(Eigen-)Tooooooooooooooooooooor!!!!!

Nun hat also im Rahmen der Normalisierungswelle auch der 1. FC Köln seinen schwulen Fanclub.

 „Wir sehen das Stadion als letzte Bastion der Homophobie und daran wollen wir etwas ändern”, sagt Gründungsmitglied Andreas Stiene.

Sorry Leute, Mann muss nicht jeden Heten-Blödsinn mitmachen. Mit Blödsinn meine ich nicht das Fußballspielen aus Spaß an der Freud’, sondern den Profifußball. Das, was uns dargeboten wird, hat kaum noch etwas mit Sport zu tun, sondern sehr viel damit, Geld aus den Taschen vieler in die Taschen weniger zu verlagern. Ich sehe nicht, dass die Spieler, Trainer und Vereinsfunktionäre in den oberen Ligen auch nur Ansatzweise eine Leistung erbringen, die ihrer Bezahlung entspricht. Von den Begleiterscheinungen rund um die Fußballspiele ganz zu schwiegen. Mit diesen sogenannten Fans sollte Mann sich nicht gemein machen.

Warum ist eigentlich jeder, sogar dieser falsche Fuffziger Zwanziger, so geil darauf, dass sich endlich mal ein Profifußballer outet? Ich habe jedenfall noch keinen Bundesligaspieler gesehen (im übertragenen Sinn), von dem ich sagen würde, dass mir dessen eventuelles Outing etwas bringen würde. Im Gegenteil, die meisten Profifußballer sind doch solche Hohlbirnen, dass ich mich bei einem Outing des Betreffenden ziemlich mies fühlen würde.

6 Antworten zu “(Eigen-)Tooooooooooooooooooooor!!!!!”

  1. ondamaris sagt:

    ich teile deine einstellung zum fußball ja weitgehend – aber beid er wm hat ich bei so einigen public viewings doch viel spaß :-)

    u.a. beim gay viewing der hertha junxx … was dazu führt feststellen zu müssen, dass köln hier einfach sehr spät dran ist (in sachen schwuler fanclub), das machen die hertha-junxx (und sehr erfreulich öffentlich) schon seit jahren

    was das outing angeht – ich würd nicht unterschätzen, welche wirkung das bei jungen menschen haben könnte – die oft auf der suche nach orientierung, idolen sind …

  2. Torsten sagt:

    Warum wir den Fanclub gegründet haben, kannst du ja nachlesen oder dir im Video erzählen lassen. So ein Fußballfanclub ist Spaß an der Sache (Vereinsliebe etc.) und natürlich auch lustiges Betrinken. Andererseits ist es natürlich eine Bühne, um gegen Homophobie im Fußball anzugehen. Ich weiß wovon ich rede, ich stehe in der Fankurve. Wenn du mit Fußball nix anfangen kannst, dann isses eben was unverständlicher. Nich schlimm.

  3. TheGayDissenter sagt:

    @ondamaris

    Ulli, das mit dem outing kann überhaupt nur funktionieren, wenn sich mehrere Spieler gleichzeitig outen.

    @ Torsten

    Och, ich würde nicht sagen, dass ich mit Fußball nix anfangen kann. Immerhin stamme ich aus einer Fußballerfamilie (allerdings keiner Berühmten) und habe schon in frühester Jugend nicht ganz erfolglos im Tor gestanden. Was mich stört: Der Profifußball hat heute nichts mehr mit Sport zu tun. Da geht es nur noch ums Geld. Dem, was sich da abspielt, werde ich bestimmt nicht zujubeln.

  4. ondamaris sagt:

    ja, da magst du recht haben, dass outing allein wohl (mindestens) einen karriere-knick bedeuten würde.
    mir gehts auch eher um den gedanken, dass man/frau in jungem alter sich halt oft idole sucht – und manchem vielleicht ein offen schwul auftretender profi-fussballer da ein hilfreiches idol sein würde (so wie’s für andere mal jimmy somerville & co waren)

  5. Verkehrte Fußballwelt « The Gay Dissenter sagt:

    [...] eine Sportart mit der ich überhaupt nichts anfangen. Immer wieder ist zu hören, dass Fußball die letzte Bastion der Homophobie [...]

  6. Der kleine homophobe Christoph möchte vom Fußballplatz abgeholt werden « The Gay Dissenter sagt:

    [...] ersten wird den schwulen und nicht schwulen Fans des 1. FC Köln deutlich, wem sie da zujubeln und, vor allem, ihr Geld hinterher [...]

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