Aus einer Pressemitteilung des LSVD:
Der jamaikanische Staatsbürger Miguel Collins (Sizzla Kalonji) wird wahrscheinlich kein Einreisevisum für Deutschland erhalten. Das Bundesinnenministerium (BMI) hat uns heute mitgeteilt, dass aufgrund unseres Schreibens das BMI und das für die Visaerteilung zuständige Auswärtige Amt “die erforderlichen ausländerrechtlichen Maßnahmen zur
Verhinderung einer Einreise in den Schengenraum getroffen” haben.Genau darum hatten wir BMI und AA Ende März gebeten.
Der jamaikanische Staatsbürger Miguel Collins (Sizzla Kalonji) ruft in mehreren seiner Songs zu Mord und Totschlag an Schwulen auf. Sein Name wurde nunmehr offenbar ins Schengener Informationssystem (SIS) gestellt mit der Folge, dass er keine Einreise in den Schengenraum erhält. In diese nichtöffentliche Datenbank werden u. a. Personen eingetragen, die im Schengenraum unerwünscht oder zur Fahndung ausgeschrieben sind. Auch das AA hatte uns telefonisch informiert, die Einreise sei nicht erwünscht, da die deutsche Botschaft in Kingston bestätigt habe, dass der Interpret vor allem volksverhetzende Titel im Programm habe.
Diese Entwicklung ist mehr als erfreulich, nach dem erst kürzlich die Behörden des kleinen Südamerikanischen Staates Guyana vorgemacht haben, wie so etwas geht:
Guyanese authorities have banned a Jamaican reggae artist known for anti-gay lyrics from performing in the South American country.
Interior Minister Clement Rohee says Bounty Killer is no longer welcome because gunfire erupted at an April 19 concert.
Rohee announced the ban Monday. He says Bounty Killer’s lyrics promote violence and celebrate criminal behavior. He also banned the Jamaican singer Movado.

