Den Bock zum Gärtner gemacht

In Great Britain gibt es eine fortschrittliche Antidiskriminierungsgesetzgebung und seit ein paar Monaten eine Behörde (Equality and Human Rights Commission), die sich um die Um- und Durchsetzung der Gleichbehandlungsgesetze kümmern soll.

Nun werden wir wunderbar mitverfolgen können, wie alle Bemühungen des Gesetzgebers zu Staub zerfallen, wie all’ die guten Ansätze im Winde verwehen, wenn die falschen Leute ans Werk gebracht werden.

War mit der Auswahl von Trevor Phillips schon die Besetzung des Chefpostens dieser Commission sehr problematisch, ist die nun erfolgte Berufung eines Fundamentalevangelikalen ein Schlag ins Gesicht aller um den Abbau von Diskriminierungen Bemühten.

Ken Livingston, der Londoner Bürgermeister, äußert sich über Trevor Phillips wie folgt:

Ken Livingstone said Trevor Phillips had “an absolutely disgraceful record” at the Commission for Racial Equality.

He accused Mr Philips of trying to “move the race agenda away from a celebration of multiculturalism”.

“Ever since then he’s gone so far over to the other side that I expect soon he’ll be joining the BNP,” he added.

Mr Phillips felt that “he’s achieving something if he’s in the papers – and that’s not the way it works”.

In einem Interview mit pinknews hat Philips deutlich gemacht, was Schwule und Lesben von ihm zu erwarten haben: Nicht viel, vielleicht ein bisserl Augenwischerei.

Nunmehr wird auch noch ein schwulenfeindlich bis schwulenhassend eingestellter Prediger der ‘Evangelical Alliance’ zum Commissioner bestellt. Damit wird die gesamte Equality and Human Rights Commission diskreditiert und es ist zu befürchten, dass diese Behörde sich eher zum Anwalt weiterer Diskriminierungen macht, als ihre eigentliche Aufgabe zu erfüllen.

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