Neue Studie: Schwule Männer trinken pro Minute 6 Milliliter Kölsch

Eine lange und mit Spannung erwartete Untersuchung über den Kölsch-Konsum schwuler Männer wurde vor wenigen Tagen vorgelegt. Ich gebe im Folgenden Auszüge aus der vom Science-Institute of Ivory Tower in Islington mit Förderung durch den NSB neV erstellten Studie wieder:

Untersuchungsziel

[...] ist es Ziel der Untersuchung herauszufinden, ob und in welchem Umgang die Homosexualität eines Menschen dessen Kölsch-Konsum beeinflusst. [...] Während der laufenden Untersuchung wurde festgestellt, dass der Versuchsaufbau geeignet ist, weitere Erkenntnisse über das Verhalten schwuler Menschen zu gewinnen. Die Ziele der Studie wurden daher entsprechend flexibel an die gefundenen Erkenntnisse angepasst. [...]

Versuchsaufbau

Auf der Basis mehrjähriger empirischer Beobachtungen des Studienleiters Steven Stone, lic deg MoFA North Church, konnte weltweit nur ein Ort identifiziert werden, in dem während des Versuchsverlaufs eine ausreichende Versorgung mit Kölsch zu erwarten war: Köln. [...] Aus Effizienzgründen wurden als Probanden ausschließlich erwachsene Männer aus Deutschland für die Studie ausgewählt. Die Probanden stammen aus verschiedenen deutschen Kulturlandschaften, wie zum Beispiel dem Ruhrgebiet oder der norddeutschen Tiefsteppe. Gleichwohl war eine ausreichende sprachliche Verständigung zwischen den Probanden gewährleistet. Die ausdifferenzierte regionale Zusammensetzung und die ausgewogene Altersstruktur genügen den Anforderungen an repräsentative wissenschaftliche Methoden. Mit Hilfe anerkannter statistischer Verfahren können die Ergebnisse auf die gesamte Weltbevölkerung übertragen werden. [...] Im Gegensatz zu in der Vergangenheit durchgeführten Studien, die sich mit schwul-lesbischen Lebensweisen beschäftigen, wurden die Tests nicht unter ergebnisorientierten Laborbedingungen, sondern in der ergebnisoffenen Lebenswirklichkeit durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden die Probanden an einen üblicherweise von heterosexuellen Menschen bevölkerten Ort gebracht. Die Vielzahl der anwesenden, zufällig ausgewählten heterosexuellen Menschen dient als Vergleichgruppe. [...]

Methodik

Zur Erhebung untersuchungsrelevanter Sachverhalte wurden Anschreibungen und Befragungen, vorzugsweise unter Verwendung so genannter rhetorischer Suggestivfragen, durchgeführt und die Methode der visuellen Beobachtung verwendet. Aufgrund einer großzügigen Spende der deutschen Steuerzahler war es möglich, Geheimdienste mit der Gewinnung weiterer Informationen zu beauftragen. Vor dem Hintergrund der in der Vergangenheit wiederholt festzustellenden Unbrauchbarkeit nachrichtendienstlicher Informationen wurde jedoch auf eine weitere Auswertung dieser Daten verzichtet.[1] Die Analyse und Bewertung der im Rahmen der örtlichen Erhebungen gewonnenen Erkenntnisse erfolgte nach strengen mathematisch-wissenschaftlichen Verfahren. Datenlücken wurden intuitiv geschlossen.

Untersuchungsergebnisse

Wie Eingangs bereits dargestellt, können neben dem zentralen Studienthema ‘Kölsch-Konsum’ eine Vielzahl weiterer drängender Fragen beantwortet werden. Damit leistet diese Studie einen unschätzbaren Beitrag für die Erforschung ’schwulen Lebens’. [...]

A.1. Kölsch-Konsum

Unter Verwendung der von allen anerkannten Forschungsinstituten sowie der deutschen und us-amerikanischen Regierung bestätigten Formel b * n * z² * (1/2 * z/4) * 1/t : (z² * (1/2 * z/4)9)= ks wurde ermittelt, dass schwule Männer im Durchschnitt 6 ml Kölsch pro Minute genießen.[2] Trotz umfangreicher Vergleichsanalysen kann ein signifikanter Unterschied zum Kölschkonsum heterosexueller Männer nicht festgestellt werden. Auf der subjektiven Ebene drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass, nicht anders als bei anderen Getränken, schwule Männer Kölsch genießen, während heterosexuelle Männer Kölsch trinken (umgangssprachlich wird hierfür das Verb ’saufen’ verwendet).

[...]

Die qualitative Bewertung des angebotenen Getränks fällt unterschiedlich aus. Während nahezu 30 vH der schwulen Männer schon nach zwei Gläsern Kölsch auf die weitere Aufnahme des Getränks verzichten und statt dessen Apfelschorle (sic!) zu sich nehmen, trinken die übrigen schwulen Männer ausnahmslos Kölsch. Allerdings geschieht dieses zumindest teilweise vor dem Hintergrund fehlender Alternativen. Abweichungen zur Getränkeaufnahme heterosexueller Menschen sind insoweit nicht feststellbar,

B. 1. Änderung der sexuellen Orientierung durch den Konsum von Alkohol

Beschäftigte der Pennsylvania State University glauben, dass die heterosexuelle Orientierung von Fruchtfliegen sich unter dem Einfluss von Alkohol verändern lässt. Im Rahmen des Feldversuchs sollte festgestellt werden, ob sich durch Alkoholgaben die homosexuelle Orientierung von Männern verändert. [...] Als Ergebnis ist festzustellen, dass die sexuelle Orientierung durch Alkoholgaben nicht verändert werden kann.

B.2. Höflichkeit

Heterosexuelle Menschen reagieren auf Flirtversuche von gleichgeschlechtlichen Menschen in der Regel mit barscher Ablehnung. Im Versuchsverlauf konnte festgestellt werden, dass die wiederholten Flirtversuchen einer weiblichen Studienassistentin ausgesetzten schwulen Männer diesen mit vollendeter Höflichkeit begegneten. Die fortgesetzte Alkoholaufnahme veränderte den Grad der Höflichkeit nicht. Es ist nicht möglich, die sexuelle Orientierung schwuler Männer durch Annäherungsversuche weiblicher Personen zu verändern.

B.3. Sexuelle Konnotationen

Heterosexuelle Menschen neigen dazu, mit alltäglichen Gegenständen sexuelle Fantasien zu verbinden. Kölsch wird traditionell in einem zylinderförmigen, etwa 50 * 150 mm großen Glas serviert, der sogenannten Kölsch-Stange. Heterosexuelle Menschen bringen dieses Glas nicht selten mit einem männlichen Geschlechtsorgan in Verbindung. Während der örtlichen Erhebungen hingegen klagte nur ein schwuler Mann über die geringe Größe des Glases. Rückschlüsse auf eine sexuelle Konnotation lässt die Äußerung aber nicht zu. Vielmehr waren die geäußerten Bedenken über die geringe Größe des Glases von der Sorge getragen, dass die durch die Glasgrösse begrenzte Flüssigkeitsmenge in dem Glas nicht zur Abwendung einer befürchteten Dehydrierung ausreichen könnte.

[...]

B.4. Klappensex

Die Vorstellung von Sex zwischen schwulen Männern ist häufig von der Idee geprägt, dass dieser vorzugsweise auf Toiletten (so genannten Klappen) stattfindet. Deshalb wurde für Zwecke dieser Studie dem Toilettenaufsuchverhalten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Als Ergebnis der Sichtung wird mitgeteilt, dass zu keinem Zeitpunkt zwei oder mehr schwule Männer die gleiche Toilette aufgesucht haben. Dass es zu sexuellen Handlungen mit möglicherweise in den Toilettenräumen anwesenden anderen Personen gekommen sein könnte, kann aufgrund der festgestellten kurzen Verweildauer in den Toilettenräumen verneint werden.

B.5. Demenz

[...]

Von verschiedenen Seiten werden schwule Menschen dem unspezifischen Vorwurf ausgesetzt, sie führten ein ungesundes Leben. Insbesondere soll der Konsum von Drogen, Medikamenten und anderen Substanzen die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Die, sowohl hinsichtlich des gr-Alters, als auch hinsichtlich des durch mathematische Operationen unter Berücksichtung des Tags der Geburt der Probanden und des Kalendertags zum Zeitpunkt des Feldversuchs, ermittelte breite Streuung des Alters der Versuchpersonen lässt die Feststellung zu, dass geistige Gebrechen bei keinem schwulen Mann feststellbar sind. Selbst der älteste Versuchsteilnehmer, dessen durch amtliche Unterlagen nachgewiesenes kalendarisches Alter mehr als 4000 dreihundertfünfundsechzigstel über dem des zweitältesten Probanden liegt, zeichnet sich durch eine außerordentliche Auffassungsgabe und geistige Beweglichkeit aus.

B.6. Stimmlage

Das Feldexperiment bot auch Gelegenheit, der Behauptung nachzugehen, schwule Männer hätten eine höhere Stimme als heterosexuelle Männer. Während für 75 vH der schwulen Männer nicht festgestellt werden kann, dass sich die Stimmhöhen bemerkbar von denen der heterosexuellen Männer unterscheiden, zeichnen sich die übrigen schwulen Männer durch ausserordentlich tiefe, sonore Stimmen aus.

B.7. ‘Schwule reden nur über Sex’

Die in der Lebenswirklichkeit durchgeführte Studie bot die Möglichkeit, das Gerücht, schwule Männer würden nur über Sex reden, zu hinterfragen. Die schwulen Männer konnten die Gesprächsthemen frei wählen. Dabei zeigte sich, dass dem Gedankenaustausch über nutzbringende Lebenserfahrungen, dem Vergleich verschiedener Lebenssituation und politischer Ansichten, hilfreichen Diskussionen über die Nutzung moderner Kommunikationstechniken und vergleichbaren Themen der Vorzug vor sexuellen Gesprächsinhalten gegeben wurde. Lediglich Fragen nach der Unterwäschenfarbe, die nicht mehr als ein Viertel der schwulen Männer bereit ist, öffentlich zu diskutieren, sowie nach Verhaltsweisen in Schwitzbädern, wurden kurz gestreift. Dieser vernachlässigbare Zeitanteil beweist, dass Sex nicht der überwiegende Lebensinhalt schwuler Männer ist. Diese Feststellung deckt sich mit der Selbstbezeichnung schwuler Männer, die den Begriff ‘homosexuell’ für Zwecke der Selbstbeschreibung so gut wie nicht, und darüber hinaus nur selten als eine Art Terminus Technicus verwenden, während heterosexuellen Männern kein anderer Begriff, als ‘heterosexuell’ zur Verfügung steht und ihnen nur die Möglichkeit der Selbstdefinition über ihre Sexualität bleibt. Der gelegentlich in der Vergleichsgruppe zu hörenden Selbstzeichnung ‘Fußballfan’ kommt für Zwecke dieser Studie keine weitere Relevanz zu [...]

B.8. Geselligkeit

[...]

Schwule Männer zeichnen sich durch besondere Geselligkeit aus. Sämtliche (!) schwulen Versuchsteilnehmer waren erst zu einem Zeitpunkt, zu dem bereits alle Mitglieder der Vergleichsgruppe wegen Themenarmut aus dem Versuch ausgeschieden waren, auf einen Hinweis einer Versuchsassistentin bereit, die Diskussionen zu beenden. [...]

B.9. Partybesuche

Eine Auswertung zur Vorbereitung der Studie ergab den Befund, dass schwule Männer sich ausschließlich auf Parties aufhalten. Dieser Befund ließ sich nicht validieren. Die hohe Partyquote ergibt sich vielmehr daraus, dass gut 20 vH der schwulen Männer in der Lage sind, mehrere Parties gleichzeitig zu besuchen. Dieses Phänomen bedarf der weiteren Aufklärung.

B.10. Kulinarische Vorlieben

Die Hälfte der schwulen Männer hat die gleichen Vorstellungen über gute und nahrhafte Speisen. Ein Viertel der schwulen Männer hat eine Vorliebe für regionale Küchen und ein weiteres Viertel bevorzugt ungewöhnliche Nahrungsmittelkombinationen, wie zB Grünkohl mit Ente (sic!).

B.11. Umgang mit technischen Geräten

Das weit verbreitete Vorurteil, schwule Männer könnten nicht mit Technik umgehen, ist widerlegt. Mindestens 25 vH der schwulen Männer sind in der Lage, hochkomplexe technische Geräte ihren persönlichen Vorstellungen anzupassen. Im Gegensatz zu heterosexuellen Menschen können sie die durch Ausfall dieser technischen Geräte auftretenden Phasen der Hilflosigkeit ohne weiteres durch einen Rückgriff auf ihre Lebenserfahrung überbrücken. [...] Mindestens 50 vH der schwulen Männer können ein Navigationsgerät auch unter schwierigen Bedingungen bedienen, mindestens 25 vH finden sich mit herkömmlichem Kartenmaterial zu recht und mindestens 25 vH verfügen über ausreichende Ortskenntnis in zahlreichen Städten und können sich auch ohne Hilfsmittel orientieren. [...]

B.12. Beziehungen und Partnerschaften

Nahezu 80 vH der schwulen Männer leben in festen gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Die Arten der Beziehungen sind allerdings, anders als in der Vergleichgruppe, keiner Standardisierung zugänglich.

Die vollständige Studie in englischer Sprache ist hier verfügbar.

 

 

 

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[1] In einem Interview erklärte Steven Stone hierzu, dass der Verdacht, ein erheblicher Teil der eingesetzten Steuergelder sei für den Erwerb von Kölsch zum Eigenkonsum der Geheimdienstbeschäftigen verwendet worden, nicht habe ausgeräumt werden können. Die auf einer DVD übergebenen angeblichen Sachinformationen seien, wie eine einfache Suchmaschinenauswertung ergeben habe, offenkundig der Boulevardpresse entnommen worden. [back]

[2] Daraus ergibt sich ein Gesamtkölschgenuss von 31.536.000.000 Hektoliter pro Jahr bezogen auf die Gesamtheit der schwulen Männer. Die Diskrepanz zwischen dem Gesamtverbrauch und der Gesamtherstellung (2.650.000 Hektoliter pro Jahr) von Kölsch ist unübersehbar. Da an dem in dieser Studie entwickelten Zahlenmaterial keine Zweifel bestehen, dürften die Herstellerangaben über das jährliche Brauvolumen falsch sein. Die Differenz kann auch nicht mit einem Hinweis auf den Mehrfachgenuss ein und derselben Kölsch-Menge erklärt werden. Es wird Aufgabe der Geheimdienste und der Steuerfahndung sein, hier weitere Sachverhaltsermittlungen zu betreiben. [back]

9 Antworten zu “Neue Studie: Schwule Männer trinken pro Minute 6 Milliliter Kölsch”

  1. ondamaris sagt:

    :-) )

    eine kritik an dieser bedeutenden wissenschaftlichen feld-arbeit sei angemerkt, die gewählte studiendauer dürfte angesichts der schwere der zu behandelnden themen doch etwas gering gewählt sein. ob valide ergebnisse so tatsächlich erzielt werden können? vermutlich sollte eine peer review durchgeführt werden …

  2. TheGayDissenter sagt:

    @ondamaris:

    Wie schon häufiger habe ich auch diese Studie von einer englischsprachigen Seite gepincht. Dort war zu lesen, dass es Planungen gibt, in absehbarer Zeit mit einem um 25 vH vergrößerten Teilnehmerkreis einen ähnlichen Versuch durchzuführen. Es wird interessant sein, zu gegebener Zeit die Ergebnisse zu vergleichen.

  3. Magic M. sagt:

    Vielen Dank für diese relevante und sicherlich einige überholte Sichtweisen widerlegende Studie. Klar und präzise formuliert auf fast schon sezierende Art und Weise mit Hilfe deines dir innewohnenden messerscharfen Verstandes. :-)
    Nachdem uns jetzt diese Ergebnisse bekannt sind, wird nichts mehr wie vorher sein und diese Studie unser Denken und Handeln nachhaltig beeinflussen und Licht in das Dunkel der Unwissenheit bringen. ;-)

  4. ondamaris sagt:

    irgendwie scheint mir dieses ‘ivory tower institute’ ja eine interessante einrichtung zu sein … nehmen die auch praktikanten? ;-)

    eine 25%ige vergrößerung der teilnehmerzahl … hmmm, das führt bestimmt zu mindestens gravierend aussagefähigeren ergebnissen, einem ungeahnten wissenschaftlichen fortschritt … und der weiteren noch unbeantworteten fragen

  5. TheGayDissenter sagt:

    @ Ondamaris:

    Ja, Ulli. Schau mal auf deren Internetseite, die haben sogar ein Online-Formular für Bewerbungen.

  6. ondamaris sagt:

    geht doch nicht – auch da haste mal wieder den link vergessen ;-) )

  7. sinblancaporelmundo sagt:

    Was sagt man auf spanisch schwul oder gay?

    http://sinblancaporelmundo.wordpress.com/2008/03/12/de-maricones-y-de-gays/

  8. 133 Schwule bestimmen das Weltgeschehen « The Gay Dissenter sagt:

    [...] zukommt. Vielleicht sollte sich der Chef des Rockway Instituts einmal mit dem Chef des Science-Institute of Ivory Tower unterhalten; der erklärt ihm dann etwas über Stichprobenverfahren, Statistik und [...]

  9. ondamaris » Blog Archiv » Kau mal wieder Gummi … sagt:

    [...] zwar bisher noch nicht erschlossen, aber wir erwarten in Bälde erste Studien des bemühten ‘Science Institute of Ivory Tower‘ [...]

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