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	<title>Kommentare zu: Der Wert der Raucher</title>
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	<description>The Gay Dissenter</description>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/02/12/der-wert-der-raucher/#comment-829</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Feb 2008 11:15:57 +0000</pubDate>
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		<description>Irgendwo ist das für mich verständlich, da lange Zeit ist nichts passiert ist bzgl. des Nichtraucherschutzes. Die Menschen resignierten, weil ihr „Protest“ (= als Nichtraucher „Raucherlokale“ generell zu meiden; wie Sie oben angesprochen haben) wegen der geringen Teilnehmerzahl nie fruchtete. Da niemand scharf auf eine lebenslange Kaffeehaus/Wirtshausabstinenz ist, besuchen viele Nichtraucher auch weiterhin Lokale, in denen geraucht wird, sicher oft auch aus falscher Loyalität den rauchenden Kollegen und Freunden gegenüber. Obwohl ihnen rauchfreie Lokale eigentlich lieber wären. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Nichtraucher in dieser Debatte eine Teilschuld tragen, weil es doppelmoralisch ist, einerseits gegen das Rauchen in Lokalen zu wettern und sich andererseits fügig zum qualmenden Freund an den Tisch zu setzen. Da müsste man vielleicht einfach konsequenter sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwo ist das für mich verständlich, da lange Zeit ist nichts passiert ist bzgl. des Nichtraucherschutzes. Die Menschen resignierten, weil ihr „Protest“ (= als Nichtraucher „Raucherlokale“ generell zu meiden; wie Sie oben angesprochen haben) wegen der geringen Teilnehmerzahl nie fruchtete. Da niemand scharf auf eine lebenslange Kaffeehaus/Wirtshausabstinenz ist, besuchen viele Nichtraucher auch weiterhin Lokale, in denen geraucht wird, sicher oft auch aus falscher Loyalität den rauchenden Kollegen und Freunden gegenüber. Obwohl ihnen rauchfreie Lokale eigentlich lieber wären. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Nichtraucher in dieser Debatte eine Teilschuld tragen, weil es doppelmoralisch ist, einerseits gegen das Rauchen in Lokalen zu wettern und sich andererseits fügig zum qualmenden Freund an den Tisch zu setzen. Da müsste man vielleicht einfach konsequenter sein.</p>
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		<title>Von: TheGayDissenter</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/02/12/der-wert-der-raucher/#comment-746</link>
		<dc:creator>TheGayDissenter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 12:27:59 +0000</pubDate>
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		<description>Michael, Du hast zweifelos bemerkt, dass ich im Post und meinen Repliken überspitzt habe. Jeder soll selbst entscheiden können, wie gesund oder ungesund er lebt (oder zumindest darf jeder glauben, dass eine bestimmte Lebensweise gesund sei). Allerdings lasse ich die Nichtraucher nicht so einfach davon kommen. Wer freiwillig, ohne Not, sich in Räume begibt, von denen er weiß, dass dort geraucht wird, darf sich hinterher nicht darüber beschweren, dass dort geraucht wurde. Und da viele Nichtraucher bisher, wiederum freiwillig und ohne Not, Raucher und Rauch &#039;ertragen&#039; haben, kann die Sorge um die eigene Gesundheit nicht allzu groß gewesen sein. 

Lächerlich finde ich die Art der Umsetzung des Nichtraucherschutzes. Da lobe ich mir die Vorgehensweise in England. Nachdem man sich dort nach ausgiebiger und ergiebiger Debatte zu einer gesetzlichen Regelung durchgerungen hatte, konnte man eine durchdachte und konsequente Regelung präsentieren. Ich halte die dortige Regelung nicht für gut, aber es ist nicht so ein albernes Hü und Hott wir hier bei uns.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Michael, Du hast zweifelos bemerkt, dass ich im Post und meinen Repliken überspitzt habe. Jeder soll selbst entscheiden können, wie gesund oder ungesund er lebt (oder zumindest darf jeder glauben, dass eine bestimmte Lebensweise gesund sei). Allerdings lasse ich die Nichtraucher nicht so einfach davon kommen. Wer freiwillig, ohne Not, sich in Räume begibt, von denen er weiß, dass dort geraucht wird, darf sich hinterher nicht darüber beschweren, dass dort geraucht wurde. Und da viele Nichtraucher bisher, wiederum freiwillig und ohne Not, Raucher und Rauch &#8216;ertragen&#8217; haben, kann die Sorge um die eigene Gesundheit nicht allzu groß gewesen sein. </p>
<p>Lächerlich finde ich die Art der Umsetzung des Nichtraucherschutzes. Da lobe ich mir die Vorgehensweise in England. Nachdem man sich dort nach ausgiebiger und ergiebiger Debatte zu einer gesetzlichen Regelung durchgerungen hatte, konnte man eine durchdachte und konsequente Regelung präsentieren. Ich halte die dortige Regelung nicht für gut, aber es ist nicht so ein albernes Hü und Hott wir hier bei uns.</p>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/02/12/der-wert-der-raucher/#comment-742</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 17:55:38 +0000</pubDate>
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		<description>Es mag wohl stimmen, dass sich Nichtraucher auch mit ungesunden Nahrungsmitteln vollstopfen (Alkohol, Fastfood, etc.), aber jeder Mensch sollte selbst frei entscheiden, wie und in welchem Ausmaß er sich schädigt. Das Argument „Du trinkst ja, also darf es dir auch nichts ausmachen, etwas Qualm zu schlucken“  ist sehr wackelig. Denn der Umkehrschluss wäre, dass Raucher es auch zu billigen haben, wenn man ihnen ein Glas Wein hinter die Binde gießt. Gesundheitlich vorbelastete Menschen sind heute dazu verdammt, kilometerweit in eine rauchfreie Gaststätte zu pilgern (sei es, weil sie dort arbeiten oder einfach nur auswärts essen möchten), weil sie es sich anders nicht zumuten können. 

„Hätten die Nichtraucher konsequent Einrichtungen, in denen geraucht wird (Gaststätten, Diskos, usw) nicht mehr aufgesucht, hätten sich die Betreiber der Einrichtungen sehr schnell überlegt, ob sie nicht auf ein ‘rauchfreies’ Angebot umstellen.“

Hier und da ein Nichtraucher, der aus Protest die Raucherlokale meidet, fällt ja nicht weiter auf. Man müsste schon Massen bewegen, um ein „Zeichen“ zu setzen. Und ob das gelungen wäre? Also ich weiß nicht recht... :-) Nichtsdestotrotz ist eine Problemlösung aus der Gesellschaft heraus immer sympathischer, als eine gesetzliche Regelung, da gebe ich Dir natürlich Recht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es mag wohl stimmen, dass sich Nichtraucher auch mit ungesunden Nahrungsmitteln vollstopfen (Alkohol, Fastfood, etc.), aber jeder Mensch sollte selbst frei entscheiden, wie und in welchem Ausmaß er sich schädigt. Das Argument „Du trinkst ja, also darf es dir auch nichts ausmachen, etwas Qualm zu schlucken“  ist sehr wackelig. Denn der Umkehrschluss wäre, dass Raucher es auch zu billigen haben, wenn man ihnen ein Glas Wein hinter die Binde gießt. Gesundheitlich vorbelastete Menschen sind heute dazu verdammt, kilometerweit in eine rauchfreie Gaststätte zu pilgern (sei es, weil sie dort arbeiten oder einfach nur auswärts essen möchten), weil sie es sich anders nicht zumuten können. </p>
<p>„Hätten die Nichtraucher konsequent Einrichtungen, in denen geraucht wird (Gaststätten, Diskos, usw) nicht mehr aufgesucht, hätten sich die Betreiber der Einrichtungen sehr schnell überlegt, ob sie nicht auf ein ‘rauchfreies’ Angebot umstellen.“</p>
<p>Hier und da ein Nichtraucher, der aus Protest die Raucherlokale meidet, fällt ja nicht weiter auf. Man müsste schon Massen bewegen, um ein „Zeichen“ zu setzen. Und ob das gelungen wäre? Also ich weiß nicht recht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/face-smile.png' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Nichtsdestotrotz ist eine Problemlösung aus der Gesellschaft heraus immer sympathischer, als eine gesetzliche Regelung, da gebe ich Dir natürlich Recht.</p>
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		<title>Von: TheGayDissenter</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/02/12/der-wert-der-raucher/#comment-729</link>
		<dc:creator>TheGayDissenter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 21:49:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://thegaydissenter.wordpress.com/?p=336#comment-729</guid>
		<description>Oh, immerhin hat ein Mitglied des CDU-Bundesvorstands vor noch gar nicht allzu langer Zeit zwar nicht die Frage nach dem Wert von Gesundheit, wohl aber die Frage nach dem Wert des Menschen schlechthin ins Spiel gebracht.

http://www.welt.de/print-welt/article251810/Ruecktrittsforderungen_gegen_Missfelder.html

(Nur der Klarheit halber: Von mir hätte Herr Mißfelder für diesen geistlosen Schwachsinn einen schwungvollen Tritt vor&#039;s Schienbein bekommen, mit dem bemerken, dass er die daraus resultierenden Behandlungskosten aus eigener Tasche zu zahlen hat.)

Ich halte die in der Studie genannten Zahlen (der mir unverdrossen zugetane Leser weiß, was ich von Studien im Allgemeinen halte) für kaum belastbar. Gleichwohl wäre es nicht uninteressant, einmal festzustellen, was ein Raucher &#039;kostet&#039; (Einnahmen aus Tabaksteuern wären gegenzurechnen) im Vergleich zu einem ach so gesund lebenden Menschen. Im Grunde halte ich nichts von dieser Aufrechnerei, sie ist müßig; aber es sind gerade die Nichtraucher, die Gerne das Kostenargument (es ist ein schwaches Argument, die Studie liefert einen ersten Anhalt - mehr nicht - dafür) gegen Raucher verwenden. Und während sie so vor sich hinlamentieren stopfen sie allerlei ungesundes Zeug in sich hinein. 

Das Dilemma um den Nichtraucherschutz und die daraus erwachsende fragwürdige Diskussion und die noch fragwürdigeren gesetzlichen Regelungen (zB in Nordrhein-Westfalen) habe wir übrigens so gut wie ausschließlich den Nichtrauchern (ich bin auch einer) zu verdanken. 

Hätten die Nichtraucher konsequent Einrichtungen, in denen geraucht wird (Gaststätten, Diskos, usw) nicht mehr aufgesucht, hätten sich die Betreiber der Einrichtungen sehr schnell überlegt, ob sie nicht auf ein &#039;rauchfreies&#039; Angebot umstellen. Aber die Nichtraucher sind, in der Regel ohne Not, hingegangen, haben sich zuqualmen lassen und hinterher über die Raucher gemeckert und nach dem Gesetzgeber gerufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, immerhin hat ein Mitglied des CDU-Bundesvorstands vor noch gar nicht allzu langer Zeit zwar nicht die Frage nach dem Wert von Gesundheit, wohl aber die Frage nach dem Wert des Menschen schlechthin ins Spiel gebracht.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/print-welt/article251810/Ruecktrittsforderungen_gegen_Missfelder.html" rel="nofollow">http://www.welt.de/print-welt/article251810/Ruecktrittsforderungen_gegen_Missfelder.html</a></p>
<p>(Nur der Klarheit halber: Von mir hätte Herr Mißfelder für diesen geistlosen Schwachsinn einen schwungvollen Tritt vor&#8217;s Schienbein bekommen, mit dem bemerken, dass er die daraus resultierenden Behandlungskosten aus eigener Tasche zu zahlen hat.)</p>
<p>Ich halte die in der Studie genannten Zahlen (der mir unverdrossen zugetane Leser weiß, was ich von Studien im Allgemeinen halte) für kaum belastbar. Gleichwohl wäre es nicht uninteressant, einmal festzustellen, was ein Raucher &#8216;kostet&#8217; (Einnahmen aus Tabaksteuern wären gegenzurechnen) im Vergleich zu einem ach so gesund lebenden Menschen. Im Grunde halte ich nichts von dieser Aufrechnerei, sie ist müßig; aber es sind gerade die Nichtraucher, die Gerne das Kostenargument (es ist ein schwaches Argument, die Studie liefert einen ersten Anhalt &#8211; mehr nicht &#8211; dafür) gegen Raucher verwenden. Und während sie so vor sich hinlamentieren stopfen sie allerlei ungesundes Zeug in sich hinein. </p>
<p>Das Dilemma um den Nichtraucherschutz und die daraus erwachsende fragwürdige Diskussion und die noch fragwürdigeren gesetzlichen Regelungen (zB in Nordrhein-Westfalen) habe wir übrigens so gut wie ausschließlich den Nichtrauchern (ich bin auch einer) zu verdanken. </p>
<p>Hätten die Nichtraucher konsequent Einrichtungen, in denen geraucht wird (Gaststätten, Diskos, usw) nicht mehr aufgesucht, hätten sich die Betreiber der Einrichtungen sehr schnell überlegt, ob sie nicht auf ein &#8216;rauchfreies&#8217; Angebot umstellen. Aber die Nichtraucher sind, in der Regel ohne Not, hingegangen, haben sich zuqualmen lassen und hinterher über die Raucher gemeckert und nach dem Gesetzgeber gerufen.</p>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://stevenmilverton.com/2008/02/12/der-wert-der-raucher/#comment-727</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 17:40:57 +0000</pubDate>
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		<description>Raucher mögen den Staat nach dieser Studie &quot;billiger kommen&quot;, das disqualifiziert aber nicht das Nichtrauchen und den Nichtraucherschutz an sich. Es ist nämlich nicht möglich, den Wert von Gesundheit in Geld zu bemessen und man kann bspw. auch keinem Diabetiker, der dem Gesundheitssystem aufgrund seiner Therapie z. T. exorbitante Kosten verursacht, aus sozial-wirtschaftlichen Gründen raten, doch endlich zu sterben. Noch sollte man den Rauchern aus Dank, weil sie das Gesundheitssystem &quot;entlasten&quot;, gewähren, Nichtraucher zu gefährden und zu beeinträchtigen. Das Ganze sollte man dann doch etwas differenzierter betrachten.

Dass Nichtraucherschutz an sich notwendig ist, streitet aber hoffentlich niemand ab. Lediglich über das Ausmaß dieses Schutzes ist man sich bisweilen unklar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Raucher mögen den Staat nach dieser Studie &#8220;billiger kommen&#8221;, das disqualifiziert aber nicht das Nichtrauchen und den Nichtraucherschutz an sich. Es ist nämlich nicht möglich, den Wert von Gesundheit in Geld zu bemessen und man kann bspw. auch keinem Diabetiker, der dem Gesundheitssystem aufgrund seiner Therapie z. T. exorbitante Kosten verursacht, aus sozial-wirtschaftlichen Gründen raten, doch endlich zu sterben. Noch sollte man den Rauchern aus Dank, weil sie das Gesundheitssystem &#8220;entlasten&#8221;, gewähren, Nichtraucher zu gefährden und zu beeinträchtigen. Das Ganze sollte man dann doch etwas differenzierter betrachten.</p>
<p>Dass Nichtraucherschutz an sich notwendig ist, streitet aber hoffentlich niemand ab. Lediglich über das Ausmaß dieses Schutzes ist man sich bisweilen unklar.</p>
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