Vive Maria: Karstadt fällt vor der römisch-katholischen Kirche auf die Knie

Eine Madonna, ein verführerisches Dessous-Modell und dazu der Werbespruch “Vive Maria – verbotener Duft”, das schien dem deutschen Kaufhauskonzern Karstadt das richtige Lockmittel für die Kunden zu sein. Nun aber nehmen die Händler nach Protesten einer Lübecker Katholikin ihr Parfüm “Vive Maria” bundesweit aus dem Sortiment.

schreibt die sueddeutsche.

Die Kirchengemeinde habe ebenfalls protestiert. Nun wolle der Essener Konzern das Produkt aus 59 Filialen in ganz Deutschland entfernen, um weiteren Ärger mit der Kirche zu vermeiden. “Forbidden Fragnance”, das schien den Kaufhausleuten nun offenbar gewagt, fast frivol. Dass auf der Parfümflasche “almost innocent” steht, also “fast unschuldig”, kam manchem von ihnen nun auch problematisch vor.

Wenn das so weiter geht, wird bald wieder die Inquisition eingeführt und wir erleben Ketzereiprozesse (ich vermutlich als Beteiligter).

6 Antworten zu “Vive Maria: Karstadt fällt vor der römisch-katholischen Kirche auf die Knie”

  1. gayswithoutborders sagt:

    Hello GD
    http://gayswithoutborders.wordpress.com/2008/03/09/gay-iranian-refugee-every-one-group-united-kingdom-is-a-danger-for-all-refugees/
    Best.
    GWB

  2. ondamaris sagt:

    man hab ich gelacht bei der meldung …
    ob jetzt auch die werbung für “papas aftershave” auf den karstadt-index kommt?

    almost stupid ;-) )

  3. ondamaris sagt:

    … und wie um die absurdität zu steigern, kommt in den vatikan (!) eine statue für galileo galilei …
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,540342,00.html

    hmmm … wenn sich k nun daran ein beispiel nimmt … was machen die denn dann in 500 jahren mit dem ‘verbotenen duft’ ? ;-) )

  4. MithrasX sagt:

    Um die Inquisition “wieder einzuführen” müsste die kathjolische Kirche sie erstmal offiziell abschaffen. Bisher wurde sie nur in “Glaubenskongregation” umbenannt.

    Ja. Richtig. Das ist genau die Versammlung in der Ratzinger vor seiner Wahl Vorsitzender war….

  5. Klaus Kegebein sagt:

    Ich bin Pfarrgemeindemitglied der betroffenen Gemeinde (zu der auch die genannte Karstadt-Kundin) gehört. Die Darstellung der Lübecker Nachrichten (auf die sich auch die Süddeutsche Zeitung beruft) ist NICHT KORREKT. Weder die Pfarrei noch der Pfarrer haben gegen die Werbung bei Karstadt protestiert oder gar die Entfernung verlangt. Ich distanziere mich ausdrücklich vom Vorgehen von Frau Waltraud K. (die die Sache ins Rollen gebracht hat) und bin mir sicher, dass eine große Mehrheit der Gemeindemitglieder mich darin unterstützen würde. (Nebenbei: die Lübecker Nachrichten gehören zum SPRINGER-Konzern. So viel zum Thema »Seriöse Berichterstattung«…)

  6. TheGayDissenter sagt:

    @ Klaus Kegebein:

    Danke für die Klarstellung. Ich wünschte, so etwas auch auch der Diözese Motherwell zu hören (dazu folgt morgen ein Post).

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