papst von den Amerikanern organisiert wurde - also war der Typ fuer die Kommunisten gefaehrlich, oder nicht? Hat noch jemand Fragen?

Ob die Polen es schaffen... Liebchen, wir haben schon viel geschafft. Unser Land war mehr als 100 Jahre nicht da auf der Landkarte. Es entstand wieder 1918 aus drei Teilen! Nach 20 Jahren wurde es wieder geteilt durch die lieben Nachbarn. Die Besatzung ueberlebt, den Kommunismus ueberlebt, die Transformation 1989 ueberlebt... Ob die Polen es schaffen. 

Mir fehlen in Deinem Reisebericht Bilder aus dem koeniglichen Park Łazienki. Bilder des wiederaufgebauten Koenigsschlosses. Bilder der Ghettomauer. Bilder aus dem Saechsischen Garten. Ich hoffe, Du wirst noch einmal die Gelegenheit dazu haben und wenn Du magst werde ich Dich gerne bei der Stadtbesichtigung begleiten.  
Vielleicht entsteht dann die Fortsetzung deines Reiseberichtes... 
Viele Gruesse aus der "ungezaehmten Stadt"

amorcito</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>du meine Guete&#8230; gut dass Du zugegeben hast, es war nur ein fluechtiger Besuch, ansonsten klingt dein Ton als haettest Du in Warschau mindestens ein paar Wochen verbracht&#8230; und als haettest Du niemals oestliches Berlin erlebt. (Falls nicht, fahr mal hin, Du wirst Dich wundern, wie die in die EU reingeschafft haben)</p>
<p>Die Vorurteile beiseite gelegt? Wohl doch nicht alle&#8230;<br />
Also es gibt in Warschau durchaus viele Leute, die Englisch oder andere Fremdsprachen beherrschen. Mehr als in jeder anderen Stadt in diesem Lande. Es gibt Leute wie mich - und ich bin auch aufindbar beim Romeo&#8230;.- Kannst DU mindestens drei Saetze so gut auf Polnisch wie ich es auf Deutsch sagen kann?? Ausser in Berlin finde ich in Deutschland auch keine Aufschriften in Polnisch auf Automaten&#8230;<br />
Vergleich bitte diese Kenntnisse mit dem bluehenden Spanien&#8230; Ich denke, in Warschau kommst Du mit Fremdsprachen weiter&#8230; Natuerlich nicht wenn Du Dich nur mit den Kassiererinnen im Supermarkt unterhaelst.. Dass bei uns die aeltere Generation in der Schule Russisch lernen musste, haben wir den Deutschen und den Allierten zu verdanken (und nicht nur das).</p>
<p>Zweitens kannst Du diese Stadt mit kaum einer anderen in Europa vergleichen. Ich habe als Stadtfuehrer gelernt was wir hier alles verloren haben, was zerstoert wurde usw&#8230;  Die Auslandskorrespondenten berichteten nach 1945, Polens Hauptstadt sei nicht mehr wiedeaufzubauen. Vergiss nicht, die kraeftigsten juengsten gesunden Menschen haben am Aufstand 1944 teilgenommen. Vergiss nicht, diese Stadt verlor ihm Krieg um die Haelfte ihrer Bewohner. Diese Stadt hat ihren Tod erlebt.<br />
Aber sie steht heute noch und holt in den letzten Jahren kraeftig nach. Der EU-Beitritt war dabei auch entscheidend, und kapiere mal endlich, dass Polen zu Westeuropa gehoert und erst seit 1989 wieder ueber sich selbst entscheiden darf.<br />
Kapiere auch mal, dass wir von den Allierten zweimal im Stich gelassen wurden und an die Sowjetunion fuer 40 Jahre ausgeliefert nicht nur den Kulturpalast hinnehmen mussten.  Der Marshallplan war nicht dabei&#8230; </p>
<p>Der OePNV ist hier natuerlich ueberlastet, und es gibt zu viele Autostaus - die Kommunisten haben halt nicht damit gerechnet, dass es zur Wende kommt und die Stadt danach aus den Naehten platzen wird. Im Vergleich zum OePNV in den anderen Staedten in Polen, steht es um Warschu gar nicht so schlecht bestellt. Ich vermisse Deine Eindruecke von einer Metro-Fahrt hier. War sie dir zu sauber, zu modern&#8230; ?<br />
Ich lebe hier seit ein paar Jahren und kann Dir nur sagen, ich traue meinen Augen selber nicht, wie schnell sich alles aendert. Und Gedraenge gibt es zu Spitzenzeiten auch in Tokio oder Paris. In den Weltstaedten halt.</p>
<p>Auch sind nicht alle Polen papstgeil, dass dieser Mensch aber die Massen um 1979/1980 bewegen konnte ist eine Tatsache. Diese Massen konnten Mut fassen und es Jahre spaeter zur Wende im Ostblock bringen, wobei auch die Mauer in Berlin fiel&#8230; Ich glaube nicht, dass der Attentat auf Papst von den Amerikanern organisiert wurde - also war der Typ fuer die Kommunisten gefaehrlich, oder nicht? Hat noch jemand Fragen?</p>
<p>Ob die Polen es schaffen&#8230; Liebchen, wir haben schon viel geschafft. Unser Land war mehr als 100 Jahre nicht da auf der Landkarte. Es entstand wieder 1918 aus drei Teilen! Nach 20 Jahren wurde es wieder geteilt durch die lieben Nachbarn. Die Besatzung ueberlebt, den Kommunismus ueberlebt, die Transformation 1989 ueberlebt&#8230; Ob die Polen es schaffen. </p>
<p>Mir fehlen in Deinem Reisebericht Bilder aus dem koeniglichen Park Łazienki. Bilder des wiederaufgebauten Koenigsschlosses. Bilder der Ghettomauer. Bilder aus dem Saechsischen Garten. Ich hoffe, Du wirst noch einmal die Gelegenheit dazu haben und wenn Du magst werde ich Dich gerne bei der Stadtbesichtigung begleiten.<br />
Vielleicht entsteht dann die Fortsetzung deines Reiseberichtes&#8230;<br />
Viele Gruesse aus der &#8220;ungezaehmten Stadt&#8221;</p>
<p>amorcito</p>
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		<title>Von: TheGayDissenter</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/05/14/stippvisite-in-warschau/#comment-1569</link>
		<dc:creator>TheGayDissenter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2008 19:33:52 +0000</pubDate>
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		<description>@ hephai:

Ja, das Gebäude ist klasse. Schade nur, dass es wegen der zunehmenden und dichter heranrückenden Umfeldbebauung seinen Solitärstatus einbüßt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ hephai:</p>
<p>Ja, das Gebäude ist klasse. Schade nur, dass es wegen der zunehmenden und dichter heranrückenden Umfeldbebauung seinen Solitärstatus einbüßt.</p>
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	<item>
		<title>Von: hephai</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/05/14/stippvisite-in-warschau/#comment-1561</link>
		<dc:creator>hephai</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 20:04:34 +0000</pubDate>
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		<description>den kulturpalast finde ich persönlich toll, einfach zeitlos</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>den kulturpalast finde ich persönlich toll, einfach zeitlos</p>
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	<item>
		<title>Von: ondamaris</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/05/14/stippvisite-in-warschau/#comment-1555</link>
		<dc:creator>ondamaris</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 17:18:44 +0000</pubDate>
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		<description>ich kann mich an spanien &#38; portugal während des prozesses der eu-beitrittsverhandlungen und kurz danch erinnenr - damals gab es auch dort sehr viel von dem, was wie wildwuchs wirkt (teils ja heute noch, wie der synthetische und völlig überhitze bau-boom jüngst). vielleicht ist mit polen -wie auch anderen ehemaligen rgw-staaten- ein wenig mehr geduld erforderlich
was ich in berlin wahrnehme, ist dass es eine sehr westlich orientierte und durchaus an nachhaltig demokratischen entwicklungen interessierte jugend gibt, die auch (manchmnal mehr als berliner schwule) bereit ist sich zu enaggieren</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich kann mich an spanien &amp; portugal während des prozesses der eu-beitrittsverhandlungen und kurz danch erinnenr - damals gab es auch dort sehr viel von dem, was wie wildwuchs wirkt (teils ja heute noch, wie der synthetische und völlig überhitze bau-boom jüngst). vielleicht ist mit polen -wie auch anderen ehemaligen rgw-staaten- ein wenig mehr geduld erforderlich<br />
was ich in berlin wahrnehme, ist dass es eine sehr westlich orientierte und durchaus an nachhaltig demokratischen entwicklungen interessierte jugend gibt, die auch (manchmnal mehr als berliner schwule) bereit ist sich zu enaggieren</p>
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