In England ist auf Verlassung der staatlichen Tierschutzorganisation eine Kuh getötet worden. Das Tier war, nach Behördenangaben, krank und leidend. Tierärzte hatten die Tötung empfohlen.
Jedoch: Es handelte sich um die Heilige Kuh einer Hindu-Gemeinde in Hertfordshire. Die Aufregung ist nun groß (man muss sich das ungefähr so vorstellen, als hätte ein Möbelschreiner den Heiligen Stuhl im Vatikan wegen andauernder Unreparierbarkeit auf den Sperrmüll geworfen) und die Tierschutzbehörde wird nun des Mordes bezichtigt. Dass das Tier krank war und Schmerzen hatte, wird von der Hindu-Gemeinde nicht bestritten. Aber da das Tier heilig war, hatte es gefälligst zu leiden. Glücklicherweise hat sich die Tierschutzbehörde von der religiösen Gefühlsduselei nicht beeindrucken lassen, erkannt, dass die Hindu-Gemeinde zu einer angemessenen Versorgung der Heiligkeit nicht in der Lage war, und entsprechend gehandelt.